Pelztragen ist eine Gewissensfrage
Wir waren dabei ++++Übelste Tierquälereien ++++Hunde und Katzen Opfer der Pelzmafia ++++Der Anfang eines qualvollen Kampfes
Bundestag will Handel mit Robbenprodukten verbieten ++++Pelz und ein gutes Gewissen passen nicht zusammen - wer Pelz trägt, unterstützt Tierleid
16.11.2011
Pelz tötet
Nach wie vor werden jedes Jahr Millionen Tiere weltweit und auch in Deutschland für diese
angebliche Mode unter grausamen Bedingungen gehalten, gequält und getötet oder qualvoll
in freier Wildbahn gefangen und erlegt. Für die Pelztierhaltung in Deutschland gelten
ab Dezember neue Regelungen. Doch auch diese werden das Leid der Tiere nicht mindern. Der Deutsche
Tierschutzbund fordert ein generelles Verbot von Haltung, Zucht und Jagd von Pelztieren nach
dem Vorbild von England und Österreich. Der Verband ruft dazu auf, generell keinen Pelz
zu kaufen. Das gilt auch für Mode, bei denen Pelz als Accessoire wie Jackenbesatz oder
Kragen verwendet wird. Die Pelzindustrie versucht durch PR-Maßnahmen einen Pelzboom herbeizureden
und die Tierqual zu beschönigen. Dabei lehnt die überwältigende Mehrheit der
Deutschen Pelze ab.
Pelz tötet. Kaufen Sie daher keinen Pelz und auch kein Kleidungsstück, das
mit Pelz versehen wurde. Boykottieren Sie Handelshäuser, die Pelz im Angebot haben. Das
gilt auch für Internethandelsplätze wie z.B. Amazon", erklärt Thomas Schröder,
Präsident des Deutschen Tierschutzbundes zur beginnenden Wintersaison. Der Deutsche Tierschutzbund
fordert zudem ein gesetzliches Verbot der Pelztierzucht. Dazu müsse das Tierschutzgesetz
entsprechend novelliert werden, denn das sanktioniere derzeit noch die Qualhaltung, ergänzt
Schröder.
Erst 2006 wurden erstmalig überhaupt Regelungen zur
Haltung von Pelztieren im Rahmen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vom Bundesrat verabschiedet.
Die erste Stufe der langen Übergangsfristen endet jetzt im Dezember, die zweite 2016.
So müssen ab nächstem Monat größere Platzvorgaben für die Tiere erfüllt
werden. Doch hier kann von keiner echten Verbesserung gesprochen werden. Die Tiere müssen
nach wie vor in kleinen Käfigen auf Drahtgittern sitzen, ohne die geringste Möglichkeit,
artgerechte Verhaltensweisen wie Graben oder Baden ausleben zu können. Diese Haltung führt
zu lang anhaltenden Leiden", kritisiert Schröder.
13.02.08
Entscheidung zu Handelsverbot von Robbenfellen im Bundeskabinett
verschoben: Enttäuschung beim Deutschen Tierschutzbund
Auf der Tagesordnung des Bundeskabinetts stand heute die Beratung eines Gesetzesentwurfs von
Bundesverbraucherminister Horst Seehofer, nachdem die Einfuhr, der Handel und die Verarbeitung
von Robbenprodukten verboten werden sollten. Nach der Sitzung steht nun fest, dass die beteiligten
Bundesministerien zunächst mit der Europäischen Kommission die Frage der Vereinbarkeit
des Gesetzentwurfs mit Europäischem Recht und Welthandelsrecht abklären. Die
gute Absicht war offenbar da, aber es fehlt scheinbar die letzte Konsequenz, sich mit tierschützerischem
Mut über Bedenken hinwegzusetzen. Wir hätten es uns gewünscht, dass Deutschland
wie die Niederlanden oder Belgien eine Vorreiterrolle eingenommen hätte.
