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Thema Zirkus |
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MHT fordert Gastspielverbot für Zirkusse die mit Tieren auftreten in Worms+++++++++++++++++++++++++++
Jedes Jahr ziehen ca. 300 Zirkusse durch Deutschland...+++++++Was tut die Stadt Worms?++++++++++++
Stellungnahme zur Tierhaltung des Zirkus Charles Knie von MhT Worms e.V ++++Der Panther von Rainer Maria Rilke
Zirkus Giovanni Althoff ++++Zirkus Charles Knie (Bilder)++++Zirkus Krone (Bilder)++++Zirkus Simoneit-Barum (Bilder)
Zirkus Alberti (Bilder)++++Zirkus Universal Renz (Bilder)++++Zirkus Fliegenpilz++++Mahnwache
Zirkus Busch-Roland (Bilder) ++++Zirkus Probst (Bilder) ++++Zirkus Baronn (Bilder) ++++Zirkus Renz (Bilder)
Zirkus Renz vom 10.12. bis 13.12.09 in Worms-Herrnsheim
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Wer das elende Leben von Zirkustieren sich ansehen will, kann dies in Worms-Herrnsheim tun. Auf einem privaten Platz hat Zirkus Renz seine Zelte aufgeschlagen.Der Zirkus führt 1 Kamel,4 Ponys, 1 Büffel, Ziegen und zwei Pferde mit. Von einem Außengehege ist nirgendwo auch nur eine Spur zu sehen. Ebensowenig ein Tier. Weggesperrt in einem Zelt, sehen wir nur kurz den Kopf des Kamels, das zwischen Dach und Rückwand Frischluft schnuppert. Der Platz ist viel zu klein, um Außengehege aufstellen zu können. Der unbefestigte Boden eine riesige Wasserwüste. Zwei Transportwagen mit offenen Rampen sind zu sehen. Für den Betrachter ein Horror. Laut Zirkusleitlinie sind Außengehege ein unabdingbares "muß". Sind die Plätze zu klein, um Außengehe aufzubauen, sind sie schlichtweg ungeeignet und dürfen nicht angefahren werden. Es kann nicht sein, dass Tiere die Zeche zahlen, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen. |
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Es ist schon schlimm genug, dass sie Tag für Tag über unsere Straßen gekarrt werden. Das Außengehege eines Kamels darf nicht unter 150 qm sein, so die Zirkusleitlinie.Man sollte sich einmal Gedanken darüber machen. "Neben Zirkuswagen und Manege müssen für alle Tiere zusätzliche techn. Einrichtungen vorhanden sein, die weitere Fläche sowie zusätzliche Reize wie Witterungseinwirkungen, unterschiedliche Bodenstruktur usw. anbieten.(z.B. Veranden, Außengehege oder kombinierte Innen-Außengehege)."Leitlinien Stand:04.August 2000 |
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Zirkus Baronn vom 03.10.08 bis 12.10.08 in Worms
Jeder, der einen Zirkus mit Tieren besucht,
sollte sich darüber im Klaren sein, dass er Tierleid unterstützt! In fahrenden Unternehmen
können Tiere nie artgerecht gehalten werden! Selbst die Mindestanforderungen, die die
Zirkusleitlinie vorschreibt, werden regelmäßig nicht eingehalten. Wenn die Lichter
in der Manege ausgehen, verschwinden die Zirkustiere in ihren engen Käfigen. Tiger, die
in der freien Wildbahn riesige Reviere durchstreifen, werden in Transportwagen weggesperrt.
Reizarme Umgebung und lebenslanger Knast führen oftmals zu massiven Verhaltensstörungen.
Wer gibt uns das Recht dazu? Es wird Zeit, dass diese Tierquälerei ein Ende hat!
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In aneinander gereihten Boxen sind die Lamas.. |
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....Ponys und Großpferde jeweils zu zweit untergebracht. |
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Eine minimale Einstreu, durchsetzt mit Unrat. |
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Wassertränken, unerreichbar für die Tiere! |
In diesem Transportwagen fristen die Tiger ihr Dasein. |
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Ein Außengehege, nach der Zirkusleitlinie unbedingt erforderlich, ist nicht aufgebaut! |
Die leeren Wassertränken der Ponys, Lamas + Großpferde |
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Täglich standen Tierschützer der Tierrechtsinitative Rhein-Main und des Tierschutzvereins "Menschen helfen Tieren Worms e.V." vor dem Zirkus und protestierten. |
Nach den anhaltenden Protesten wurde für den Tiger ein nach oben offenes Außengehege am 7.10.08 aufgebaut. Es hatte wederBeschäftigungsmöglichkeiten noch erhöhte Liegeflächen. Der Tiger wurde von uns nie darin gesehen. Ponys,Pferde + Lamas erhielten einen Freilauf. |
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Baronn Frankenthal 18.10.2008 |
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Nachfolgende Bilder boten sich uns, als Baronn kurz nach seinem Gastspiel in Worms in Frankenthal gastierte. |
Der einzeln gehaltene Tiger in seinem Gefängnis. |
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Weit und breit ist kein Außengehege zu sehen, obwohl genügend Platz vorhanden ist ein Gehege aufzubauen. |
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Eine Verhöhnung des Tierschutzes und der Behörden. Baronn scheint nur auf massiven Druck seinen Tieren die minimalsten Freiräume einzugestehen. Eine Schande für jeden mitfühlenden Menschen - eine Quälerei höchsten Grades! |
Protest gegen Zirkus
Tierschützer kritisieren Baronn / Stadt macht Auflagen
Vom 07.10.2008
Von
Susanne Müller
"Artgerecht ist nur die Freiheit" und "Kein Applaus für Tierquälerei":
Mit deutlichen Sprüchen, großformatigen Transparenten und Megafon-Durchsagen protestierten
gestern Demonstrierende der "Tierrechtsinitiative Rhein-Main" und Mitglieder des
Wormser Vereins "Menschen helfen Tieren". Sie hatten sich vor der Kasse des Zirkus
Baronn postiert, der noch bis zum kommenden Sonntag auf dem Festplatz gastiert. Und genau so
lange soll auch der Protest gegen die Tierhaltung dauern. Bis zum 12. Oktober wollen die im
Tierschutz Engagierten täglich einige Stunden vor dem Zirkuszelt Stellung beziehen.
Sie wollen die Besucher und Passanten darauf aufmerksam machen, wie Tiere leben müssen,
die in der Manege für die Besucher nur wenige Minuten zu sehen sind - ihrer Meinung nach
keinesfalls artgerecht. Zirkus Baronn führt in Worms einen Tiger, zwei Pferde, Ponys,
Lamas und Guanacos mit. "Wie der Zirkus Baronn sie hält, ist ein ziemlich starkes
Stück", sagte Victor Hahn von der Tierrechtsinitiative, "wir werden Anzeige
erstatten - die Zirkusleitlinie wird bei weitem nicht eingehalten". So gebe es kein vorgeschriebenes
Außengehege für den Tiger, die anderer Tiere hätten nicht ständig Zugang
zu Wasser. "Dass die Zirkusleitlinien nicht eingehalten werden, ist doch wohl ungeheuerlich",
bekräftigte auch Waltraud Phul von "Menschen helfen Tieren". Ein Besuch der
Tierschau sei nur möglich, wenn man die Vorstellung besucht, "somit hält man
sich neugierige Tierschützer vom Leibe". Ein Außengehege für Tiger müsste
sofort nach Ankunft am neuen Gastspielort aufgebaut werden. "Bei unserer Kontrolle am
Samstagnachmittag war davon aber weit und breit nichts zu sehen." Auch bei den Lamas,
Ponys und Pferden seien Missstände festzustellen.
Reinhold Lieser, als stellvertretender Abteilungsleiter des Bereichs Umweltschutz und Landwirtschaft
auch für den Tierschutz zuständig, betonte, dass Zirkus Baronn gemeinsam mit dem
zuständigen Amtsveterinär Dr. Michael Lay überprüft worden sei: "Wir
hatten nur leichte Beanstandungen und haben hier auch Auflagen gemacht, die kontrolliert werden
- so wurde ein Hufschmied beauftragt, Hufpflege vorzunehmen". Ein Auslauf für den
Tiger sei am vergangenen Mittwoch aufgebaut gewesen, "es ist aber richtig, die Tiere hatten
kein Wasser". Die Zirkusleute hätten aber versichert, alle Tiere etwa alle drei Stunden
zu tränken. Schon vor dem Gastspiel des Zirkus sei dieser - gemäß einem entsprechenden
Stadtratsbeschluss und dem vorliegenden Fragenkatalog - überprüft worden: "Und
hier hatten wir nichts zu bemängeln."
Und der Zirkus? Er wolle nicht mit den Demonstranten diskutieren, sagte Jerome Frank von Baronn:
"Die Tiere haben es bei uns besser als in einem Stall. "
Waltraud Phul vom Wormser Verein Menschen
helfen Tieren, Christine Jeck, Victor Hahn und Nadine Hornung (von links) wollen ihren Protest
bis zum Ende des Gastspiels von Baronn aufrechterhalten.Foto: Niepötter / masterpress
Zirkus Krone in Hagen
Westfälische Rundschau 25.07.08!!!
