Subventionen für Tiertransporte gestrichen
- Auszeichnung für EU-Kommissarin
Fischer Boel
EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel wird heute in Brüssel durch den 'Bund der Steuerzahler
in Europa' für ihren Einsatz zur Streichung von Tiertransport-Subventionen ausgezeichnet.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßt diese Auszeichnung ausdrücklich
und bekräftigt die Dringlichkeit weiterer Maßnahmen.
Mehr als zehn Jahre lang hatte der Bundesverband
Menschen für Tierrechte gemeinsam mit dem 'Bund der Steuerzahler in Europa' dafür
gekämpft, dass Lebendtiertransporte nicht mehr durch Subventionen gefördert werden.
Im Dezember 2005 wurden diese Ausfuhrerstattungen für 'Schlachtrinder' endlich gestrichen.
Die oft tagelange Tortur des quälerischen Transports der zur Schlachtung deklarierten
EU-Rinder zu den weit entfernten Schlachthöfen des Nahen und
Mittleren Ostens nahm damit ein Ende. Dies ist der Entschlossenheit Fischer Boels zu verdanken.
Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte: "Wir danken Frau Fischer Boel herzlich. Sie wagte in einem komplexen System aus EU- und Welthandelsbestimmungen einen überfälligen Schritt. Leider sind die tierquälerischen Transporte nicht generell vorbei. Denn der Export von 'Zuchtrindern' wird nach wie vor subventioniert. Wir fordern die EU-Kommission auf, auch diese Subventionen zu streichen."
Bei den 'Zuchtrindern' handelt es sich um meist
hochträchtige Jungkühe, die - weiterhin mit EU-Steuergeldern gefördert -
den weiten Weg nach Marokko, Algerien, in den Libanon oder nach Russland antreten müssen.
Auch diese Subventionen sollten baldmöglichst abgeschafft werden und nicht erst Ende 2013,
wozu sich die EU im Rahmen eines globalen Abkommens verpflichtet hat.
Weiterhin fordert der Bundesverband von der
EU-Kommission, auf internationaler Ebene auf eindeutige Tierschutzstandards hinzuwirken, damit
auch andere exportstarke Länder wie z. B. Brasilien dem Beispiel der EU folgen und zukünftig
auf Transporte von lebenden Rindern in den Libanon verzichten.
Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes
Qual auf vier Rädern: Aktionstag gegen Tiertransporte am 1. Juli erinnert an qualvolle Tiertransporte
Ausgeschlagene Augen, gebrochene Beine und
blutige Wunden das ist grausamer Alltag bei Tiertransporten. Rund 360 Millionen Tiere
durchleiden Jahr für Jahr diese Höllenqual auf Europas Straßen. Das sind täglich
1 Million Tiere - auch am Tag gegen Tiertransporte. Grund für diese Kulturschande
Europas ist allzu oft die Profitmacherei der Agrarindustrie. Dringend erforderlich ist
endlich eine europaweit gültige definitive Begrenzung der Transportzeiten!
Die Szenen, die sich auf den Tiertransportern abspielen, gleichen Horrorszenarien: Eingepfercht,
verletzt, ohne Wasser und bei drückender Hitze werden die Tiere zum Teil tagelang transportiert.
Die neue EU-Gesetzgebung zum Schutz der Tiere beim Transport, die 2007 in Kraft tritt, wird
gegenüber der bestehenden wohl kaum zu mehr Tierschutz beitragen., so Wolfgang Apel,
Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Denn nach wie vor werden Tiere legal tagelang
auf engstem Raum zusammengepfercht bei hohen Temperaturen transportiert werden dürfen.
Erhebliche Tierschutzprobleme treten gerade bei den Langzeittransporten auf. Und trotzdem werden
Transporte lebender Rinder in den Libanon oder nach Ägypten noch immer durch Subventionen
belohnt, obwohl die Tiere bei diesen langen Transporten besonders leiden. Wir brauchen
dringend striktere Vorschriften zum Schutz der Tiere, allen voran eine Begrenzung der Transportdauer.
