Patti - alt und behindert++++Bericht
einer Pflegemama++++Billy
´s Tagebuch
Toto ist tot
Im Jahre 2004 vermittelten wir einen kleinen Zwergpudelmischlingsrüden
an eine Familie in der Pfalz. Alles erschien bestens. Toto, so hieß der Kleine, war ein
lustiger Hund, der den ganzen Tag mit seinem Bällchen umherlief und spielte. Unproblematisch,
mehr nicht. Als wir wieder einmal nachfragen wollten, erreichten wir die Familie telefonisch
nicht. Auch unsere Besuche blieben erfolglos. Oftmals denkt man sich nicht viel dabei, es schien
ja alles zu klappen. Mehrfach schrieben wir die Leute an, aber es kam nie eine Antwort. Endlich
erfuhren wir über die Verbandsgemeinde, dass die Familie ihren Hund abgemeldet hatte.
Nach langem Recherchieren, konnten wir den Kontakt herstellen. Zu unserem Entsetzen erfuhren
wir, dass sie Toto weggegeben hatten, da der Schwiegervater erkrankt sei. Nicht an uns zurück,
wie es vertraglich festgelegt war, nein, sie hatten ihn irgendwo abgegeben. Warum? Hatten sie
etwas zu verbergen? Laut unseren Verträgen bleiben wir Eigentümer der Tiere und ganz
gleich aus welchem Grund ein Tier bei seinen neuen Besitzern nicht bleiben kann, muss es an
uns zurückgegeben werden. Niemals haben wir dies verweigert. Der Ehemann der Besitzerin
wusste noch nicht einmal wann und wohin Toto kam. Wir setzten Himmel und Hölle in Bewegung
und stießen dabei schließlich auf eine Hundepension. Vage erinnerte man sich dort
an ihn und gab dann zu, dass der Hund bei ihnen gelandet war. Als Abgabegrund sei ihnen angegeben
worden, dass die Besitzerin nach England auswandern würde. Man habe Toto an eine Familie
nach Landau vermittelt, wo er aber nachts im Bett die neuen Besitzer in die Wade gebissen habe.
Daraufhin hat der Pensionsinhaber Toto beobachtet und kam zu dem Ergebnis, dass er nicht klar
im Kopfe sei, da er immer in seine Futterschüssel gebissen hat. Also ließ er Toto
einschläfern! Er konnte uns nicht sagen wann der Hund bei ihm abgegeben wurde, noch wohin
er vermittelt wurde, noch ob er gechipt oder tätowiert war. Obwohl er nach seinen eigenen
Aussagen mit Impfaß bei ihm abgegeben wurde. Bis heute wurde uns weder ein Nachweis über
sein Schicksal zwischen Abgabe bis zu seinem Tode geliefert. Über den Tierarzt erfuhren
wir dann lediglich Totos Todestag. Als Beißer abgestempelt und abgemagert. Eingeschläfert,
weil er nicht vermittelbar sei. Eingeschläfert aufgrund Aussagen die sich ständig
widersprechen. Toto war abgemagert - weshalb biss er in die Futterschüssel? Wir sind entsetzt
über die Kaltschnäuzigkeit mit der hier über das Leben eines Tieres gerichtet
wurde und der dies mit seinem Leben bezahlen musste. Viele haben Fehler gemacht, ganz gleich
aus welchen Gründen auch immer.
Toto war ein kleiner, ca. 3 - 4 kg schwerer Hund. Er war lustig, verspielt, kinderfreundlich,
vertrug sich bestens mit Hunden und schmuste für sein Leben gerne. Dieser kleine Hund
kannte nichts Böses - aber er musste das Böse kennen lernen. Man hat ihn ermordet.
Totos Tod darf nicht ungesühnt bleiben, dies sind wir diesem kleinen Hund schuldig. Aber
zurück, bringt keine Strafe der Welt uns unseren Hund.
Toto ist tot!
Behandle ein Tier so, als ob seine Seele ein Teil deiner Seele sei.
Auch wir sind eine Pflegefamilie vom Tierschutzverein Menschen helfen Tieren Worms e.V. Das
Schicksal von Toto hat auch uns sehr erschüttert, uns geht es genau so wie Fam. Krenzer,
auch wenn Toto nicht unser Schützling war,
Warum wurde Toto nicht an unseren Verein zurückgegeben? Vielleicht war es die Feigheit
dieser Familie damit wir nicht sehen sollten wie mit Toto umgegangen wurde. Diese Menschen
können einem viel erzählen. Warum hat Toto angeblich "gebissen"? Bestimmt
gibt es dafür viele Gründe. Wir werden es nie erfahren wie sehr dieser kleine Kerl
gelitten hat und warum er einfach sterben musste. Wir fragen uns, was sind das für Menschen,
die so mit Toto umgegangen sind? Diese Familie und alle die an Toto's Tod mitschuldig sind
werden hoffentlich ihre gerechte Strafe bekommen.