Jubilee•: Glanzvolle Premiere gestern im Circus Krone auf dem Höing. Das Publikum
war von den tierischen Stars und ihren Dompteuren, von atemberaubender Artistik und der klassischen
Clowns-Nummer begeistert.
Weniger begeistert dagegen soll Hagens Amtsveterinär beim Besuch der Tiergehege gewesen
sein.
Tierarzt Bell hatte mehrere Beanstandungen notiert, bestätigte Gerd Siskowski vom Amt
des Oberbürgermeisters auf Anfrage unter anderem sei die Boxengröße
der Pferde bemängelt worden. Es ging dabei um mehrere konkrete Einzelpunkte, nicht um
grundsätzliche Vorbehalte gegen Tierhaltung im Zirkus. Bürgermeisterin Brigitte Kramps,
Tierschützerin aus ganzem Herzen, hatte das dazu veranlasst, der abendliche Premiere fern
zu bleiben, bis die Angelegenheit geklärt ist.
Die Pressesprecherin des Zirkus, Dr. Susanne Matzenau, zeigte sich überrascht: Sie wusste
von keinen Beanstandungen. Was die Boxengröße der Pferde betreffe, liege dem Zirkus
eine behördliche Duldung bis 2009 vor.
Circus Krone - Krone - Jubilee
Tatsächlich war der über 100 Jahre alte Vorzeigezirkus Krone bereits im Dezember
2006 von der Organisation Menschen für Tierrechte• angezeigt worden. Die Stadt
Darmstadt hatte daraufhin eine Geldstrafe von 2 500 Euro verhängt. Das Unternehmen legte
Einspruch ein und zahlte nicht. Ein Termin vor dem Amtsgericht war geplatzt.
Westfälische Rundschau 29.07.2008!
Der Pool fürs Vier-Tonnen-Flusspferd eine bessere Badewanne, das Wildschwein ohne Rotte...
Waren Sie auch im Zirkus? Stadttierarzt Wolfram Bell war zweimal da. Und nicht begeistert.
Er schrieb dem Vorzeige-Zirkus Krone zig Mängel ins Buch (WR vom 25. Juli). Oder besser:
hätte geschrieben, denn das Veterinärbuch lag gar nicht vor.
Dass vieles Show ist, was scheinbar glänzt? Bell und damit die Stadt Hagen drohen Krone
Zwangsgelder in Höhe von rund 3 000 an, wenn Auflagen nicht erfüllt werden.
Der größte Mangel: das Platzangebot für die Tiere. So sei der Pool•
für Poppäa, ein reines Schautier ohne Manegenauftritt, zu klein. Auch Elefanten und
Pferde hätten weder genug Platz noch ausreichend Bewegung. Auf dem angemahnten Paddock
hatte Bell auch bei einer zweiten Visite keinen der 60 Hengste gesehen. Bedenklich - notierte
er zum Zustand besonders eines Elefanten: Verdacht auf Tuberkulose. Nicht nachprüfbar
übrigens, weil besagtes Veterinärbuch in München sei. Auch Elefanten, die Kopfstehen,
will ein Tierarzt so nicht sehen.
Der Zirkus selbst beruft sich auf Ausnahme-Genehmigungen - auch in Sachen Artenschutz. Er war
bereits im Dezember 2006 von Menschen für Tierrechte• angezeigt worden. Die
Stadt Darmstadt hatte daraufhin eine Geldstrafe von 2 500 Euro verhängt.
Pressemitteilung
Menschen für Tierrechte - Bundesverband
der Tierversuchsgegner e.V.
19.05.2008
Zirkus Krone vor Gericht
Darmstadt/Aachen. Am Dienstag, den 20.05.2008, muss sich Christel Sembach-Krone, die Direktorin
des Zirkus Krone, vor dem Amtsgericht Darmstadt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz
verantworten. Tierschützer des Vereins Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner
Hessen Mitgliedsverein des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte hatten,
als der Zirkus in Darmstadt gastierte, Anzeige erstattet.
Zirkus Krone, nach eigenen Angaben Europas größter Zirkus, rühmt sich einer
vorbildlichen Tierhaltung. Doch gerade daran zweifeln Tierschützer seit Jahren. Nun steht
der Zirkus in Darmstadt wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz vor Gericht.
Die Menschen für Tierrechte Hessen erstatteten Anzeige, nachdem sie bei einem Besuch der
Tierschau sieben Elefanten in Ketten angetroffen hatten und diese ausgeprägte Stereotypien
(Verhaltensstörungen) zeigten. Diese deutet der Elefantenexperte Prof. Fred Kurt als Symptom
sozialer Vereinsamung unter Kettenhaltung. Zudem zeigten die Tierschützer an, dass Pferde
und Ponys im Stallzelt in Einzelboxen gehalten wurden. Auslaufmöglichkeiten hätten
nicht bestanden. Eine Gruppe Schweinsaffen wäre in einem vergitterten mit Plexiglasscheiben
versehenen Transportwagen gehalten worden. Lediglich ein Ast und ein Reifen dienten den bewegungsfreudigen
Tieren als Beschäftigungsmöglichkeit.
Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, hofft auf eine
Verurteilung: Es ist erbärmlich, dass in einem so wohlhabenden Zirkus Tiere unter
solch schrecklichen Bedingungen gehalten werden. Dies zeigt einmal mehr, dass eine artgerechte
Haltung von Wildtieren im Zirkus auch mit entsprechenden Mitteln nicht möglich ist.
Deswegen fordert der Bundesverband den Zirkus Krone auf, die Haltung von Wildtieren einzustellen.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit Jahren für ein grundsätzliches
Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus ein, wie es in anderen Ländern, z. B. Österreich,
bereits existiert.
Pressemitteilung
Menschen für Tierrechte - Bundesverband
der Tierversuchsgegner e.V.
19.05.2008 - 12.15 Uhr
Sehr geehrte Medienvertreter,
soeben erfuhren wir, dass die mit unserer heutigen Presseinformation angekündigte
Gerichtsverhandlung in Sachen Zirkus Krone ohne weitere Terminangabe vertragt worden ist.
Mit freundlichen Grüßen
Bundesverband Menschen für Tierrechte
Brief an Minister Seehofer
Herrn
Bundesminister Horst Seehofer
Bundesministerium für Verbraucherschutz,
Ernährung und Landwirtschaft
Wilhelmstraße 54
10117 Berlin
Musterstadt, 25. 4. 2006
Sehr geehrter Herr Bundesminister Seehofer,
sehr erfreut hat mich, dass der unionsgeführte Bundesrat sich am 17. Oktober 2003 entschieden
hat, ein Verbot für
bestimmte wild lebende Tiere im Zirkus zu erlassen. Die Regierung wurde somit beauftragt, einen Verordnungsentwurf
zu erarbeiten, welcher das Halten wild lebender Tiere, und zwar insbesondere von Affen, Elefanten und Großbären, in
Zirkusbetrieben - mit entsprechenden Übergangsregelungen für vorhandene Tiere - grundsätzlich verbietet. Ebenso
ist die zentrale Erfassung von mobilen Tierschauen und Zirkusbetrieben mit Tierhaltung und die Kennzeichnung der in
mobilen Zirkusbetrieben und Tierschauen vorhandenen Wildtiere rechtlich zu regeln.
Dass der Verordnungsentwurf so lange auf sich warten lässt, halte ich für unangemessen für einen Staat,
der Tierschutz zum Staatsziel erklärt hat. Die ehemalige Regierung hat jedoch einige Vorarbeiten zur Rechtsverordnung
geleistet. Der Regierungswechsel darf allerdings nicht dazu beitragen, dass die Fortsetzung der Arbeiten zur Umsetzung
des Bundesratsbeschlusses ins Stocken gerät. Denn die Praxis ist geblieben: Täglich leiden Hunderte von Wildtieren
in Zirkussen, und die Verstöße gegen das Tierschutzgesetz bleiben meist ungeahndet, weil die Kapazitäten zur
Überwachung sowie geeignete Unterbringungsmöglichkeiten
fehlen.
Ich appelliere daher an Sie: Lassen Sie die Zirkustiere nicht noch länger leiden und bringen
Sie jetzt schnellstmöglich
die geforderte Rechtsverordnung auf den Weg!
Mit freundlichen Grüßen
MHT fordert Gastspielverbot für Zirkusse die mit Tieren auftreten in Worms
Offizielles Schreiben an die Stadt Worms am 12.10.2002
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren !
Wir beantragen, dass der Stadtrat ein Gastspielverbot für Zirkusse, die mit Tieren auftreten,
erlässt. Die Städte Heidelberg
und Neustadt gehen mit gutem Beispiel voran. In Neustadt dürfen Zirkusse mit Tieren bereits nicht mehr gastieren und
auch die Stadt Heidelberg hat in einer beispiellosen Aktion in der jüngsten Vergangenheit bereits neun von zehn Anträgen
von Zirkussen abgelehnt.