Zudem müssen die Kontrollen drastisch verstärkt werden, damit die Vorschriften heute
und in Zukunft endlich eingehalten werden. Schlussendlich muss die Qual auf vier Rädern
aber ein Ende haben!, fordert Apel, Dazu gehört auch, die Subventionen zu
streichen und die regionale Landwirtschaft zu stärken, damit die Transportwege wieder
kurz werden.
Es muss noch viel passieren, damit ein ausreichender Schutz der Tiere beim Transport gewährleistet
ist. Umso wichtiger ist es, dass die Grausamkeiten, die die Tiere bei den unsinnig langen Transporten
erleiden, nicht vergessen werden. Daran erinnert der Tag gegen Tiertransporte am
1. Juli.
Die wichtigsten Vorschriften der neuen EU-Verordnung
Kuenftige Transportdauer für alle Tiere: 9 Stunden (bisher, je nach Tierart zwischen 19 und 29 Stunden), dann 12 Stunden Pause, ehe die Reise weitergeht. Das bedeutet in der Praxis eine deutliche Verlängerung. Dauerte z.B. ein Rindertransport bisher 29 Stunden, waeren dies kuenftig 65 Stunden (9+12+9+12+9+12+2)
Waehrend der Pausen sollen die Tiere nicht abgeladen werden, sondern auf dem LKW bleiben. Dadurch soll der Stress beim Be- und Entladen entfallen. In der Enge des LKW nehmen aber nicht alle Tiere Futter und Wasser auf. Die Temperaturregelung ist problematisch und es kann vor allem bei Schweinen zu Rangkaempfen und Verletzungen kommen.
Weitere Einzelbestimmungen koennen zu besseren Transportbedingungen fuehren. Viel wird jedoch von den Kontrollen abhaengen.
Die neuen Regelungen muessen nicht erst in nationales Recht umgesetzt werden, sondern sind unmittelbar bindend.
Die EU-Kommission hat wieder einmal nicht gewagt, Tiere nur so weit transportieren zu lassen, dass sie keine langen Pausen brauchen. Die Gefahr, dass die Mehrheit der EU-Agrarminister dies ablehnen wuerde, schien ihr offenbar zu hoch. Schon die aktuellen Vorschlaege gehen vor allem den suedlichen Mitgliedslaendern zu weit.
Keine EU-Gelder fuer Schlachtrinder-Transporte
Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Kuenast hat die EU aufgefordert, die Subventionen fuer den Export von lebenden Schlachtrindern sofort zu streichen. "Ich bitte Sie, die Ausfuhrerstattung fuer lebende Schlachtrinder fuer alle Destinationen auf Nul zu setzen", schrieb dei Gruenen-Politikerin nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" in einem Brief an EU-Agrarkommissar Franz Fischler.
Die EU foerdert Lebendexport pro Schlachtrind mit 200 Euro. Bruessel bezuschusst dem Blatt zufolge die Rinder-Transporte zurzeit mit 45 Millionen Euro im Jahr. nach massiven Protesten duerfen seit Januar maennliche Tiere nur noch nach Aegypten und Libanon geliefert werden, wo auf Grund religioeser Rituale Rinder lebend geschlachtet werden muessen.
Kuenast kritisiert, dass die Ausfuhr lebender Schlachtrinder dennoch kaum reduziert wurde, da ohnehin beinahe ausschliesslich nach Libanon exportiert werde. Nach Erhebungen des Ministeriums wurden im vergangenen Jahr etwa 110.000 Schlachtrinder nach Libanon transportiert - rund 87% aller Ausfuhren. Fuer dieses Jahr werden den Angaben zufolge Exporte im gleichen Umfang erwartet.
Trächtige Kühe machen Pause im Kraichgau
Wie die Autobahnpolizei an der A6 Viehtransporte stoppt
In Baden-Württemberg wird gegen quälerische Viehtransporte vorgegangen. Um das den
Journalisten zu beweisen, lud Agrarminister Willi Stächele zur nächtlichen Kontrolle
an die Autobahn. Nicht nur der Politiker hat dabei viel gelernt.