Nun setzen wir aber darauf, dass die rechtliche Klärung unverzüglich läuft,
damit für die bevorstehende Jagdsaison das Signal gegeben wird: Schluss mit Robbenqual.
Ansonsten unterstützt Deutschland auch in diesem Jahr wieder indirekt den Tod von 250.000
Tieren. Das Tierwohl muss entscheidend sein, nicht bürokratische Bedenken so Thomas
Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes.
Der Deutsche Tierschutzbund fordert, dass schnell ein EU-weites Verbot des Handels mit Robbenprodukten
beschlossen werden müsse. Robbenjagd findet vor allem in der Arktis und im Süden
Afrikas statt. Circa 750.000 Robben von mindestens 15 verschiedenen Spezies werden für
kommerzielle Zwecke jedes Jahr getötet und gehäutet. 60 Prozent der Jagd wurden 2006
von Kanada, Grönland und Namibia durchgeführt. Über 90 Prozent der getöteten
Tiere sind Jungtiere im Alter von zwei Wochen bis drei Monaten. Das Erschlagen mit Knüppeln
oder der Abschuss der Tiere sind mit erheblichem Tierleid verbunden. So erhalten die Robben
bei der Jagd mit einer Art Fischanlandungshaken, dem Hakapik, einen Schlag auf
den Hinterkopf. Der Schädelknochen soll brechen und das Tier bewusstlos werden. Unerfahrene
Jäger brauchen dafür oft mehrere Versuche. Danach wird die Spitze des Hakapiks
tief ins Gehirn getrieben. Es kommt vor, dass die Tiere nicht tot sind, wenn sie enthäutet
werden. Die schlechten Eisbedingungen tragen zudem dieses Jahr dazu bei, dass die Jäger
aus der Ferne schießen. Es ist zu befürchten, dass es dadurch vielfach zu Verletzungen
durch Fehltreffer kommt, die Tiere fliehen und dann elendig ertrinken.
Im Jahr 2005 wurden insgesamt 459,8 Tonnen Bekleidung bzw. Bekleidungszubehör aus Robbenfellen
nach Deutschland eingeführt. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert deswegen an alle Verbraucher,
sich generell gegen Pelzprodukte zu entscheiden, da dadurch unendliche Tierqualen vermieden
würden. Mit seiner Kampagne Pelz tötet sensibilisiert der Verband die
Konsumenten und stellt fest Pelzmode bleibt Qualmode.
14.11.07
Deutscher Tierschutzbund: Pelz und ein gutes Gewissen
passen nicht zusammen - wer Pelz trägt, unterstützt Tierleid
Auch in diesem Winter werden in den Auslagen zahlreicher Mode- und Fachgeschäfte wieder
Pelze und Pelzaccessoires angeboten. Der Deutsche Tierschutzbund macht darauf aufmerksam, dass
die Felle von Tieren stammen, die für die Pelzgewinnung ein Tierleben lang extrem leiden
müssen. Sie werden unter grausamen Bedingungen gehalten, gehandelt und getötet. Auch
ein Etikett, das eine Herkunft aus Ländern mit Haltungsvorschriften garantieren soll,
ist keineswegs Garant dafür, dass die Tiere bis zu ihrem qualvollen Tod ein artgerechtes
Leben führen können. Jedes Jahr werden Millionen Tiere für ein Luxusprodukt
gequält und müssen einen grausamen Tod sterben.
Auch das in diesem Jahr erstmalig an Pelzkleidung angebrachte Etikett mit der Bezeichnung Origin
Assured ändert nichts an den grausamen Haltungsbedingungen der Tiere. Es kann lediglich
davon ausgegangen werden, dass die so gekennzeichneten Pelze aus Ländern mit Vorschriften
zur Tierhaltung stammen. Artgerechte Haltungsbedingungen sind den Tieren damit jedoch noch
lange nicht garantiert.