Wir haben über Jahre hinaus in Worms gastierende Zirkusse überprüft und dabei immer gravierende Verstöße gegen die
Zirkusleitlinie und das Säugetiergutachten feststellen können. Problematisch wird es dann für das zuständige Amt für
Umwelt bzw. das Veterinäramt einzuschreiten, da die Beschlagnahmung der Tiere diese Ämter vor schier unlösbare
Probleme stellt. Wohin mit den Tieren ? Es fehlen Auffangstationen und Plätze die Tiere artgerecht unterzubringen. Dies
ist zudem mit großem finanziellen Aufwand verbunden. Uns Tierschützern liegt natürlich in erster Linie das Wohl der Tiere
am Herzen. Wie inzwischen allen bekannt sein dürfte, ist es für Zirkusbetreiber unmöglich, an den jeweiligen Standorten
auch nur annähernd die erforderlichen Min-destanforderungen zur Haltung der Tiere zu erlangen. Auch weisen wir auf die
Gefährlichkeit für die Bevölkerung hin, die durch nicht artgerechte Haltungsbedingungen Wildtiere derart unter Stress
stellen, dass es schon oft genug zu Unfällen, auch tödlichen, gekommen ist. Seit Monaten steht die Stadt vor dem großen
Problem, den Tiere in der Güterhallenstraße in Worms eine artgerechte Haltungsform zu ermöglichen. Entscheidungen
werden immer wieder hinausgeschoben, weil man nicht weiß, wie man entscheiden soll. Für die Stadt momentan ein Einzelfall,
für uns Tierschützer ein Beispiel von vielen. Nicht artgerechte Haltungsbedingungen und massive Verstöße gegen das
Tierschutzgesetz. Hier ist es nicht einmal möglich den Mindestanforderungen der Zirkusleitlinie gerecht zu werden,
geschweige denn dem Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren, das für diese Tiere
uneingeschränkt greifen müsste. Die Situation dieser Tiere wird sich in den kommenden kalten Monaten extrem
verschlechtern.Wir weisen hier nochmals eindringlich auf die Einzelhaltung des Mandrills hin, der zudem auf der Liste der
stark bedrohten Tiere steht!
Die Käfige für die Tiere sind immer zu klein. Sie können ihren natürlichen Bewegungsdrang in den beengten Haltungssystemen
nicht ausleben. Stressfaktoren wie reizarme Ausstattung, Einzelhaltung und die Transporte von Ort zu Ort verschlimmern
diese Situation.Verhaltensstörungen sind bei Zirkustieren sehr stark ausgeprägt. Tierwidrige Dressuren und oft unzureichende
und unsachgemäße Versorgung führen bei Zirkustieren zu schwerwiegenden körperlichen Beeinträchtigungen.Tiere, die im
Zirkus gezeigt werden sind weder niedlich noch süß, sondern Lebewesen mit ganz spezifischen Bedürfnissen.
Überlegungen, die die Existenz der Zirkusbetreiber als gefährdet sehen, dürfen hier nicht greifen. Diese Menschen haben sich
freiwillig für diesen Beruf entschieden, haben entschieden ihren Unterhalt mit Tieren zu verdienen. Die Tiere hatten diese Wahl
nicht. Wir müssen dafür Sorge tragen, dasss die gesetzlichen Möglichkeiten zum Tragen kommen, zum Schutz der Tiere, für
die wir Verantwortung haben. Sicher ist es für Kinder schön, Tiere hautnah zu sehen. Dies bedeutet aber nicht, dass dies auf
Kosten von Leiden der Tiere geschehen darf. Kinder, die Erwachsenen von Morgen, sollten sensibilisiert werden für die
Bedürfnisse der Tiere, und diese in ihrem natürlichen Lebensraum sehen, um sie zu begreifen. Ein nicht unmögliches
Unterfangen im Zeitalter des Fernsehens.
Am 1.8.2002 wurde das Staatsziel Tierschutz rechtswirksam. Der Artikel 20a in seiner neuen Fassung räumt somit dem
ethischen Tierschutz Verfassungsrang ein. Die allgemeinen auf das Tierschutzgesetz gestützten Grundsätze der Tierhaltung
gelten uneingeschränkt auch für Zirkustiere.
Ihrer Entscheidung sehen wir mit Interesse entgegen und
verbleiben
mit freundlichem Gruß
Waltraud Phul
1. Vorsitzende
Zirkus +++++++ Bilder zum Thema
Jedes Jahr ziehen ca. 300 Zirkusse durch Deutschland. Zirkusse mit Tieren, die ihrer natürlichen Lebensräume entrissen,
in engen Zirkuswagen gehalten, über Deutschlands Straßen rollen. Ein Leben als Unterhaltungsobjekte. Viele Besucher der
Zirkusse denken leider immer noch nicht darüber nach, dass ihretwegen diese Tiere ein jämmerliches Leben führen müssen.
Für Zirkustiere gibt es keine Gesetze - nur Zirkusleitlinien ! Selbst diese Mindestanforderungen umgehen die meisten
Zirkusbetreiber. Auflagen von Amtsveterinären entziehen sie sich, indem sie sehr schnell ihre Zelte abbrechen und
weiterziehen. Eine artgerechte Haltung ist in Zirkussen nicht möglich. Die Gefangenhaltung und Dressur von Tieren ist
immer mit erheblichen Leiden verbunden. Schläge und Futterentzug sind Mittel, den Willen der Tiere zu brechen. Gern
gehaltene Publikumsmagnete sind Elefanten, Tiger, Bären, Kamele, Affen und Giraffen. Ein exotischer Tierbestand verspricht
volle Kassen. Oftmals sind schon die klimatischen Bedingungen bei uns für viele Zirkustiere denkbar ungeeignet.
Viele Tiere erleiden Erfrierungen, weil die Zirkusse nicht die Möglichkeit haben, sie ihren Bedürfnissen entsprechend zu halten.
Kaum einer denkt darüber nach, dass hier Tiere aus ihren Familienverbänden gerissen werden. Das Tierkinder brutal von
ihren Müttern getrennt werden. Kein Tier fühlt sich in Gefangenschaft wohl. Kein Elefant liebt die Fussfessel, die ihn am
Weglaufen hindert. Elefanten, die einen stark ausgeprägten Familiensinn und ein festgefügtes Sozialverhalten haben,
werden nur zu oft als Einzeltiere gehalten. Obwohl die Zirkusleitlinie eine Einzelhaltung nur in Ausnahmefällen gestattet,
ist die Einzelhaltung an der Tagesordnung. Kein Zirkustier liebt die Peitsche, die es zum Gehorchen zwingt.
Würden wir unseren Kindern die volle Wahrheit über das Leben eines Zirkustieres sagen, wir fänden bei Ihnen sicher kein
Verständnis.
Leider gibt es für misshandelte Zirkustiere immer noch zu wenig Auffangstationen. Hier ist der Gesetzgeber gefragt.
Solange Zirkusse exotische Tiere mitführen dürfen, muß gewährleistet sein, dass für ihre Unterbringung im Falle der
Beschlagnahmung gesorgt ist.
Wenn Sie einem armen Zirkustier helfen wollen, besuchen Sie keinen Zirkus mit Tieren mehr. Damit endlich ein Umdenken
stattfindet und Tiere nicht für oberflächliches Amusement leiden müssen.
Zirkus Probst vom 17.10.07 bis 21.10.07 in Worms
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Das Mitführen eines Giraffenbullens ist aus tierschützerischen Aspekten zu verurteilen. Der ständige Transport von Gastspielort zu Gastspielort ist für diese Tiere aufgrund ihrer Anatomie eine ungeheuere Belastung. |
Die Löwen waren in einem dreigeteilten Transportwagen untergebracht. Sie hatten zum Zeitpunkt unseres Besuches keinen Zugang zum Außengehege. Es fehlten erhöhte Liegeflächen, Kratzbäume und Spielzeug.Dem Außengehege fehlte eine Sicherheitsabdeckung. |
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Das Nashorn hatte einen einsam umherliegenden Holzblock im Außengehege. Ein tristes und karges Leben ohne Beschäftigung. |
Mehrere Kamele, Rinder und Pony´s im Stallzelt. |
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Eine Elefantenkuh (im Bild) hatte ein steifes Vorderbein und mehrere Vernarbungen an Körper und im Gesicht. |
Bundesweit laufen Bestrebungen gegen eine Haltung
von exotischen Tieren in Zirkussen. Um dies auch in den Gedanken der Wormser Bürger zu
manifestieren halten wir es für unsere Pflicht, über das Leben von Zirkustieren aufzuklären.
Der Besucher muß sich darüber im Klaren sein, dass durch seinen Besuch Tiere ein
Leben in Gefangenschaft fristen. Vergnügen für 2 Stunden rechtfertigt keine lebenslange
Haft von Wildtieren!
Was beim Zirkus Probst auffiel waren zwar größere Gehege als üblich, die Ausstattung
dieser war alledings karg und reizarm.
Zirkus Busch-Roland in Worms vom 25.04.07 bis 29.04.07
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Da Busch-Roland keine Tierschau hatte, konnten wir die Unterbringung der Tiere nur aus der Ferne begutachten.
Ein einsamer Löwe auf einer Terrasse...
Abgestellt.....
Verwahrt....... |
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Die einzigen Tiere die wir in einem Auslauf vorfanden
Die Rückseite des Raubtierwagens. Dahinter das Außengehege. Nutzlos ohne Verbindung zum Wagen, ohne Ausstattung, keine erhöhten Liegeflächen, keine Abdeckung nach oben. Als Attrappe aufgebaut.