Von Rudi Fritz
"Tiertransporte sollen zukünftig nicht länger als acht Stunden dauern. Außerdem
braucht die EU für die Ausstattung der Viehtransporte einheitliche Vorgaben." Der
baden-württembergische Landwirtschaftsminister Willi Stächele (CDU) hatte in der
Nacht auf Freitag an der A 6 nahe der Raststätte Kraichgau im Quartier der Autobahnpolizei
diesen Satz kaum ausgesprochen, als Autobahn-Veterinärin Annette Menn in den Raum stürmte.
Soeben habe man einen für Griechenland bestimmten Transport mit 35 Rindern gestoppt, 22
davon trächtig - das sei doch wohl der rechte Hintergrund für das zu später
Stunde angesetzte Pressegespräch.
Es wurde auch für den Minister zur Demonstration dessen, was von dem, was man wünscht,
geht und was nicht. Der Transporter, ein 15 Meter langer 40 Tonnen schwerer Lastzug hatte um
die Mittagszeit im niederländischen Friesland die 60-Stunden-Reise nach Thessaloniki begonnen.
An Bord waren, übereinander stehend auf zwei Etagen, 35 schwarz-weiß gefleckte Zuchtrinder,
22 von ihnen sichtbar guter Hoffnung. Die trächtigen Kühe sollen künftig die
griechische Rinderzucht bereichern.
Zwar steht im Forderungskatalog des Agrarministeriums und in einem Verordnungsentwurf der EU-Kommission,
"der länger dauernde Transport sehr junger Tiere bzw. der Transport trächtiger
Tiere ist verboten" - doch was tun? Die meisten dieser Kühe jedenfalls waren trächtig.
Auch anderes ging nicht zusammen in dieser Nacht an der A 6. Zwar konnte der 45-jährige
Fahrer des Transports nachweisen, dass seine Tiere sauber auf dem Aufleger stehen, dass er
30 Pack Heu und 800 Liter Wasser an Bord hat und er die Fahrt- und Ruhevorschriften eingehalten
habe. Trotzdem dauerte sein Aufenthalt im Kraichgau länger als vorgesehen. Erstens saß
er allein am Steuer, ohne den in Deutschland vorgeschriebenen Zweitfahrer. Zweitens fehlten
die Versicherungspapiere für den Aufleger. Beides wird binnen weniger Stunden in Ordnung
gebracht.
Nicht immer geht es so glimpflich ab. "Wenn wir mehr Personal hätten, brächten
wir noch weit mehr ans Tageslicht", sagt Polizeihauptkommissar Armin Röser, der bei
der Autobahnpolizei im Kraichgau den Ermittlungsdienst leitet. "Beim Transport von Nutz-
und Zuchttieren geht es ja meist gut ab. Aber bei vielen Schlachttiertransporten kann man nur
sagen: arme Säue."
Die Zahl der reisenden Tiere muss in die Millionen gehen. Anders lässt sich die Statistik
nicht lesen, die im Jahre 2001 rund 310 000 Kontrollen am Bestimmungsort erfasst hat und rund
300 000 kontrollierte Begleitdokumente ausweist. Der Anteil der Kontrollen in Baden-Württemberg
an den bundesweiten Kontrollen betrug 16,9 Prozent. Minister Stächele kündigte an,
die Zahl der Kontrollen zu verstärken. Schon jetzt gibt es enge Vorschriften. Mehr als
acht Stunden dürfen die Tiere schon bisher am Tage nicht gefahren werden. Im Fahrplan
des holländischen Griechenland-Transports war sogar ein 24-stündiger Stopp im italienischen
Monte Chiari vorgesehen, wo die 35 Kühe zu Fütterung und Erholung ins Freie dürfen,
ehe die Fahrt bis Bari fortgesetzt wird, wo Lastzug samt Ladung auf die Fähre nach Griechenland
rollen.