Wenn das Deutsche Pelzinstitut dieses Label mit dem Bio-Etikett vergleicht, ist das ein
Skandal und kommt einer Verhöhnung des Tierschutzes und einer bewussten Verbrauchertäuschung
gleich, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Der Verbraucher
wird so vorsätzlich über die Realität in solchen Tierfabriken getäuscht.
Angesichts der unglaublichen Qual in Pelzfarmen - auch in Ländern mit vorgeschriebenen
Haltungsbedingungen - ist diese Kennzeichnung ein Hohn und keinerlei Garant für einen
respektvollen Umgang mit den Tieren, so Apel.
Ob Nerze, Füchse, Chinchillas oder Kaninchen, die Tiere werden weltweit allein des Profits
wegen unter erbärmlichen Bedingungen gezüchtet, gehalten und getötet. Allein
in Deutschland gibt es 29 Pelztierframen, in denen z.B. Nerze noch immer in winzigen Drahtkäfigen
gehalten und schon im Alter von sechs bis sieben Monaten vergast werden. Ein Großteil
der Mode wird importiert - als Mantel, Mütze oder auch Accessoires.
Bereits am 3. November 2006 hat der Bundesrat eine erste Haltungsverordnung für Pelztiere
verabschiedet. Wesentliche Verbesserungen für die Tiere werden aber erst nach jahrelangen
Übergangsfristen in Kraft treten. Wir brauchen ein generelles Verbot der Pelztierhaltung
in Deutschland. Und wir brauchen Verbraucher, die sich nicht von den falschen Versprechungen
der Modeindustrie blenden lassen. Pelz ist und bleibt Qualmode - boykottieren sie alle Pelzprodukte,
fordert Apel die Verbraucher auf.
Bundestag will Handel mit Robbenprodukten verbieten
Am 19.10.2006 hat der Bundestag für ein nationales Einfuhr- und Handelsverbot aller Robbenprodukte
gestimmt. Der entsprechende Antrag der Fraktionen CSU/CDU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die
Grünen wurde einstimmig angenommen. Deutschland nimmt dadurch eine Vorreiterrolle in der
EU ein, denn bislang ist nur der Import der Felle der Neugeborenen Robben, die als whitecoats
(Weißmäntelchen) oder bluebacks (Blaurücken) bezeichnet werden, verboten. Eine
gesetzliche Umsetzung des Verbots in Deutschland muss nun schnellst möglich erfolgen.
Geplant ist, dem Deutschen Verbot in Zukunft dann auch auf europäischer Ebene ein Handelsverbot
für Robbenprodukte folgen zu lassen.
Ein wichtiger Schritt
Damit ist ein wichtiger Schritt im Kampf der Tierschützer gegen das grausame Robbenschlachten
Kanadas und Norwegens gewonnen. Schon in den 60er Jahren wurden Proteste gegen das Töten
der Robben laut, nachdem die ersten Bilder von der kommerziellen Robbenjagd im Fernsehen ausgestrahlt
worden waren. Als Resultat und aufgrund des Niederganges der Sattelrobbenpopulationen führte
die kanadische Regierung 1971 eine Quotenregelung für die Jagd ein. Die Populationen hatten
Gelegenheit sich zu erholen, bis die Robben für schuldig am Niedergang der Kabeljaubestände
erklärt wurden und die kanadische Regierung 1996 die Fangquote kurzum wieder auf 250 000
Tiere erhöhte. Über 1,5 Millionen Robben wurden allein in den letzten vier Jahren
getötet.
Grausame Jagd
Die Robbenjagd ist grausam. Sie beginnt jeweils Ende Februar/Anfang März sobald die Jungtiere
geboren sind. Über 90% der getöteten Tiere sind Jungtiere im Alter von 2 Wochen bis
3 Monaten. Durch einen Schlag auf den Hinterkopf mit der stumpfen Seite des Hakapik, einer
Art Fischanlandungshaken, werden die Jungrobben niedergeschlagen. Der Schädelknochen soll
dabei sofort brechen, das Tier bewusstlos werden. Doch oft wird dafür mehrfach zugeschlagen.