Unser Vater im Himmel kann nicht immer helfen, aber er sieht alles und lässt nichts ungesühnt.
Er wird Traudel und Fam. Krenzer beistehen, damit sie nicht verzweifeln und ihnen weiter die
Kraft geben den armen geplagten Tieren zu helfen.
Unsere Gedanken und Tränen sind bei Toto der jetzt hoffentlich ein besseres Leben hat.
Tausend Tränen für Toto!
Tausend böse Wünsche für seine Peiniger.
Pflegefamilie Stopper
67122 Altrip
Respekt und Achtung vor dem Leben, eine Pflegefamilie klagt an.
Gott - wo warst du?
Seit einigen Jahren bin ich für den Tierschutzverein " Menschen helfen Tieren"
als Pflegestelle tätig. Vielen Hunden habe ich ein vorübergehendes Zuhause geben,
damit sie eine Chance auf eine eigene Familie bekommen. Es waren arme Seelen, die noch nie
auf der Sonnenseite des Lebens gestanden haben. Geschlagene, misshandelte, halb verhungerte
Tiere, gebrochene Knochen , ich habe ihre Augen gesehen, ihr Fragen warum, ihr Misstrauen,
ihr Leid, ihre stumme Anklage. Es schmerzt, dieses Leid zu sehen und ich kann nur versuchen,
diesen Geschöpfen Hoffnung zu geben und zu beweisen, dass nicht alle Menschen so sind.
Liebe und Geborgenheit kann ich ihnen schenken, ihnen die Zeit geben, die sie brauchen und
hoffen, dass sie Vertrauen fassen, dass sie sich öffnen und mir ihre Liebe schenken. Ein
langer und sehr schwerer Weg, aber ich gehe ihn. Denn jedes Tier hat es verdient geliebt zu
werden. Schweren Herzens gebe ich dann meine Pflegehunde in eine neue Familie, seine eigene
Familie. Hier soll er leben und alt werden. Hoffnung und Angst sind dann jedesmal mein Begleiter
und ich mache mir sehr viele Gedanken, wird er auch noch nach Jahren geliebt oder ist es nur
ein Strohfeuer und ist er bald überflüssig? Wir bieten jeder Familie zu jeder Zeit
auch auf Jahren Hilfe an und sollte es dann doch passieren, dass einer unser Zöglinge
,egal aus welchen Grund, nicht mehr in seiner Familie bleiben kann ,dann kommt er zurück
in seine ehemalige Pflegefamilie.
Wo warst du Gott als einfach unser Toto ermordet wurde? Toto ein kleiner Zwergpudel, der nach
einem Jahr langweilig wurde, keiner wollte mehr was mit ihm zutun haben!!
Warum haben Sie nicht angerufen, holt ihn ab. Hätte gereicht und am selben Tag hätten
wir ihn abgeholt. Wo warst du Gott, als er weitergeben wurde? Er musste sterben, weil ihn keiner
mehr haben wollte. Sind denn Tiere nicht deine Geschöpfe, wir haben ihn seiner neuen Familie
anvertraut, wir haben ihn seinen Mördern übergeben! Wir hatten zu diesen Menschen
Vertrauen, wir vertrauten Toto ihnen an. Statt Geborgenheit und Liebe schenkten Sie ihm den
Tod. Wo warst du, Gott?
Ich bin fassungslos, ich fühle Zorn, Wut und Hass.
Wie verhalte ich mich beim nächsten Vermittlungsgespräch, gebe ich meinen Pflegehund
in eine gute Familie oder übergebe ich seinen Mördern und Peinigern?
Unser Toto gab ich in die Hände seiner Mörder, ein Gedanke, der mich quält,
der mich schmerzt. Oh, Gott warum hast du deine Augen vor dem Leid von Toto verschlossen, wo
warst du?

Billy ´s Tagebuch
Ich bin jetzt fast ein ¼ Jahr bei meinem neuen Rudel und ich wollte Dir mal aus meinem
Leben erzählen.
Zuerst war alles neu und fremd und sehr aufregend. Es war schlechtes Wetter, ständig pfiff
der Sturm um das Haus und ständig hat ein anderes neues Geräusch mich verwirrt. Das
war schon unheimlich und ich musste mich oft auch nachts zu Wort melden.