Armselig....... Der Zirkus ist im Besitz eines Mönchsgeiers. Wo das Tier untergebracht war, entzieht sich unserer Kenntnis. Laut Gutachten steht ihm Außengehege von 24 qm zu. Eine falknerische Haltung ist aus tierschützerischen Gründen abzulehnen. Das Gelände in Worms bietet jede Menge Platz um große Außengehege aufzubauen. Platz- mangel kann in Worms nie ein Argument für zu kleine oder fehlende Außengehege sein! |
Zirkus Simoneit-Barum in Worms vom 08.11.06 bis 12.11.06
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Pferdehaltung
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++++++++++++ Die Pferde und Ponys werden bei Barum in Boxen gehalten. Für Pferde, die Fluchttiere sind, eine Tortur. Die Dromedare fanden wir in einem überdachten Außengehege, ebenso die Boxen der Ponys. |
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Tsavo, das einsame Nashorn
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Tsavo wurde 1974 in Holland geboren und ist seit 1978 im Besitz von Barum. Sein Lebensraum ist ein Zirkuswagen und ein Außengehege. Lt. Leitlinie soll im Stall eine Mindesttemperatur von 18 Grad C sichergestellt sein, wichtig sind Scheuerbalken aus Weichholz, schwere Holzblöcke, frische Äste und Zweige zur Beschäftigung. Das Aussengehege muß mindestens 125 qm groß sein. Davon träumt Tsavo wohl nur. |
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Kamele und Dromedare
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Lieber nie geboren, als so zu leben ! |
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Tiger und Löwen
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++++++++++++ Die gemischte Raubtiergruppe des Zirkus Barum. Reizarme Umgebung, keine erhöhten Liegeflächen, keine Spielgeräte. |
Zirkus Universal Renz in Worms vom 01.10.09 bis 04.10.09
In Worms gehen die Uhren anders - wenn wundert das?! Während in anderen Städten ernsthafte Bestrebungen laufen, für Zirkusse mit exotischen Tieren ein Auftrittsverbot zu erwirken, breitet Worms seine Arme aus. Auch wenn man durch Zeitungsberichte, jahrelange Aufklärungsarbeit durch Tierschutzvereine über das Elend der Zirkustiere informiert wurde - man trottet in den Zirkus. Tierschschützern verwehrt man den Zutritt zur Tierschau, weil man genau weiß, dass diese Mißstände finden und aufdecken.Als wir Flyer vor dem Zirkus verteilten, um wenigstens den ein oder anderen Besucher wachzurütteln, versuchte man uns unter Polizeiandrohung zu vertreiben. Das Recht nehmen Zirkusleute nur für sich in Anspruch. Aber wo bleiben die Rechte der Tiere? Hunde werden an kurzen Ketten an den Wohnwägen angebunden und Außengehege für Zirkustiere nur so lange aufgebaut, wie die Behörden Dienst haben.Sieht man sich diese Außengehege genauer an, bekommt man es oftmals mit der Angst zu tun. Wie konnten 2 Bärinnen des Universal Renz in Kassel ausbrechen, wenn die Sicherheitsbestimmungen in Ordnung waren? Aber die Zeche zahlte ja nur die Bärin mit ihrem Leben. In Worms kümmert das anscheinend niemand, bis etwas passiert..Hut ab vor der Amtsveterinärin Flohr, diese Frau zeigt Zivilcourage, etwas, was es heute in unserer Gesellschaft nur noch selten gibt. Im Jahre 2006 hatte Renz nur einen Elefanten - 2009 waren gleich3 Elefanten präsent. Tiere, die von einem Zirkus in den nächsten verschoben werden. Elefanten, die normal in Familienverbänden leben, werden je nach Bedarf von einem Zirkus zum nächsten geschoben.. Noch während am Sonntagmittag die Vorstellung lief, war das Außengehege der Bärinnen abgebaut und die Hälfte des Wagen bereits geschlossen. Eingekerkert, damit der Zirkusbesucher sich zwei schöne Stunden machen kann. Welches Tier würde die Gefangenschaft wählen, wenn es die Wahl hätte? Und glauben Sie nicht an das Märchen vom Training mit Belohnung, die Wildtiere gehorchen, werden ihrer Würde beraubt, weil sie Angst vor Bestrafung haben! Jeder, der einen Zirkus besucht, macht sich mitschuldig.
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Ein idyllisches Bild das trügt |
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Auch das ist Alltag im Zirkus. Angekettete Hunde am Wohnwagen. |
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Bärenkäfig am Donnerstag,01.10. |
Bärenkäfig am Sonntag, 04.10. als man wusste, die Ämter haben geschlossen |
Das Aussengehege war abgebaut und der Wagen war halb geschlossen |
Krokodil beisst Zirkuschef Daumen ab
Laut dpa-Meldung vom 4.12.06 wurde in einer Vorstellung
des Zirkus Universal Renz in Le Mans/Frankreich dem Zirkusdirektor Daniel Renz der rechte Daumen
von einem Krokodil während der Reptilienshow abgebissen.
Als Universal Renz vom 10.-14.5.06 in Worms gastierte waren keine Krokodile dabei.
Anders im Februar 2002. Damals warb Universal Renz noch mit Europas größter Reptilienshow
und posierte mit einem Krokodil vor der Kamera bei der Übergabe von Freikarten mit dem
damaligen OB der Stadt. Der hatte wohl Glück, dass er noch alle fünf Finger behielt!
Zirkus Universal Renz in Worms vom 10.05.06 bis 14.05.06
Wir statteten dem Zirkus Universal Renz einen Besuch ab, um uns die Tierhaltung genauer anzusehen. Da wir nach dem ersten Versuch zu fotografieren, sehr agressiv aufgefordert wurden dies zu unterlassen, konnten wir nur wenige Bilder ausserhalb des Geländes machen. Durchweg war es eine katastrophale Tierhaltung.
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Die Ziegenhaltung des Zirkus
Der Lebensraum der Tiger. wie auch bei den Bären, kein Trinkwasser, keine Beschäftigung innerhalb des Käfigs sowie kein Zugang zum Aussengehege.
Das alte Kamel wie auch der Elefant in Einzelhaltung |
In diesem Wagen waren die Bären untergebracht. Sie hatten kein Trinkwasser, keine Bademöglichkeit, keine Beschäftigungsmöglichkeit und kein Zugang zum Aussengehege. Ein Bär hatte eine Verletzung an der Pranke.
In Einzelhaltung
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Managerin darf keine Elefanten halten
Ex-Zirkus-Mitarbeiterin muss wegen Verstoßes
gegen Tierschutzgesetz 600 Euro Strafe zahlen
BAD KREUZNACH/HEIDELBERG (jä/sum).
600 Euro Geldstrafe und für die Dauer von drei Jahren
das Verbot, Elefanten zu halten: So lautete gestern das Urteil des Amtsgerichts Bad Kreuznach
für die ehemalige Zirkus-Managerin wegen vorsätzlichen Verstoßes gegen das
Tierschutzgesetz.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 48-Jährige gemeinsam mit dem Betreiber des
ehemaligen Circus Giovanni Althoff Halterin der inzwischen verstorbenen Elefantenkuh
Maya gewesen war. Der 30 Jahre alte Elefant war 2005 ohne Futter und ohne funktionierende Heizung
bei Guldental zurückgelassen worden. Zuvor war der Zirkus in Oppenheim, Bodenheim, Mommenheim
und Bingen gewesen. Die Kreisverwaltung Bad Kreuznach hatte die Abgabe des Tieres in eine geeignete
Haltung zu erwirken versucht, insbesondere nachdem ein Elefanten-Sachverständiger im Juli
2005 das Tier begutachtet hatte. Der Sachverständige Dr. Olaf Behlert hatte bei Maya eine
chronische Gelenkentzündung festgestellt, die er auf Skelettveränderungen durch die
mehrjährige Zirkusarbeit zurückführte. Die Kreisverwaltung hatte daraufhin ein
Reiseverbot für Maya erteilt, ausgenommen davon war der Transport in eine Pflegestelle.
Bei seinem Abzug hatte der Zirkus nicht dafür gesorgt, dass die für die Haltung von
Elefanten vorgeschriebene Mindesttemperatur von 15 Grad Celsius im Zelt gewährleistet
war. Die Kreisverwaltung beschaffte einen Ersatz für die defekte Zeltheizung und übernahm
auch die Kosten der tierärztlichen Versorgung. Mit Spenden aus der Bevölkerung wurde
das Futter für Maya finanziert. Als unverantwortlich hatte der Sachverständige auch
das Zurücklassen von Maya ohne ein weiteres Tier bezeichnet, da Elefanten in hohem Maße
auf ihre Herde angewiesen seien.
Das kranke Tier war nach längerem Hin und Her schließlich in den Zoo Heidelberg
gebracht worden, wo es aber nach kurzer Zeit starb.
Die Feststellung, dass die 48-Jährige Halterin des Tieres war, begründete das Gericht
auch mit einem Verfahren gegen die ehemalige Zirkusmitarbeiterin vor dem Landgericht Hanau
im Juni 2006. Die 48-Jährige hatte dort in einer Erklärung ihres Verteidigers eingeräumt,
Halterin des Elefanten Maya zu sein. Wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Tierschutzgesetz
hatte sie damals das Hanauer Landgericht zu einer Geldstrafe von 1300 Euro verurteilt.