Dann wird die Spitze des Hakapik tief ins Gehirn der Robbe getrieben. Ein Schnitt durch die
Blutgefäße der Vordergliedmaßen soll dafür sorgen, dass das Tier ausblutet
und tatsächlich nicht mehr zu Bewusstsein kommt. Doch oft wird dieser unterlassen um das
Fell nicht zu verschmutzen. So kommt es vor, dass ein Tier nicht tot ist, wenn es enthäutet
wird. Robben abzuschießen ist jedoch keineswegs weniger grausam. Oft brauchen die Schützen
mehrere Schüsse um ein Tier zu töten. Angeschossene Robben können fliehen. Sie
tauchen unter und ertrinken elendig. Drei von vier angeschossenen Robben werden nicht wieder
gefunden. In Norwegen dürfen Robben seit 2005 auch von Touristen gejagt werden.
Haarsträubende Argumentation der Pelzindustrie
Dass zu große Robbenpopulationen die Kabeljaubestände gefährden, konnte wissenschaftlich
nicht bestätigt werden. Kabeljau macht nur maximal 3% der Nahrung einer Sattelrobbe aus.
Heute gilt es als sicher, dass Überfischung und schlechtes Fischereimanagement die Hauptschuld
an den zurückgehenden Kabeljauzahlen tragen. Abgesehen von der Jagd bewirken verstärkt
auch andere Faktoren eine Abnahme der Robbenpopulationen. Die Klimaerwärmung führt
dazu, dass vermehrt feste Eisschollen fehlen, auf denen die Weibchen ihre Jungen gebären
können. Allein 2002 führten schlechte Eisbedingungen nach Schätzungen von kanadischen
Regierungswissenschaftlern zu einer Verfünffachung der Jungtiersterblichkeit. Außerdem
sind Robben immer wieder Beifang beim kommerziellen Fischfang.
Europa wird aktiv
Bislang werden Felle, Fleisch und Fett der Robben auch nach Europa importiert. Im Juni 2006
wurde die Robbenjagd Thema der Sitzung des Tier- und Artenschutzausschusses des Europäischen
Parlamentes. Der Deutsche Tierschutzbund forderte die Deutschen Abgeordneten schriftlich auf,
an dieser wichtigen Sitzung teilzunehmen. Die Aktion wurde ein Erfolg: Im September 2006 hat
das Europäische Parlament eine schriftliche Erklärung abgegeben, in der die EU-Kommission
aufgefordert wird, eine Verordnung für ein Verbot von Import, Export und Verkauf von Produkten
der Sattelrobben und Klappmützen zu entwerfen.
Deutschland setzt sich an die Spitze
Noch vor der EU hat Deutschland auf diese Entwicklung reagiert: Die Fraktionen der CSU/CDU,
SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen formulierten am 4.10.2006 in einem gemeinsamen
Antrag an den Bundestag, ein EU-weites Importverbot zu fördern, aber ab sofort den Handel
mit Robbenprodukten in Deutschland zu unterbinden. Der Antrag wurde am 19.10. in den Bundestag
eingebracht und einstimmig beschlossen.
Quelle:DTB
Wir waren wieder dabei - Grossdemo gegen die Pelzmesse Fur+Fashion am Sa. 24.03.07
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Am Sa. den 24.03.07 fand eine Grossdemo gegen die Pelzmesse Fur+Fashion in Frankfurt statt.