Tierpsychologen haben allerdings sehr unterschiedliche Auffassungen darüber, ob solche
Kurzaufenthalte sinnvoll sind oder ob sie nicht zusätzlichen Stress verursachen. Für
Baden-Württemberg ist ein solcher Streit müßig, denn im ganzen Lande gibt es
keine einzige so genannte Aufenthaltsstation für Tiere. In Sinsheim wurde deshalb schon
wiederholt die Werkhalle der Autobahnmeisterei in einen Stall umgewandelt, gelegentlich wurden
Tiere auch bei hilfsbereiten Bauern untergebracht. Deren Mirtarbeit hält sich allerdings
in Grenzen, zu groß ist die berechtigte Furcht, dass Infektionen das eigene Vieh gefährden.
Die Tierseuchen- und Tierschutzbestimmungen beißen sich häufig mit den Lenkzeit-Vorschriften
für die Fahrer. Das führt dann dazu, dass bei der Einhaltung der einen Vorschrift
eine andere verletzt wird. Dieser Zustand zwingt die kontrollierenden Polizeibeamten zur Güterabwägung
- nicht selten dürfen deshalb die Transporte weiterfahren, obwohl sie eigentlich festgehalten
werden müssten. Die zuständige Tierärztin im Veterinäramt des Rhein-Neckar-Kreises,
Annette Menne, erzählt schauerliche Beispiele, bei denen Polizei und Tierärzte hilflos
waren. So sei in einer Nacht ein beanstandeter Transport von Zuchtbullen in einem völlig
überladenen Fahrzeug ("die Tiere lagen mehr über- als nebeneinander") mangels
eigener Aufenthaltsstationen von der deutschen Polizei ins elsässische Cappelen eskortiert
wurde: "Wohin mit 50 schreienden, seit 20 Stunden unversorgten Bullen?"
Auch Stächele musset sich von den Experten erzählen lassen, dass derzeit der Libanon
das wichtigste Exportland für lebende deutsche Rinder ist. Arabische Länder importieren
aus religiösen Gründen kein Fleisch. Jährlich rund 300 000 Rinder aus der EU
erdulden deshalb erst die Strapazen der langen Fahrt, um dann erst nach religiösen Vorschriften
geschlachtet zu werden. Auf der Reise vom Norden in den Süden wird Transitland Deutschland
in ganzer Länge durchquert, was die Polizei vor kaum lösbare Aufgaben stellt. Da
mag sich Baden-Württemberg noch so sehr um neue und härtere Vorschriften als sonst
in der EU bemühen. Angesichts dieser Erlebnisse und Erkenntnisse wusste auch Minister
Stächele in Sinsheim keinen Rat. Ordnungs- und Bußgelder, die in Deutschland als
einzige Abwehrmaßnahme verhängt werden, haben keine Wirkung, glauben die Fachleute.
"Sie sind in den Transportkosten bereits einkalkuliert", sagt die Veterinärin
Annette Menne.
Unfreiwilliger Boxenstopp auf der Rennbahn des Tiertransports
Von Roland Muschel
Der Holländer Herman K. versteht Europa nicht mehr. Zumindest tut der Fahrer eines Tiertransporters
so. Was in seinem Heimatland erlaubt sei, verstoße in Deutschland gegen das Gesetz? Obwohl
beide Staaten der Europäischen Union angehören? "Frau Doktor", schreit
der 40-Jährige erregt, "Ihr habt zu machen, was die EU sagt". Doch "Frau
Doktor" ist da anderer Meinung. "In Deutschland ", entgegnet Veterinärin
Annette Menne unbeirrt, "gelten schärfere Vorschriften - und an die haben auch Sie
sich zu halten."
Doch für Herman zählen die Gesetze des globalen Tiertransport-Marktes. "Du kannst
reden, was Du willst - ich muss auf jeden Fall rechtzeitig am Hafen von Thesaloniki sein."