Das fand Frauchen nicht so doll, aber nach ein paar Tagen habe ich mich an die Geräusche,
und mein Frauchen ans bellen gewöhnt.
Ich habe ein Riesenkorb (viel zu groß) im Wohnzimmer, diesen nimmt auch von Zeit zu Zeit
die alte Hundedame Buddy (bald 21 Jahre) in Besitz, na ja, dann lass´ ich sie eben.
Mein Lieblingsplatz ist sowieso die Couch.
Außerdem stehen im Schlafzimmer noch 2 kuschelige
Körbchen, und stell Dir mal vor, auch das will Buddy mit mir teilen, dass finde ich nicht
so gut und brumme ich sie an...aber ansonsten kommen wir gut miteinander aus.
Auch im Schlafzimmer habe ich ein Lieblingsplatz entdeckt: morgens, kurz bevor irgend so ein
komisches Ding plärrt, husche ich zu Frauchen ins Bett, da ist es kuschelig warm.
Ach, lieber Hundegott was kostet die Welt?
Stell Dir mal vor, kam doch so ein Hundetrainer und wollte mir beibringen was ich darf und
was ich nicht darf.
Dem habe ich mal gezeigt wo Baddel den Most holt, obwohl es war nicht alles schlecht, einiges
habe ich auch behalten. Und das größte war, alles kommt im Fernsehen. Mein Frauchen
sagt SWR3 - da, bin ich ja mal gespannt. Da kannst Du dann die ungeschminkte Wahrheit sehen.
Weißt Du, ich habe ständig Angst wenn Frauchen aus dem Hause geht und das Rudel
mich wieder alleine lässt und ich einsam bin. Mittlerweile weiß ich, auch durch
den Hundetrainer, dass dies nicht der Fall ist. Ich kann schon eine Weile alleine bleiben und
vor dem Supermarkt lege ich mich gelangweilt auf den Boden. Aber ein bisschen Angst ist immer
noch da.
Ansonsten geht es mir recht gut hier. Ich bekomme 2 x Futter am Tag, bekomme viele Leckerlis,
aber ich habe noch ein kleines Futterdepot entdeckt: Wenn niemand zuschaut klaue ich den Katzen
das Futter, das schmeckt doppelt gut.
Haben die das doch hoch gestellt, - aber ich komme trotzdem dran. Bin mal gespannt, wie lange
das noch gut geht.
Wir waren auch schon mal woanders. "Urlaub" nennen die Menschen so etwas. Bin zwar
lieber zu Hause, aber im Allgäu war es auch sehr schön. Es gab sehr viel zu schnuppern.
Herrliche Berg- und Waldluft, Kühe und Wildtiere.
Und stell Dir mal vor, Schnee - weißt Du was das ist? Ich habe es nicht gewusst.
Ich habe im Schnee getollt, dass ist ja was seltsames, so weißes Zeug, und dann bin ich
eingesunken und war nass... aber es hat viel Spaß gemacht.
I feel good - dududududut
Autos liebe ich ja heiß und innig, weißt Du noch?
Frauchen hat mich aus dem Postauto rausgeholt (wohin ich wollte weiß ich auch nicht -
nach Zypern?)
und aus Nachbars Auto. Wenn etwas im Hof zu tun ist, liege ich immer in Frauchen´s Auto,
das ist eine kuschelige Höhle und ich kann dabei alles überwachen.
Auto fahre ich wahnsinnig gerne, nur mit dem schalten habe ich noch Probleme ;-)
Ich habe hier auch Hundefreunde. Mit Valerie gehen wir öfters spazieren und manchmal besucht
sie mich auch, dann spielen wir ein bisschen in meinem Garten.
Direkt in der Nachbarschaft wohnen viele Hundefreunde, Janca, eine blonde Retrieverhündin,
wohnt direkt neben uns. 2-3 mal bin ich von unserem Garten zu ihr abgewitscht und habe sie
besucht.
Dann haben Frauchen und Herrchen geschimpft und mich angeleint. Jetzt lass ich das eben, meistens
;-)
Dann gibt es noch den kleinen Felix. Ein frecher Kerl, erst ein paar Monate alt und will andauernd
spielen. Einmal hat er es geschafft, da habe ich mich erbarmt und mit ihm getobt.
Dann gibt es noch meinen Kumpel Oscar, der oft im Pferdestall gegenüber ist. Manchmal
ist er schon mit uns durch die Felder gestreift. Ein sehr umgänglicher Geselle ist auch
Carlos ein Hoverwart.