Trotz Proteste vieler Tierschutzorganisationen duldet die Stadt Frankfurt jedes Jahr auf ihrem Messegelände die Durchführung der Pelzmesse Fur + Fashion. Damit unterstützt sie die deutsche Pelzindustrie massiv und duldet stillschweigend das damit verbunde Elend der Tiere. Pelze wachsen nun mal nicht auf Bäumen, für jedes noch so kleine Stückchen Pelz leidet und stirbt ein Tier."Es hat gelebt, geatmet so wie wir, Pelz ist ein Stück ermordetes Tier!" Mit dieser Anklage zogen wir Demonstranten durch die Stadt und drückten damit unsere ganze Hilflosigkeit, Trauer und Wut vor dem sinnlosen, barbarischen Gemetzel an diesen uns ausgelieferten, wehrlosen Tieren aus. So mancher Passant konnte die auf einem Monitor vorgeführten Bilder nicht anschauen. Bilder, die zeigten, wie Tieren bei vollem Bewußtsein das Fell abgezogen wurde, wie sie niedergeknüppelt wurden und keine Chance hatten zu entfliehen. Man schaute weg, dem Zuschauer bleibt diese Möglichkeit - das Tier muß all diese Grausamkeiten erleiden. Man muß keine Pelze tragen, um zu überleben. Modegags und Standardsymbol rechtfertigen keineswegs, daß hierfür Tiere unter den schlimmsten Bedingungen gehalten und getötet werden. Jeder der Pelz trägt unterstützt eine tierverachtende Industrie und auch der kleinste Fetzen Fell am Pullover oder Schuh, ob eingefärbt oder auf irgend eine Art verfremdet könnte von einem von uns doch so geliebten Hund oder einer Katze aus einem Drittland sein. Jeder Pelz kostet nicht nur Geld - er kostet Blut.
Bilder der Demo
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Für einen Pelzmantel sterben: 30 - 70 Nerze, 26 - 30 Karakul Laemmchen, 6 - 10 Robben, 10 - 15 Fuechse, 12 - 18 Ozelots, 8 - 12 Luchse, 10 Woelfe |
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Quelle: Menschen fuer Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Übelste Tierquälereien zur Befriedigung menschlicher Luxusbedürfnisse - auf diese Kurzformel lässt sich das blutige Geschäft mit Tieren zur Pelzgewinnung bringen. Dafür darf es in unserer Gesellschaft, die mittlerweile das Staatsziel Tierschutz in ihrer Verfassung festgeschrieben hat, keinen Platz mehr geben. Das gilt es Bundesministerin Renate Künast wieder ins Gedächtnis zu rufen! Seit Sommer 2002 warten wir auf strenge Haltungsauflagen für Deutschlands Pelzfarmer, damit diese endlich ihr grausames Handwerk aufgeben. Doch das Bundesministerium hüllt sich in Schweigen.
Bereits im November 2001 forderte der Bundesrat die Bundesregierung
auf, eine Haltungsverordnung für so genannte Pelztiere zu entwickeln, nachdem der Antrag
auf ein Verbot der »Pelztierhaltung« mit nur einer Stimme die notwendige Mehrheit
knapp verfehlte. Wenige Monate später präsentierte Frau Künast einen mageren
Entwurf, dessen Haltungsvorgaben deutlich unterhalb der Anforderungen der Bundesländer
Hessen, Bayern und Schleswig-Holstein lagen. Nachdem die Bundesministerin sich für das
Verbot der Käfighaltung von Legehennen so mutig und kämpferisch gezeigt hatte, war
diese Vorlage eine herbe Enttäuschung. Auch die Bundesländer Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein
forderten eine deutliche Nachbesserung des Entwurfes. Das war im Mai 2002. Mittlerweile konnten
Deutschlands Pelzfarmer in aller Ruhe ihre blutige Ernte »einfahren«, denn Renate
Künast hat die Haltungsvorgaben auf Eis gelegt. Für diese Pause konnte uns bisher
kein plausibler Grund genannt werden. Vielmehr weist das Rechtsgutachten des Hamburger Juristen
Dr. Ulrich Wollenteit nach, dass sogar ein Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland möglich
und mit EU-Recht vereinbar ist. Außerdem ist die wirtschaftliche Bedeutung der deutschen
Pelzfarmen gering; es gibt noch etwa 30 Nerzhaltungen sowie einige Fuchs- und Nutriafarmen.