Es ist bereits zehn Uhr nachts und die Zeit läuft gegen Herman, da er auf seinem Weg von
Holland nach Griechenland keine Kilometer reißen kann, sondern stehen muss - mitsamt
den 35 trächtigen Zuchtrindern in seinem Viehtransporter. Und das ausgerechnet an der
Autobahnraststätte Kraichgau an der A6 bei Sinsheim, auf seinem Weg durch Deutschland
also, das bei den Experten als "Formel-Eins-Strecke" der europäischen Tiertransportszene
gilt.
Weil die Fahrer versuchen, das Transitland innerhalb von neun Stunden zu durchqueren. Solange
dürfen sie hierzulande regulär am Steuer sitzen - und jenseits der deutschen Grenzen
müssen sie ohnehin nicht mehr mit Kontrollen rechnen.
Darauf hat wohl auch Herman spekuliert. Stattdessen inspizieren Veterinärin Menne und
eine Streife des Autobahnpolizeireviers Sinsheim seinen 40-Tonner samt der lebendigen Fracht.
Ein Rind kann vor Erschöpfung schon nicht mehr stehen, das Wasser ist viel zu knapp bemessen.
Nichts Besonderes für Polizeihauptmeister Gerd Freimüller. Seit 1997 kontrollieren
der 31-Jährige und seine Kollegen, unterstützt durch Veterinärin Menne, verstärkt
Tiertransporte. Ein Rind, dem der Euter bei lebendigem Leib abfault. Pferde mit ausgestochenen
Augen. Eine frisch operierte Kuh, auf der Artgenossen rumtrampeln. Alles haben sie schon gesehen.
"Menschen können grausamer sein als Tiere", sagt Freimüller. Auch gegen
sich selbst. Herman müsste laut Vorschriften bis zum nächsten Morgen eine Pause einlegen.
Einen zweiten Fahrer, der den Holländer ablösen könnte, hat sich seine Spedition
aus Kostengründen gespart.
Nun haben die Kontrolleure ein Problem: Zwingen sie Herman, die vorgeschriebene Rast einzulegen,
müssen sie die Rinder abladen. Aber ein reguläres Notquartier für gestrandete
Tiere existiert nicht. In einem besonders gravierenden Fall hat die Autobahnmeisterei Sinsheim
deshalb eine Garage kurzerhand zum Kuhstall umfunktioniert. "Wer prüft" , klagt
Menne, "hat Probleme. " Von schärferen Vorschriften hält sie deshalb wenig:
"Gesetze, die man nicht durchsetzen kann, bringen nicht viel." Derzeit deutet wenig
darauf hin, dass die Vergehen abnehmen.
Herman muss in dieser Nacht einen Kollegen einbestellen, der ihn ablöst. Als der eintrifft,
geht der Transport weiter - mit einigen Stunden Verspätung und einer Anzeige im Gepäck.
Herman hat eine Kaution in Höhe von 250 Euro hinterlegt. "Der", weiß Veterinärin
Menne, " fährt nächstes Mal eine andere Strecke." Wahrscheinlich wieder
alleine.
Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de
und http://newsregional.stimme.de
Tiertransporte in der Europaeischen Union
250 Millionen Tiere im Jahr werden per LKW, Bahn oder Schiff transportiert. In den Mitgliedsstaaten der EU sind es allein 14 Millionen. Dabei handelt es sich zum grossteil um Tiere, die zur Schlachtung bestimmt sind.

Ein voellig erschoepftes Rind auf dem Weg von Deutschland nach Beirut.

Dieses Schwein lag schwerverletzt auf der Ladeflaeche eines Tiertransporters. Es war bereits fuenf Stunden unterwegs und sollte zu einem Notschlachter transportiert werden. Anhand von Fotos wies man vor Gericht nach, dass sich das Tier waehrend der gesamten Fahrt nicht auf den Beinen bewegt hat und nicht transportfaehig war. Es wurde Strafanzeige erstattet.
Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich dafuer ein, dass die Schlachttiertransporte quer durch Europa beendet werden. Anzahl und Dauer der uebrigen Tiertransporte muessen erheblich verringert werden.
Quelle: du und das tier 04/99