Wir wohnen direkt am Feldrand, da laufen viele Hunde vorbei, deshalb gibt es immer interessantes
zu schnuppern. Es gibt schon viele meiner Zeitgenossen, die ich mag. Aber Sam, aus dem Nachbarhaus
kann ich überhaupt nicht leiden.
Zum Rudel gehören auch Fiona und Jonas. Mit ihnen spiele ich oft. Spielzeug mag ich am
liebsten wenn es quietscht - dann ist es bald in tausend Fetzen zerlegt.
Aber hier zu unserem Rudel gehören noch 2 zickige Katzen. Kessy hat mich in den ersten
Tagen mal angefaucht, huuuch - da war ich aber erschrocken. Inzwischen haben sie mich akzeptiert
und haben keine Angst mehr vor mir, ich auch nicht mehr vor ihnen. Wir haben die Grenzen absteckt,
denn sie haben verdammt scharfe Krallen, kann ich Dir sagen!
Wenn die Katzen doch mal an mir vorbei sausen, muss ich auch mal hinterher. Doch dummerweise
sind sie immer schneller auf dem Baum und mir bleiben nur meine Runden um den Mammutbaum.
Am Fahrrad laufen habe ich auch schon gelernt. Das macht Spaß. Da kann ich mich richtig
auspowern. (Wie beim Kaninchen jagen) Da kommt keiner hinterher...und ich kann Frauchen Tempo
bringen.
Wie Du siehst, kannst Du Dich beruhigt um Dein Rudel kümmern, mir geht es hier gut und
ich fühle mich sauwohl.
Und jetzt gehe ich mal schwanzwedelnd zu Herrchen und hole mir ein Leckerli, dass klappt meistens,
wenn nicht, lass ich meinen Charme spielen, das klappt immer! Ich habe sie schon richtig dressiert.
Ein liebes Wuff
Billy
Heute bin ich wieder einmal sehr aufgeregt und zappele
durch die Gegend, die Zeit geht so langsam voran, ich könnte die Zeiger der Uhr einpaar
Stunden weiter schieben. Warum ich so bin ? Ganz einfach, heute bekomme ich meinen neuen Pflegehund,
nun bin ich schon über ein Jahr als Pflegestelle tätig, aber das Aufgeregte und die
Spannung sind wie am ersten Tag. Ich werde wohl niemals ruhiger werden. Alles ist vorbereitet
oder habe ich was vergessen ?
Nun lieber nochmals schnell alles überprüfen, doch ich habe alles, Halsband und Leine
liegen bereit,die Futterschüssel steht auch auf ihren Platz, Mensch geht heute die Zeit
wieder einmal langsam voran.
Endlich, der Anruf, wir sind da. Jacke und Tasche haben ja schon bereit gelegen, also ab ins
Auto, nur keine Zeit verlieren, mein Pflegehund wartet schon.
Jetzt werden meine Schritt etwas langsam, denn heute ist ja nicht nur mein Hund angekommen,
nein es waren ja wieder mehrere und alle toben im Hof umher. Runter in die Hocke und jeder
Hund wird erst mal geknuddelt und begrüsst, dabei sind manche so richtige Draufgänger
und andere wiederrum sehr zurück haltend. Naja, aber mein Blick schweift umher und ich
suche meinen Pflegehund, welcher Hund passt auf die Beschreibung, wie wird er wohl sein ?
Endlich, dass muss er sein, leise ruf ich seinen Namen, Kopf hoch und die Ohren werden gestellt
, ja er ist es , aber er kommt nicht, nein er muss mit den anderen weiter im Hof umher tollen.
Natürlich sind wieder alle Hunde bildschön und ich möchte sie alle mitnehmen,
geht aber nicht.Wie immer muss ich versprechen, ich gebe den Pflegehund wieder ab, ich werde
ihn nicht behalten, da dass ist mein grösstes Problem ist , denn 12 mal konnte ich nicht
mehr abgeben. So nun geht es ans einfangen, man dreht eben mehrmals im Hof seine Runde, aber
immer schön hinter dem Hund her, ruf seinen Namen , aber der pfeift einem was.Endlich,
zwar etwas ausser Atem , aber ich habe ihn, jetzt noch schnell Halsband und Leine dann ein
kurzer Gruss und ab nach Hause .
Nun werde ich ruhiger, muss ich auch, denn mein Rudel soll den " Neuen" aufnehmen
und sich nicht durch meine Unruhe nervös machen lassen, denn dann kann es schief gehen.