Vielleicht unterschätzt Frau Künast den Widerstand, den die Bevölkerung gegenüber
Pelztierfarmen entgegenbringt. Sie sollte ihn spüren und gleichzeitig erfahren, dass sie
auf eine breite Unterstützung bauen kann, sobald sie sich für das Ende der Pelztierfarmen
in Deutschland stark macht. Deshalb schicken Sie an Frau Künast die durch uns vorbereitete
Postkarte und veranlassen Sie Freunde und Bekannte, dies auch zu tun!
Die Postkarten erhalten Sie bei Menschen fuer Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
im Internet unter www.tierrechte.de
Hunde und Katzen Opfer der Pelzmafia - EU-Politiker wurde in berlin Fuendig (von Philippe Debionne)
Es sind die Augen eines unschuldigen Lebewesens: Hunden wie diesem wurde das Fell bei lebendigem Leib abgezogen.
Ein EU-Politiker klagt an. Hunde- und Katzenbabys werden zu Pelzmaenteln, -muetzen, Spielzeug und Kitschdekoration verarbeitet und in ganz Europa verkauft. Das sagte der schottische Abgeordnete und Tierschuetzer Struan Stevenson bei einer Pressekonferenz in Bruessel. Das Unfassbare: er wurde in Berlin fuendig.
"Ich habe im Dezember 2002 eine Katzenfigur in einem Troedelladen in der Strasse Unter den Linden in Berlin entdeckt. Die labortests ergaben, dass das Fell Hundefell war, so der Politiker. Von Stevenson zur Rede gestellt, gab sich der Besitzer des Ladens ahnungslos. Er koenne ja nun nicht jeden einzelnen Artikel auf seine Herkunft ueberpruefen.
Der 55-Jaehrige EU-Abgeordnete Stevenson kaempft seit Jahren einen einsamen Kampf. Sein Ziel: Ein Verbot der Ein- oder Ausfuhr von Hunde- und Katzenfellen. Denn von Asien aus, wo das brutale Haeuten der Welpen nicht verboten ist, gelangen die Felle nach Europa.
Offiziell gibt es in den 15 Mitgliedsstaaten der EU keine Fellverarbeitung dieser Art.
Eine glatte Luege.
Den Beweis dafuer erbrachten Tierschuetzer in Belgien. Mit versteckter Kamera filmten sie drei Pelzhaendler. Dort wurden zwei Decken verkauft, an denen noch deutlich Pfoten und Schwaenze zu erkennen waren. Eine der Decken wurde in einem Labor getestet. Das grausige Ergebniss: Katzenfell
BBC News hat Beweismaterial gesehen, dass darauf hindeutet, dass in der EU Katzen zur Pelzgewinnung in Farmen gehalten werden.
Es wird angenommen, dass zigtausend, moeglicherweise hundertausende Katzen und Hundefelle jedes Jahr in der EU gehandelt werden.
Nein zum Pelzhandel bei C&A
Seit Oktober 1998 hat C&A wieder "Pelzabteilungen" in ihren Modehaeusern
eingefuehrt. Der Handel mit Pelzen ist immer ein grausames und blutiges
Geschaeft auf Kosten der Tiere.
