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Warum Sie Masthühner in der Theke nie mit Füßen sehen...? Masthühner werden oft zu vielen tausenden in dunklen, strukturlosen Tierfabriken aufgezogen. Bis zu 24 Tiere drängeln sich auf einem Quadratmeter. Die Zucht auf möglichst rasches Wachstum macht die Masthühner zu Krüppeln: Sie leiden unter schmerzhaften Beinschäden und Herz- und Kreislauferkrankungen, können kaum noch laufen. |
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Darum! Auch durch die Enge im Stall sitzen die Tiere fast ununterbrochen auf der Einstreu, die immer dreckiger und feuchter wird. Folge sind schmerzhafte Entzündungen und Geschwüre an den Fußballen. Dem Verbraucher wird das verheimlicht - die Beine der Hühner werden abgetrennt, bevor sie in der Verkauf gelangen. Viele Hühner sterben während der Mast an ihren Erkrankungen. Die Überlebenden erreichen in nur 35 Tagen ihr Schlachtgewicht von etwa zwei Kilogramm. |
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Der Verbraucher ist gefragt
Wir setzen uns für ein Ende der industriellen Massentierhaltung von Masthühnern ein.
Unterstützen Sie uns - denn wo die Politik versagt, muss der Verbraucher handeln:
Boykottieren Sie die intensive Masthühnerhaltung!
Wenn Sie weiterhin Hühnerfleisch essen möchten, kaufen Sie Fleisch von Hühnern,
die tiergerecht gehalten wurden - zum Beispiel von Bauern, die sich dem NEULAND-Verein für
tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung oder einem Verband des ökologischen Landbaus
angeschlossen haben.
Quelle Text und Bild : DTB
Die geplante EU-Richtlinie - eine Katastrophe für die »Masthühner«
Mit Enttäuschung und heftiger Kritik haben die deutschen
Tierschutzverbände auf den Entwurf einer Richtlinie der EU-Kommission zur Haltung von
»Masthühnern« reagiert. Er steht in krassem Widerspruch zu einem wissenschaftlichen
Gutachten, das von einem Ausschuss der EU-Kommission erarbeitet wurde, und verfehlt das Ziel,
Verbesserungen für die Tiere zu erreichen.
In der EU gibt es bislang keine konkreten gesetzlichen Vorschriften für die Haltung von
»Masthühnern«. In der erweiterten EU werden fast fünf Milliarden Hühner
pro Jahr gemästet. Das sind mehr Tiere als in jedem anderen agroindustriellen Produktionszweig.
Die Zucht und Haltung der Hühner stellt eine der intensivsten »Produktionsformen«
dar, mit extremen Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere.
Extremes Leiden
Die Zucht auf schnelles Wachstum und die beengte Haltung führen zu schweren Stoffwechselstörungen,
Skeletterkrankungen, Bauchwasser und plötzlichem Tod. Die Todesrate generell - als »Indikator«
gravierender Tierschutzprobleme - ist bei »Masthühnern« wesentlich höher
als bei anderen Hühnerhaltungen. Knochenschwäche und -missbildungen führen beim
Einfangen der Tiere und beim Schlachten oft zu Knochenbrüchen. Durch das lange Liegen
in der verschmutzten Einstreu entzündet sich die Haut, es entwickeln sich schmerzhafte
Brustblasen, Verätzungen am Sprunggelenk und Entzündungen der Fußballen. Schlechte
Hygienebedingungen bewirken Atemwegs- und Schleimhauterkrankungen. Dazu kommt häufig Hitzestress,
verschärft durch die hohe Besatzdichte. Diese bewirkt auch, dass die Tiere ihre normalen
Verhaltensweisen wie Fortbewegung und Erkundung, Ausweichen und Deckung suchen vor Angriffen,
ungestörtes Ruhen oder Staubbaden nicht ausleben können - ein hochgradiger Dauerstress.
Wissenschaftliches Gutachten wird ignoriert
Der Bundesverband hat deshalb vor zwei Jahren gemeinsam mit seinen europäischen Partnern
im Bündnis European Coalition for Farm Animals eine Kampagne gestartet, um auf eine EU-Richtlinie
hinzuwirken, die der quälerischen Intensivmast von Hühnern ein Ende setzt. Ein wissenschaftliches
Gutachten der EU-Kommission gab Anlass zur Hoffnung, dass die klaren Aussagen und Empfehlungen
der Wissenschaftler Eingang in die zukünftige Richtlinie finden würden. Die Wissenschaftler
hatten festgestellt, dass bei einer so genannten Besatzdichte von 30 kg pro qm - das entspricht
etwa 20 Tieren - mit Tierschutzproblemen zu rechnen ist und zwar unabhängig von den klimatischen
Bedingungen im Hühnerstall. Sie empfahlen daher, 25 kg pro qm nicht zu überschreiten.
Doch die Interessen der Geflügelwirtschaft sind stärker als die Ergebnisse der Wissenschaft.
Hühnern droht Verschlechterung
Im Gegensatz zum Gutachten findet sich im jetzt vorgelegten Richtlinien-Entwurf eine maximale
Besatzdichte von 30 kg pro qm. Diese darf sogar unter bestimmten klimatischen Rahmenbedingungen
auf 38 kg pro qm erhöht werden. Das bedeutet, dass 27 Hühner auf einem Quadratmeter
zusammengepfercht werden. Da in Deutschland eine Besatzdichte von 35 kg pro qm üblich
ist, droht den 350 Millionen Masthühnern, die jährlich in Deutschland gemästet
werden, bei einer 1:1-Umsetzung der Richtlinie sogar eine Verschlechterung der jetzt schon
miserablen Lebensbedingungen.