Die Feststellung des Kreuznacher Gerichts, dass der Zirkus schon seit längerem unter finanziellen
Problemen leide und daher die sachgemäße Haltung der Tiere nicht mehr habe gewährleisten
können, führte gestern im Gerichtssaal zu einem Wutausbruch des Zirkusbetreibers,
der als Zeuge geladen war. Der 71-Jährige unterbrach mehrfach den Richter und wurde gegenüber
einem Vertreter der Tierrechtsorganisation Peta, Dr. Edmund Haferbeck, verbal ausfällig
und bedrohte ihn. Haferbeck kritisierte nach dem Urteil erneut Städte und Kreise auf der
Leidenstour des Tieres des Zirkus, die nichts gegen diese Missstände unternommen
hatten, im Gegenteil: Lokale Politiker hätten sich sogar noch hinter den Zirkus
gestellt und so die Tierschützer desavouiert. Dieses Fehlverhalten sei mit erheblichen
Leiden für die Tiere verbunden gewesen, da diese durch Unterlassung behördlicher
Amtshandlungen nicht abgestellt wurden.
Im Sommer 2004 kam der ehemalige Circus Giovanni Althoff nach Oppenheim
mit ihm fünf indische Elefanten. In der Mitte die verstorbene Elefantenkuh Maya, von zwei
weiteren Tieren fehlt nach Auskunft von Tierschützern bis heute jede Spur.
Zirkus Althoff
Staatsanwalt: Zirkus ließ Maya leiden
Anklage in Bad Kreuznach / Schicksalsweg der Elefantenkuh endet im Heidelberger Zoo
Vom 27.01.2009
BAD KREUZNACH/HEIDELBERG. Vor drei Jahren hatte Elefantenkuh Maya aus dem ehemaligen Zirkus
Giovanni Althoff für Furore gesorgt. Sie war ohne Futter zurückgelassen worden -
Betreiberehepaar und Direktionsassistentin müssen sich verantworten.
Von Christine Jäckel
Der Vorwurf vor dem Amtsgericht in Bad Kreuznach: Giovanni Althoff , Evelyn Althoff und Barbara
Rothmund haben als Eigentümer und Halter des Zirkuselefanten "einem Wirbeltier lange
anhaltende Schmerzen und Leiden zugefügt". Das Tier war nicht angemessen versorgt,
sie hätten in Kauf genommen, dass die Elefantenkuh Schmerzen erleiden musste. Zum Prozessauftakt
am gestrigen Montag erschien aber lediglich die ehemalige Mitarbeiterin; das Verfahren gegen
sie wurde daraufhin abgetrennt. Der Anwalt des Zirkusbetreibers legte ein Attest vor, wonach
dessen Ehefrau erkrankt ist.
2005 war mit dem etwa 30 Jahre alten Tier auch ein Tierpfleger auf dem Gelände geblieben,
der im ehemaligen Zirkus Giovanni Althoff gearbeitet hatte. Der Mann hatte ebenfalls nicht
über Mittel zur Versorgung des Tieres verfügt, schließlich spendeten Bürger.
Die Kreisverwaltung übernahm die Kosten der tierärztlichen Versorgung und sorgte
für eine Zeltheizung, da die zirkuseigene Heizung nicht betriebssicher war.
Wie Amtstierärztin Dr. Petra Bänsch erläuterte, habe sich damals die Kreisverwaltung
veranlasst gesehen, schon bald nachdem der Zirkus auf den Breitenfelser Hof umgezogen war,
aus tierschutzrechtlichen Gründen tätig zu werden. Mit insgesamt fünf Elefanten
und 17 Pferden war der Zirkus vom rheinhessischen Mommenheim nach Guldental umgesiedelt. Der
Zustand der Elefantenkuh Maya sei problematisch gewesen, da sie chronische Schäden am
Skelettsystem hatte und vor Erschöpfung mehrmals zusammengebrochen war. Die Kreisverwaltung
hatte daraufhin die Abgabe des Tieres verfügt. Die Zirkusleitung war außerdem der
Forderung der Verwaltung nicht nachgekommen, ein Konzept für den weiteren Betrieb vorzulegen.
Bei all diesen Verhandlungen sei in erster Linie die Direktionsassistentin ihre Ansprechpartnerin
gewesen, sagte Bänsch.
Der Sachverständige Dr. Olaf Behlert hatte am 16. Juli eine Begutachtung der kranken Elefantenkuh
vorgenommen. Das Tier litt unter einer chronischen Gelenkentzündung, die sich im Laufe
seiner Zirkusarbeit über Jahre verstärkt hatte, erklärte der Gutachter. Im Zelt
auf dem Breitenfelser Hof hatte Maya zudem unter der kalten Witterung gelitten. Für die
Haltung vorgeschrieben ist eine Mindesttemperatur von 15 Grad Celsius. Dass man das Tier darüber
hinaus ohne einen weiteren Elefanten dort zurückgelassen habe, bezeichnete der Sachverständige
als unverantwortlich, da Elefanten als soziale Tiere auf ihre Herde angewiesen seien. Für
Oberstaatsanwalt Norbert Grieser stand nach der Beweisaufnahme fest, dass sich die Angeklagte
eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz schuldig gemacht hatte. Durch die unsachgemäße
Haltung seien dem Tier erhebliche Leiden zugefügt worden, für die auch die 48-Jährige
eine Mitverantwortung treffe. Grieser beantragte in ihrem Fall eine Geldstrafe von 600 Euro
und ein Halteverbot für Elefanten. Der Verteidiger der ehemaligen Direktionsassistentin,
die derzeit arbeitslos ist, begründete dagegen seinen Antrag auf einen Freispruch damit,
dass seine Mandantin gegenüber der Verwaltung lediglich in einer Funktion als Sekretärin
Weisungen ihres damaligen Arbeitgebers ausgeführt habe. Er stellte zudem den Antrag, zu
diesem Punkt den Zirkusbetreiber als Zeugen zu hören. Richter Wolfram Obenauer kündigte
für Montag, 2. Februar, 12 Uhr, eine Entscheidung über den Antrag und eventuell einen
Urteilsspruch an.
Kranker Zirkuselefant bei Paris gerettet
Verwundetes Althoff-Tier nach Suchaktion beschlagnahmt und in einen Zoo überführt
Vom 31.01.2006
cb. PARIS/OPPENHEIM/MOMMENHEIM Tierschutzorganisationen und Behörden haben in Frankreich
eine weitere Elefantenkuh des früheren "Circus Giovanni Althoff" beschlagnahmt.
Das teilen französische Nachrichtenagenturen und der Bundesverband der Tierversuchsgegner
mit.
Die französische Organisation "One Voice" und die Initiative Tierschutz für
Pferde (ITP) aus Vechta hatten die vier Elefanten in den vergangenen Wochen in Frankreich aufgespürt,
nachdem sie der geplanten Beschlagnahme in Deutschland entzogen worden waren. Sie wurden im
November von Bingen aus heimlich nach Frankreich transportiert und dort bei einem Zirkusunternehmen
untergebracht. Mit Hilfe eines Tierpflegers, der die Elefanten zu Althoff-Zeiten betreut hatte,
wurden die Tiere anhand von Fotos zweifelsfrei identifiziert. Daraufhin informierten die Tierschützer
die französischen Behörden, doch wieder wurde ein Tier, die kranke und geschwächte
Elefantenkuh Vicky, dem behördlichen Zugriff entzogen und an einen anderen Ort transportiert.
Jetzt fanden Mitarbeiter von "One Voice" das Tier beim Zirkus "Willie Zavatta",
wo es, so der Bundesverband der Tierversuchsgegner, in einem Lastwagen angekettet gewesen sei.
Vicky habe mehrere Wunden und zeige stereotypes Verhalten. Daraufhin nahm die Organisation
erneut Kontakt mit den Behörden auf, die das Tier jetzt beschlagnahmten und zunächst
in den Zoo von Thoiry brachten. Dort wurde es von einem Wildtierspezialisten betreut. Gestern
kam Vicky nach AZ-Informationen wohlbehalten an ihrem endgültigen Aufenthaltsort, einem
Zoo außerhalb von Frankreich, an.
Der französische Zirkus, bei dem Vicky beschlagnahmt worden war, hatte nach Auskunft der
Tierversuchsgegner keine Papiere, die ihn zur Haltung des Elefanten berechtigten. Der Direktor
des französischen Zirkusunternehmens muss sich nun vor dem Strafgericht Melun südwestlich
von Paris verantworten.
Bereits im November war Elefantenkuh Maja in Guldental bei Bad Kreuznach gerettet worden, nachdem
Giovanni Althoff das kranke Tier dort zurückgelassen und nur mit vier Elefanten nach Bingen-Kempten
weitergezogen war. Maja lebt heute im Heidelberger Zoo.
Der frühere "Circus Giovanni Althoff" saß seit Juli 2004 mehrere Wochen
auf der Oppenheimer Festwiese fest, reiste von dort ins Bodenheimer Unterfeld und fand schließlich
ein Winterquartier in Mommenheim, wo er mehrere Monate blieb. Im Juni 2005 ging es dann weiter
nach Guldental und von dort nach Bingen. Dort leben die Zirkusfamilie und die verbliebenen
Tiere noch immer, gespielt wird aber bislang nicht. Am gestrigen Montag soll im Zirkus nach
AZ-Informationen ein Pony gestorben sein.