Wo ist die von C&A behauptete Verantwortung geblieben, wenn Nerze im
Alter von 7 Monaten zu Tode erstickt werden? Was ist das fuer eine Moral,
die es zulaesst, dass Fuechse, kaum ist ihnen ihr erstes Winterfell gewachsen,
mit einem Stromschlag getoetet werden? Wie laesst sich der C&A-Handelskodex -
"Die Ausbeutung schutzloser Individuen und Gruppen wird unter keinen Umstaenden
toleriert" - mit Pelzfarmen vereinbaren: Nerze, Fuechse und andere Pelztiere
werden hier in Gefangenschaft geboren, muessen - der Freiheit entzogen -
in kleinen, engen, kargen und tristen Kaefigen ein Leben verbringen, welches
nicht nach ihren beduerfnissen, sondern nach dem Profit ausgerichtet ist.
Jedes noch so kleine Stueck Pelz bedeuted Leid und Tod fuer die davon betroffenen
Individuen.
30 - 70 Nerzen, 26 - 30 Karakul Laemmchen, 6 - 10 Robben, 10 - 15 Fuechsen,
12 - 18 Ozelots, 8 - 12 Luchsen, 10 Woelfen
das Leben
Der Anfang eines qualvollen Kampfes
Klick! Ein teuflischer Schmerz schiesst in ihrer linken Vorderpfote hoch.
Die Fuechsin will sie zurueckziehen - und wird von ihrer eigenen Kraft flach
auf den Boden gepresst: die Pfote ist eingeklemmt. Die Faehe legt die
Ohren an und fletscht dem unbekannten Feind die Zaehne entgegen.
Dann beisst sie zu. Die Zaehne knallen auf den harten Stahl. Jetzt wird die
junge Fuechsin von Panik erfasst. Das ist der Anfang eines langen qualvollen
Kampfes. Der Sieger steht schon fest. Rasend vor Wut, Angst und Schmerz springt
sie hin und her, zerrt an der Falle. Eine Wunde oeffnet sich an der Pfote.
Immer wieder beisst sie ins Eisen. Da - knirschend bricht der erste Zahn.
Dann der zweite. Wellen von Schmerzen durchzucken den kleinen Koerper.
Aber sie beisst weiter. Die Todesangst verleiht ihr unheimliche Kraefte. Wieder
und wieder zerbricht ein Zahn. Blut spritzt aus der Schnauze und aus der Pfote.
Der Schnee faerbt sich rot. Minutenlang schwindet das Bewusstsein.
Apathisch liegt sie da. Dann faehrt der Schmerz wieder ein. Die Angst.
Die ohnmaechtige Wut.
Stunden vergehen. Immer laenger werden die Pausen der Apathie.
Die Nacht kommt und vergeht. Immer wieder ruettelt sie der Ueberlebenswille hoch.
Ploetzlich steht er ueber ihr, der Zweibeiner. Noch einmal will sie die Zaehne fletschen.
Pathetische Geste: nur noch vier Stummel stehen im blutigen Kiefer.
Mit angstvoll geweiteten Augen sieht sie den Knueppel heruntersausen.
Ein dumpfer Schlag. Seufzend streckt sie sich aus.
Tod eines Tieres. Eines Pelztieres.
Quelle: tierschuetzer 1/99

In Kanada und Norwegen werden auch dieses Jahr wieder tausende von Robben brutal getötet. Die grausame Jagd auf die Tiere beginnt am 22.März 2000 für Klappmützen und am 10. April 2000 für Sattelrobben. Das Abschlachten der Tiere dauert bis 5. Mai 2000.
Die Robben werden mit einem oder mehreren Schlägen auf den Hinterkopf betäubt, oftmals sind sie noch nicht einmal tot wenn sie enthäutet werden. Auch beim Abschießen der Tiere spielen sich Tragödien ab. Ist eine Robbe nur verletzt, versucht sie in ihr natürliches Element, das Wasser, zu fliehen. Viele Tiere ertrinken jämmerlich.
Robben sind nicht für den Rückgang des Fischreichtums verantwortlich. Ihre Nahrung besteht aus Krabben, Tintenfischen, Schalentieren und nur zu einem Viertel aus Fischen.
Alle Bemühungen diese diese Massaker zu verhindern blieben bisher erfolglos.