Gemeinsamer Protest der Verbände
Der Bundesverband hat in einer eigenen und in einer gemeinsamen Stellungnahme mit fünf
anderen großen deutschen Tierschutzorganisationen deutlich seine Kritik an dem vorliegenden
Richtlinien-Entwurf geäußert. Neben der geplanten Besatzdichte hat er u. a. auch
das Ausklammern der Zuchtproblematik und das Fehlen von Regelungen zur Haltung von Elterntieren
kritisiert.
Es wäre hilfreich, wenn Sie dem EU-Verbraucherschutzkommissar Markos Kyprianou Ihren Unmut
über den Richtlinien-Entwurf mitteilen und auf die Forderungen des wissenschaftlichen
Ausschusses verweisen würden.
Quelle: Menschen für Tierrechte
Menschen für Tierrechte - Pressemitteilung vom
18.06.2007
Schwere Tierquälerei in mehreren deutschen
Hühnermastbetrieben - Bundesverband
Menschen für Tierrechte erstattet Strafanzeige - aktuelles Bildmaterial liegt vor
Dem Bundesverband Menschen für Tierrechte wurde anonym Bildmaterial zugespielt. Die Aufnahmen
zeigen vier deutsche Hühnermastbetriebe, in denen katastrophale Zustände herrschen.
So sind unter anderem bis zur Unkenntlichkeit skelettierte sowie im Sterben liegende Hühner
zu sehen, die zwischen den lebenden Tieren liegen.
Der Bundesverband will mit den Bilddokumenten aufzeigen, dass die derzeit in Deutschland übliche
Haltung von "Masthühnern" besonders tierquälerisch ist. Diese Zustände
dürften noch schlimmer werden, wenn die am 7. Mai 2007 vom EU-Agrarministerrat - unter
der Ratspräsidentschaft von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer - beschlossene
Richtlinie zur "Masthühner"-Haltung 1:1 in nationales Recht umgesetzt werden
sollte.
Denn in Deutschland ist eine Besatzdichte von 35 kg/m2 üblich. Dies entspricht bis zu
25 Hühnern pro Quadratmeter. Die neue EU-Richtlinie lässt sogar 42 kg/m2 zu; die
Tierhalter könnten somit bis zu 30 Tiere auf einen Quadratmeter pferchen. "Viele
Hühner halten den Stress der drangvollen Enge schon unter den jetzigen Haltungsbedingungen
nicht aus und sterben bereits während der Mast. EU-weit sind dies jährlich 130 Millionen
tote Hühner!", so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes. "Wenn künftig
noch mehr Tiere zusammengedrängt werden dürfen, wird dies zu noch größerer
Tierquälerei führen." Der Verband fordert daher eine deutlich strengere Umsetzung
der Richtlinie in nationales Recht.
Dass die Richtlinie "ein großer Erfolg für die tiergerechtere Haltung von Masthühnern"
sei, wie vom Bundeslandwirtschaftsministerium dargestellt, bezeichnet Dr. Simons als Farce.
"Mit dieser Richtlinie wird Tierquälerei
legalisiert. Es ist erschütternd mitanzusehen, dass ein Bundesminister, der für Tierschutz
zuständig ist, sich so
tierfeindlich verhält", so der Verbandsvorsitzende.
Deutschlands »Masthühner« müssen noch enger rücken
Der Bundesverband
Menschen für Tierrechte ist erschüttert
über den gestrigen Beschluss der EU-Landwirtschaftsminister zur Haltung von »Masthühnern«.
In deutschen Ställen dürfen dadurch Enge und Tierquälerei noch verstärkt
werden. Der Verband wirft der Regierung vor, diese massiv tierquälerische Richtlinie unter
deutscher Ratspräsidentschaft zum Abschluss gebracht zu haben.
Es gab bislang keine EU-Rechtsvorschriften zur Haltung und Zucht von »Masthühnern«.
In Deutschland existiert nur eine freiwillige Vereinbarung. Nach dieser fasst ein Quadratmeter
Bodenfläche höchstens 35 Kilogramm Masthühner, das sind in etwa 25 Tiere. Die
jetzt beschlossene Maximaldichte liegt bei 42 kg pro qm für Stallverhältnisse, wie
sie in Deutschland üblich sind. Danach dürften deutsche Mäster nun bis zu 30
Tiere auf einen Quadratmeter pferchen.
»Der Beschluss ist eine schallende Ohrfeige an die gutachtenden EU-Wissenschaftler, die
Besatzdichten jenseits der 30 kg als Tierquälerei ablehnen, sowie an alle EU-Bürger,
die sich klar für mehr Tierschutz ausgesprochen haben, » urteilt Dr. Kurt Simons,
Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, »Wir sind erschüttert,
dass die Bundesregierung im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft den Tierschutz derartig
grob missachtet.« Für den Verband ist es auch ein Wortbruch gegenüber dem Koalitionsvertrag
in dem es wörtlich heißt: »Wir werden uns auf EU-Ebene für die Festlegung
von hohen Tierschutzstandards einsetzen, die diesem Anspruch genügen«. Österreich
habe sich hingegen als einziger EU-Staat aus Tierschutzgründen dem Beschluss widersetzt
und nationale Vorschriften mit 30 kg pro qm verabschiedet.
EU-weit werden jährlich mehr als fünf Milliarden Hühner gezüchtet und gemästet,
über 350 Millionen davon in Deutschland. Zucht und Haltung gehören zur stärksten
Intensivierung in der »Nutztier«-Haltung, mit katastrophalen Folgen für Gesundheit
und Wohlbefinden der Tiere. Zu diesem Ergebnis kommt auch ein Bericht des Wissenschaftlichen
Ausschusses für Tiergesundheit und Tierschutz der EU-Kommission. Dieser empfiehlt, eine
Besatzdichte von 25 bis 30 kg pro qm nicht zu überschreiten.