Allgemeine Zeitung Mainz/Oppenheim
Pressemitteilung
Menschen fuer Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Kranker Elefant 'Maja' des Giovanni Althoff
endlich in Sicherheit -
Couragierte Amtstieraerztin setzt Tierschutz durch
Der ehemalige Zirkus Giovanni Althoff geriet insbesondere wegen schlechter Tierhaltung vor knapp zwei Jahren in die Schlagzeilen.
Die Genehmigung fuer Auftritte wurde ihm entzogen, das Gros der schlecht gehaltenen Tiere jedoch nicht. Der Bundesverband Menschen fuer Tierrechte freut sich daher ueber das zielstrebige Handeln der Bad Kreuznacher Amtstieraerztin Dr. Petra Baensch, die heute in einer gut vorbereiteten Aktion die schwer kranke Elefantin 'Maja' dem ehemaligen Zirkus Giovanni Althoff weggenommen und in den Heidelberger Zoo gebracht hat.
"Das vorbildliche Handeln von Frau Dr. Baensch hat in Deutschland Seltenheitswert, die meisten Amtstieraerzte kneifen beide Augen zu und warten, dass der Zirkus in einen anderen Kreis zieht. Um das Leiden der Zirkustiere in Deutschland zu beenden, brauchen wir dringend ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen," so Dr. Christiane Baumgartl-Simons, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Menschen fuer
Tierrechte.
Nach Aussagen des Tierrechtsverbandes haette der Landrat des Kreises Mainz-Bingen, Claus Schick, bereits im Fruehjahr des
Jahres die 5 Elefanten, 11 Haflingerhengste und 6 Shetlandponys dem voellig mittellosen Giovanni Althoff wegnehmen muessen, als
sich dieser in Mommenheim niedergelassen hatte. Doch Schick handelte nicht. Zurzeit halte sich Giovanni Althoff wieder mit den Tieren im Kreis Mainz Bingen auf. Nach der heutigen Wegnahme der Elefantin 'Maja', die aufgrund ihrer Erkrankung im Kreis Bad Kreuznach verblieb, muesse nun auch Landrat Claus Schick taetig werden und die restlichen Althoff-Tiere einziehen. Es duerfe nicht geduldet werden, dass ein Landrat den Tierschutz nach eigenem Ermessen umsetzen wuerde.
Jahrelang schon steht der seit Generationen bekannte Zirkus Giovanni Althoff in der Kritik. Insbesondere die Elefantenhaltung wird angeprangert. Elefanten
starben oder wurden eingeschlaefert, die unterernaehrte Elefantenkuh 'Sikim' wurde auf behoerdlichen
Druck hin an den Osnabruecker Zoo abgegeben.
Vor gut einem Jahr wurde der Zirkusbetrieb endlich stillgelegt. Einige Tiere wurden beschlagnahmt,
etliche verblieben jedoch bei Althoff. Gegen drei Verantwortliche
des Unternehmens will die Staatsanwaltschaft Hanau Anklage
wegen Tierquaelerei erheben.
Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes vom 10.06.2005
Elefant aus dem früheren Zirkus Giovanni Althoff muss in Tierklinik - Wanderzirkus darf mit Elefant nicht weiterziehen.
Der Deutsche Tierschutzbund appeliert an die für Tierschutz zuständige rheinland-pfälzische Landesministerin Margit Conrad, die Elefantenkuh "Maja" des früheren Wanderzirkus Giovanni Althoff unverzüglich in eine Tierklinik zu überweisen. Die Weiterreise des Tieres nach Bad-Kreuznach muss gestoppt werden, da erhebliche Zweifel bestehen, dass Elefantenkuh reisefähig ist.
Das Elefantenweibchen "Maja" des ehemaligen Zirkus Giovanni Althoff verletzte sich vor wenigen Tagen offenbar schwer. Nur mit Hilfe der Feuerwehr konnte das Tier wieder auf die Beine gestellt werden, so Medienberichte. bereits vor drei Wochen habe das gleiche Tier ebenfalls nicht aus eigener Kraft aufstehen können. Auch wenn beide Ereignisse ganz eindeutig zeigen, dass der Elefant krank und transportunfähig ist, teilte der Zirkus der Öffentlichkeit nun mit, im Laufe der nächsten Woche nach Bad Kreuznach weiter zu ziehen und auf Tournee zu gehen.
"Der Weitertransport der Elefantenkuh muss gestoppt werden. Das Tier muss unverzüglich in eine Tierklinik eingewiesen und eine gesicherte tierärztliche Diagnose gestellt werden", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Apel fordert die Landesministerin Margot Conrad auf, die Behörde entsprechend zu unterweisen. Der Deutsche Tierschutzbund macht in seinem Schreiben an die Ministerin deutlich, dass es unerträglich sei, dass das zuständige Veterinäramt Kreis Mainz-Bingen die Haltungssituation in den Mommenheimer Hallen immer noch als tiergerecht bezeichne, obwohl nicht einmal das vorgeschriebene Freigehege vorhanden sei.
Die dramatische Zuspitzung der Situation zeigt auch, dass das Thema Wanderzirkus und Wildtiere dringend gesetzlich geregelt werden muss. Die Haltung von Wildtieren in den über 310 Zirkusunternehmen in Deutschland ist aus Gründen des Tierschutzes generell abzulehnen. Europas grösste Tier- und Naturschutzorganisation erneuert zudem die Forderung nach einem Verbot der Haltung von Elefanten, Affen und Grossbären in Zirkusbetrieben sowie einem Bundes-Zirkuszentralregister, damit auch länderübergreifend Informationen über Verstösse gesamelt und ausgetauscht werden können.
Thema Circus Althoff
Zwei Ponys beschlagnahmt
Die Staatsanwaltschaft Hanau hat am Freitag den 20.08.04 zwei Ponys bei Circus Althoff in Bodenheim wegen mangelhafter Haltung beschlagnahmt. Ausser der Stadt Osnabrück, die wegen steuerlichen Unregelmässigkeiten tätig geworden war, ermittelt die Staatsanwaltschaft Hanau gegen den Circus Althoff wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz. Ein Gutachten hatte ergeben, das die beiden Ponys nicht sachgemäss gehalten und leiden würden. Die Ermittlungen zu weiteren Vorwürfen dauern unterdessen an. Ein weiteres Elefanten-Gutachten wird in den nächsten Tagen erwartet. Mittlerweile läuft ein weiteres Verfahren, da die Tierschutzbeauftragte, die bei der Beschlagnahme der beiden Ponys mitgewirkt hat, von Zirkusmitarbeitern aufs übelste attackiert und bedroht worden ist, so ein Behördensprecher.
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Der Zirkus Giovanni Althoff
erhielt Auftrittsverbot!
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Am 01.08.04 fand eine Demo in Oppenheim auf dem Marktplatz statt. Eine Demo vor dem Zirkus wurde von der Polizei und Ordnungsbehörde nicht gestattet. MhT war an diesem Tag auch vertreten. |
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Bilder der Demo gegen den Verbleib der Tiere bei Circus Althoff
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Pressemitteilung
Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Zum Fall Zirkus Giovanni Althoff
Tierrechtler bestärken Vorgehen der Stadt Osnabrück
Mit einem ermutigenden Unterstützungsschreiben hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte sich an den Oberbürgermeister
und die Fraktionen der Stadt Osnabrück
gewendet und seinen Dank gegenüber der stringenten Handlungsweise
des Ordnungsamtes im Fall der Tierhaltung Giovanni Althoff unterstrichen.
Gleichzeitig appelliert er an die Bevölkerung, der Stadt
Osnabrück durch Zuschriften den Rücken
zu stärken.
Der Bundesverband betont, dass die Umsetzung des Staatsziels Tierschutz von der Behörde konsequent in Angriff genommen wurde und hebt
die Notwendigkeit der Umsetzung des Bundesratsbeschlusses
vom Oktober 2003 hervor. Dieser
beauftragt die Bundesregierung, eine Rechtsvorschrift zu erarbeiten, die ein
grundsätzliches Haltungsverbot für Wildtiere, insbesondere
für Elefanten, Affen und Bären vorsieht.
Vier tote Dickhäuter, eine todkranke Elefantin, eine durch Elefanten zu Tode
getrampelte 80 Jahre alte Frau und nicht zuletzt ein enormer
Schuldenberg erübrigen nach Auffassung
des Bundesverband Menschen für Tierrechte jede Diskussion
um eine Fortführung der Tierhaltung bei Althoff. Auch das Verwaltungsgericht
Osnabrück hat bereits die Rechtmäßigkeit des verhängten
Auftrittsverbots bestätigt. Dass sich trotzdem Politiker für die Elefantenhaltung im Zirkus Althoff engagieren, grenzt für
den Verband schon fast an Rechtsbeugung.
Ob die 5 Elefanten und 18 Pferde des Zirkus Giovanni Althoff aus der Manege ausziehen dürfen, entscheidet sich voraussichtlich am 15.
August. Dies ist das Ende der Frist, innerhalb
welcher das Zirkusunternehmen sich äußern muss,
ob es den erteilten Auflagen, u. a. Elefantenhaltung nach dem Säugetiergutachten,
nachkommen muss.