Klappt, unser Pflegehund ist aufgenommen, kein Problem und ich bin wieder einmal unheimlich
stolz auf meine Hunde. So jetzt muss unser Pflegehund noch lernen stubenrein zu werden, richtig
an der Leine zugehen und noch einpaar Kleinigkeiten, hier werden meine Hunde, mir behilflich
sein, unser neuer muss sich nur unserem Ablauf anpassen, naja hat bis jetzt immer geklappt
es wird bestimmt auch diesmal klappen. Mit Angst denke ich schon an die Vermittlung, denn ich
habe ihn ja jetzt schon ins Herz geschlossen. Na mal schauen, vielleicht bleibt er etwas länger
bei mir, denn behalten darf ich ihn nicht, versprochen ist versprochen. Es ist wird wie immer
sein, der Abschied wird schmerzhaft , aber unser Pflegling hat eine eigene Familie gefunden
.Ein kleiner Trost, denn man hat ihm einen neuen Start ermöglichst und der nächste
Hund wartet schon auf einen Pflegeplatz und seine Chance auf diesem Weg eine Familie zufinden.
Und ich werde wieder zapplig und erneuert aufgeregt sein, wenn der Ankunfttag näher rückt.
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Wir hatten uns für einen alten und behinderten
Hund entschieden, obwohl unsere Freunde abrieten. |
solches Tier genau wissen. Schliesslich sollte dieser
Hund, seinen Lebensabend in unserem Kreis verbringen. Und so fand sich eine kleine 12 Jahre
alte und gehbehinderte Yorkidame namens Patti und wir sagten zu. Als
der bestimmte Tag immer näher rückte wurden wir doch unsicher. War die Entscheidung
richtig, ist die Belastung vielleicht doch zu gross? Fragen über Fragen und keine Antwort
darauf.
Nun war es soweit, wir saßen im Garten und warteten auf die Ankunft von Patti. Endlich,
Frau Phul trug Patti auf dem Arm zu uns. Als erstes sah ich ihre Augen, lustige, kleine, funkelnde
Augen, lebenslustig und kein bisschen müde.
Als Patti auf den Boden gesetzt wurde, brach Sie sofort mit dem Hinterteil zusammen. Sie hatte
grosse Mühe wieder aufzustehen und nun wackelte und torkelte sie über den Boden und
brach wieder hinten ein.
Wir waren auf Pattis Behinderung von Frau Phul vorbereitet worden und glaubten auch wir stehen
darüber. Nein, es war eine Mischung von Entsetzen und Mitleid und das spiegelte sich auch
in unseren Gesichtern wieder. Keiner von uns konnte ein Wort reden. Frau
Phul brach das Schweigen und bot sofort an, den Hund wieder mitzunehmen. " Sie müssen ihn nicht nehmen, Sie sind zu nichts verpflichtet",
waren Ihre Worte. Von uns kam immer noch keine Antwort. Wir waren nicht fähig unseren
Blick von diesem " torkelten" Etwas zu nehmen. Es
dauerte noch eine Weile bis überhaupt ein Ton über unsere Lippen kam. Aber dieser
Hund zeigte uns mit aller Gewalt und mit jedem Gramm Körpergewicht " ich will leben,
ich freue mich am Leben".
Ich glaube Frau Phul wiederholte nochmals ihren Vorschlag, aber da bückte ich mich und
nahm Patti auf den Arm. Mir kamen die Tränen, als Patti sich zärtlich an mich schmiegte,
leise aufstöhnte nach dem Motto " Endlich Zuhause."
Nein, Patti bleibt, war meine Antwort, die gebe ich nicht mehr her!
Frau Phul sagte uns ihre Unterstützung zu und versuchte uns da zu helfen, wo wir Hilfe
benötigten. Sie begleitete uns zu den Tierarztterminen und stand uns immer mit Rat und
Tat zur Seite. Durch Training der Hinterbeine
und durch den Aufbau von Muskeln kann Patti heute schon sehr gut laufen. Sie kann mittlerweile
Treppen steigen oder herunter laufen, es wird von Tag zu Tag etwas besser. Sie wird zwar behindert
bleiben aber wir konnten eine Erleichterung herbeiführen.
Wir haben eine kleine, wunderbare alte Hündin, die mit ihrer Art, sogar unsere Freunde
vom Gegenteil überzeugen konnte.
Man kann noch sehr viel Freude mit einem alten oder sogar behinderten Tier erleben.
Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn ich heute unsere Patti anschaue. Wir sind sehr glücklich
mit ihr und sie konnte dadurch nochmals zu einer alten glücklichen Hündin werden.
Patti dankt es uns jeden Tag mit ihrer unendlichen Liebe.
Wir hoffen mit diesem Bericht, einigen Menschen Mut zu machen auch eine solche Entscheidung
zutreffen.