Die Tiere brauchen jetzt Ihre Hilfe
Pressemeldung des Deutschen Tierschutzsbundes
11.08.04 - Keine Rückkehr der Althoff-Tiere in die
Qual-Zirkusmanege Deutscher Tierschutzbund fordert dauerhafte Lösung für die
Elefanten und Pferde
Offenbar steht der Transport der Tiere des Zirkus Althoff von ihrem derzeitigen Standort in
Oppenheim in eine vermutlich großzügigere Unterbringung an einem noch nicht genannten
Ort unmittelbar bevor. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an die verantwortlichen Behörden,
die Tiere keinesfalls wieder an die bisherigen Besitzer zu geben, sondern den beschrittenen
Weg weiterzugehen und die Tiere dauerhaft außerhalb eines Wanderzirkus unterzubringen.
Dabei sollte über die Sorge um das Wohlergehen der Elefanten aber nicht vergessen werden,
dass auch für die 18 Pferde und Ponys eine artgerechte Bleibe gefunden werden muss. Der
Deutsche Tierschutzbund bittet zudem den Bürgermeister, den zukünftigen Aufenthaltsort
bekannt zu geben.
So erfreulich diese Zwischenlösung auch ist: Es darf jetzt nicht rückwärts,
sondern es muss im Sinne der Tiere vorwärts gedacht werden. Alle Beteiligten müssen
jetzt ernsthaft und glaubwürdig die Option prüfen, die Tiere zukünftig tiergerecht
außerhalb eines Wanderzirkus unterzubringen. Bei der Qualhistorie des Zirkus Althoff
darf es keine Rückkehr in das Zirkuszelt geben, fordert Wolfgang Apel , Präsident
des Deutschen Tierschutzbundes.
Seit vielen Jahren schon stand die Tierhaltung des Zirkus Giovanni Althoff in der Kritik des
Deutschen Tierschutzbundes und der Behörden. Immer wieder klagte der Deutsche Tierschutzbund
die tierwidrigen Haltungsbedingungen an. Und auch die Behörden wiederholten seit langem
ihre Kritik an den Zuständen. Die Situation für die Elefanten ist besonders dramatisch,
da deren Unterbringung die Behörden vor besondere Herausforderungen stellt. Über
dem Leid der Elefanten darf aber die Not der Pferde nicht vergessen werden. Auch die 18 Pferde
und Ponys benötigen eine artgerechte und dauerhafte Bleibe. Denn auch diese Tiere haben
unter der Althoff-Regie gelitten und brauchen eine artgerechte Unterkunft an einem festen Standort,
erklärt Apel weiter. Den bisherigen Besitzern muss die Erlaubnis zur Haltung von Tieren
nach §11 Tierschutzgesetz endgültig verweigert werden.
Der Deutsche Tierschutzbund fordert die beteiligten Behörden zudem auf, den zukünftigen
Aufenthaltsort der Tiere rasch bekannt zu geben, damit die beunruhigte Öffentlichkeit
sich vergewissern kann, dass hier eine akzeptable Zwischenlösung gefunden wurde. Da es
sich bei den fünf Elefanten offenbar um zwei Gruppen handelt, die nur getrennt voneinander
gehalten werden können, werden an die Unterbringung besonders hohe Anforderungen gestellt.
Ein Martyrium wie in der Vergangenheit darf sich nicht wiederholen. Unter anderem wird den
bisherigen Besitzern vorgeworfen, die Tiere nicht vernünftig gepflegt und betreut zu haben.
Die Elefanten würden u.a. entgegen der aus Tierschutzsicht nur als Minimalanforderung
zu bezeichnenden Haltungsvorschriften über einen längeren Zeitraum angekettet. Über
die Vorwürfe der Tierqual ist ein Verfahren anhängig.
Dass die Behörden erst jetzt eingreifen konnten, zeigt eindringlich, wie wichtig ein Zirkuszentralregister
ist. Wenn Verstöße länderübergreifend gesammelt und ausgetauscht würden,
könnte Tierleid schneller erkannt und beendet werden, erklärt der Deutsche Tierschutzbund.
Er fordert zudem ein grundsätzliches Verbot der Wildtierhaltung in den rund 200 Wanderzirkus-Unternehmen
in Deutschland.
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vom 30.09.05 bis 03.10.05 in Worms auf der Kisselswiese Hier einige Bilder |
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In der rechten Hälfte des Wagens sind untergebracht: 9 Ziegen, 5 Enten, 15 Tauben sowie 1 Ziege und 1 Taube im Wagen isoliert. In der linken Hälfte des Wagens befindet sich der Lebensraum eines roten Riesenkänguruhs. Die Aussengehege gehen weit unter das Mindestmass der Empfehlungen der Zirkusleitlinien oder des Säugetiergutachtens. Man beachte auch das Aussengehege der Tauben und das Badebecken der Enten. |
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Laut Säugetiergutachten, benötigt ein Riesenkänguruh ein Aussengehege von mind. 300 qm und ein Innengehege von mind. 20 qm. Ausserdem ist eine Gruppenhaltung angezeigt. Dieses Känguruh heisst Alfred und hat noch ca. 20 Jahre ein solches Leben vor sich. |
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Dies ist der Lebensraum von 2 Zebras und 2 Kamelen. Laut Zirkusleitlinie muss das Aussengehege für Zebras mind. 250 qm gross sein. Ausserdem muss sichergestellt sein, dass die Stalltemperatur nicht unter 10 Grad fällt. Das Aussengehege für Kamele soll eine Mindestgrösse von mind. 150 qm aufweisen. Im Innengehege ist pro Tier eine Mindestfläche von 12 qm pro Tier und für jedes weitere Tier 8 qm angezeigt. |
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Im Wagen von Seelöwen ist ein Becken von mind. 4 x 2,2 x 1m zu errichten. im Aussengehege muss zusätzlich ein Schwimmbecken von mind. 50 qm errichtet werden, wo die Tiere tagsüber gehalten werden müssen. Dieses Becken muss mit einer Liegefläche von mind. 2 qm pro Tier verbunden sein.
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Das ist Norbert, der Tapir. Er ist 5 Jahre alt und hat eine Lebenserwartung von 35 Jahren. In der rechten Hälfte des Wagens lebt er, in der anderen Hälfte 2 Kakadus und 4 Aras. Ein Tapir benötigt einen Platzbedarf im Innenbereich von mind. 10 qm pro Tier. Das Aussengehege muss mind. 100 qm pro Tier betragen. Tapirs sind wärmebedürftig und die Stalltemperatur darf 18 Grad nicht unterschreiten. Desweiteren muss aussen und innen eine Bademöglichkeit vorhanden sein. Auch dieses ist hier nicht der Fall. Die Haltung ist immer paarweise oder in Gruppen angezeigt. |
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In diesem Wagen fristen 2 Emus und 5 Lamas ihr Dasein. Für Lams gilt eine Mindestfläche im Innenbereich von mind. 8 qm pro Tier, für jedes weitere Tier 2 qm. Dies wären in diesem Fall 16 qm Innenbereich. Das Aussengehege für Lamas muss für 3 Tiere mind 75 qm und für jedes weitere Tier 15 qm betragen. In diesem Fall wäre dies 105 qm.
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Desweiteren stehen in einem Stallzelt 3 Zwergponys, 2 Ponys und 6 Araber. Keines der Tiere hatte zum Zeitpunkt unseres Besuches Wasser zur Verfügung. Alle Tiere des Zirkusses im Aussenbereich, standen auf Asphalt oder Kieselsteinen. Es waren keinerlei Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere vorhanden. Eine total reizarme Umgebung. |
Stellungnahme zur Tierhaltung des Zirkus Charles Knie von MhT Worms e.V
Am 30.9.05 sahen wir uns den Tierbestand des in Worms
gastierenden Zirkuses Charles Knie an. Wie erwartet fanden wir wieder einmal Verstöße
gegen das Gutachten über die Haltung von Säugetieren wie auch gegen die Zirkusleitlinie.
Die Tiere des Zirkus werden auf engstem Raum gehalten. Die Außengehege sind vielfach
zu klein und ohne Rückzugs- bzw. Beschäftigungsmöglichkeiten. Oftmals werden
verschiedene Tierarten in einem Transportwagen gehalten, wie z.B. das Rote Riesenkänguruh
und die Ziegen und Enten. Das dabei das Platzangebot für die Tiere auf der Strecke bleibt,
versteht sich von selbst. Unverständlich auch, daß Zebras und Kamele oder Lamas
und Emus als Unterkunft der Transportwagen zugemutet wird. Auch hier waren die Außengehege
definitiv zu klein. Allein bei den Kamelen wäre ein Außengehege von 150 qm notwendig
bzw. bei den Zebras sogar 250 qm. Das Außengehege des Känguruhs müßte
alleine schon 300 qm groß sein. Ein einsamer Tapir fristet sein Dasein in der einen Hälfte
eines Transportwagens und von einem 100 qm großen Außengehege kann er nur träumen.
Da bei den Seelöwen die Liegeflächen an dem Außenschwimmbecken fehlen, müßen
sich die Tiere eben auf dem schmalen Beckenrand über Wasser halten. Alles in allem gesehen,
eine traurige Tierhaltung. Ein einziges Stallzelt fanden wir bei den Ponys und Pferden, alle
anderen Tiere mußten ihren Transportwagen als Unterkunft nutzen. Charles Knie hält
wohl nicht viel von Säugetiergutachten und Zirkusleitlinie, wir halten aber auch nicht
viel von einer derartigen Tierhaltung. Unsere Dokumentationen haben wir an das zuständige
Umweltamt und das Veterinäramt gemeldet.
Waltraud Phul
1.Vorsitzende
Tierschutzverein "Menschen helfen Tieren Worms e.V."
Hamburg, 10.02.2009 - Vor dem Amtsgericht Darmstadt ist heute Zirkusdirektorin Christel Sembach-Krone zu einem Bußgeld von 1000 Euro verurteilt worden. Das Urteil attestiert Krone, dem laut Eigenwerbung größten Zirkus Europas, Tierschutzmängel bei der Haltung von Pferden und Elefanten. Der Gerichtsentscheid beweist, dass die Tierhaltung bei Krone alles andere als vorbildlich ist³ stellt VIER PFOTEN Experte Thomas Pietsch klar. Vor diesem Hintergrund fordert VIER PFOTEN erneut ein gesetzliches Wildtierverbot in Zirkusunternehmen.
Das Veterinäramt in Darmstadt hatte bei der Krone-Tournee 2006 Tierschutzmängel insbesondere
bei der Elefantenhaltung festgestellt und ein Bußgeld verhängt. Da Sembach-Krone
dagegen Widerspruch eingelegt hat, kam es zur Verhandlung. Das Gericht sah es heute als erwiesen
an, dass die Elefanten des Zirkus Krone nicht ausreichend beschäftigt waren und die Tiere
aufgrund dessen Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Nach Ansicht des Gerichts wurde auch
den Krone-Pferden nicht genügend Auslauf geboten. VIER PFOTEN begrüßt das Urteil.
Es bestätigt, dass Tiere unter den Bedingungen eines fahrenden Zirkus leiden. Auch an
anderen Orten der Krone-Tournee 2008 stellten Behörden bei Routinekontrollen gravierende
Verstöße gegen das deutsche Tierschutzgesetz und die Zirkusleitlinien fest. Das
selbst der größte Zirkus Europas entgegen eigenen Angaben nicht auf die Bedürfnisse
seiner Tiere Rücksicht nimmt, spricht für sich³, resümiert Thomas Pietsch,
Wildtierexperte bei VP. Ein Haltungsverbot für Wildtiere ist ein erster wichtiger
Schritt, um weiteres Leid zu verhindern.
In Deutschland gibt es rund 400 Zirkusse, von denen viele Wildtiere mitführen. Bereits
vor fünf Jahren hatte der Bundesrat ein Verbot insbesondere für Affen, Elefanten
und Großbären angemahnt. Passiert ist bis heute nichts, obwohl 60 Prozent der Deutschen
ein solches Verbot befürworten das belegt eine Integral-Umfrage für VIER PFOTEN
aus dem Jahr 2008. Viele Länder haben die Haltung von Wildtieren im Zirkus bereits verboten
oder eingeschränkt, wie etwa Österreich, Bulgarien oder Schweden.
Mit der aktuellen Kampagne Stop it Keine Wildtiere im Zirkus³ setzt sich VIER
PFOTEN für ein EU-weites Mitführverbot in Zirkusbetrieben ein. Neben klassischen
Kampagnenaktionen können sich Unterstützer auch aktiv im Internet beteiligen. Über
50.000 Menschen haben bereits den politisch Verantwortlichen eine ROTE KARTE gezeigt. Unter
www.vier-pfoten.de/stopit <http://www.vier-pfoten.de/stopit> dokumentiert VIER PFOTEN
in einer einzigartigen Video- und Fotosammlung die katastrophalen Lebensbedingungen von Wildtieren
im Zirkus.
Zirkus Krone vom 04.05.05 bis 09.05.05 in
Worms
Erstaunlich - sobald man die Zeitung aufschlägt, fast täglich wird Werbung für den Zirkus Krone gemacht, obwohl gerade in Worms eine Sensibilität zu diesem Thema vorhanden sein müsste. Eine Tierhaltung in der Gefangenschaft kann niemals eine artgerechte Tierhaltung sein. Giraffe, Löwen, Tiger, Elefanten, Flusspferd etc. die Palette der Tierarten ist groß. Je exotischer das Tier, um so mehr verspricht man sich an Besucherzahlen. In Zirkussen werden Tiere zu Schauobjekten degradiert und ihrer natürlichen Würde beraubt. Es gibt keine Rechtfertigung sie zu Gelderwerbeszwecken ein Leben lang unter nicht art-gerechten Bedingungen gefangen zu halten, damit der Zirkusbesucher sich einen schönen Abend machen kann. Auch sollte man die Gefahr, die von Wildtieren ausgeht nicht unterschätzen.Schon oft wurden Menschen durch nicht mehr kontrollierbare Wildtiere lebens-gefährlich verletzt und es gab auch Tote. Ein Elefantenbulle kommt mit ca. 20 Jahren in die Musth, und diese Musthphase kehrt alljährlich wieder. Während dieser Zeit ist er für den Menschen nicht kontrollierbar. Uninteressant? Bis etwas passiert, dann werden Schuldige gesucht. Nur selten werden Zirkustiere beschlagnahmt, da die Behörden nicht wissen, wo sie die Tiere unterbringen sollen. Deshalb wird oftmals weggeschaut und die Tiere in ihrem Elend belassen. Zirkus mit Tieren, insbesondere Wildtieren, ist längst nicht mehr zeitgemäß. Wir sollten uns unserer ethischen Verpflichtung den Tieren als Mitgeschöpfe zu begegnen stellen und einer derartigen Haltung die rote Karte zeigen.
Die nachfolgenden Bilder wurden am 04.05.05 im Zirkus Krone in Worms gemacht. Durch eine Fehler beim Einstellen der Kamera wurde ein falsches Datum eingegeben.
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Elefantenkühe beim andauernden Weben, welches eine Verhaltensstörung ist, hervorgerufen durch nicht artgerechte Haltung, die im Zirkus oder Zoo gar nicht möglich ist und in Gefangenschaft. |
Diese drei Elefantenkühe waren in Kettenhaltung, obwohl weder Pflegemassnahmen noch Fütterung durchgeführt wurde. |
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Das Elefantenstallzelt ist zwar gross, aber für diese hochintelligenten Tiere total reizarm. Es befindet sich weder Spielzeug noch Scheuermöglichkeiten zur Hautpflege (Zirkusleitlinien) darin. Bei schlechten Witterungsverhältnissen befinden sich die Elefanten den ganzen Tag in diesem trostlosen Zelt. Rechts im Bild das Aussenpaddock der Elefanten. Laut Zirkusleitlinien: "Durch Einbringen von Sand, dem Anwässern eines Teilbereiches des Paddocks (Suhle), dem Aufstellen z.B. eines wassergefüllten Baustoffcontainers, dem Anbieten von Ästen sowie der Bereitstellung von Scheuermöglichkeiten wird den Tieren im Paddock selbständige Hautpflege und zusätzliche Beschäftigung ermöglicht." Dieses Bild zeigt wieder einmal, dass die Zirkusleitlinie auch hier nicht eingehalten wurde. |
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Dieser arme Esel darf eine Kutsche in der Manege ziehen. Genau eine Runde dann gehts zurück in die Trostlosigkeit. |
Affen in ihrem lebenslangen Gefängnis. mit ihnen wird nicht gearbeitet und sie fristen ihr Dasein in einem Wagen mit kleiner Terasse. |
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Der Lebensraum des Flusspferdes ist ein Wasserbecken, so gross wie es selbst und in den gleichen Abmessungen ein Trockenplatz. Der Freilauf ist ca. 4 x 8 Meter gross. Auch mit diesem Tier wird in der Manege nicht gearbeitet. |
King Tonga, der weisse Löwe darf in der Vorstellung auf eine Schaukel, wird in die Höhe gezogen und vier-, fünfmal hin- und hergeschaukelt. Und dafür ein Leben in Einzelhaft, ohne irgendwelche Reize, keine Rückzugsmöglichkeit, keine erhöhte Liegefläche aber vor allem ohne Artgenossen. |
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Dieser Wagen der wahre Hohn. Links im Bild drei asiatische Schweine, daneben ein einsames Stachelschwein. |
Der gleiche Wagen. Links sitzt ein einsamer Affe, daneben Ziegen, die dritte Abteilung ist der Lebensraum der Schweine, daneben das Stachelschwein und zum Abschluss des ganzen befindet sich ganz rechts eine kleine Terasse, in der Aras ihr erbärmliches Leben fristen. |
Stereotypien: Auffallende und mitunter stundenlang anhaltende Bewegungsstereotypien, z.B. Kopfdrehen, Hin- und Herschwingen oder Dreh- und Wendebewegungen des ganzen Körpers, Hin- und Herlaufen in festen Bahnen, treten insbesondere bei in Menschenobhut gehaltenen Tieren auf. Sie können die Folge einer Haltung in zu kleinen Käfigen, der Einzelhaltung von sozialen Tieren oder einer unzureichenden Beschäftigung sein.
Viel Elend und Dreck hinter der Fassade
Rund acht Stunden dauerte am Westcenter die Razzia im Zirkus "Fliegenpilz"
Morgens um sieben Uhr kam unangemeldet eine "Besuchergruppe", die den Zirkus am Westcenter
auf den Kopf stellte.
RMB/Müller
WIESBADEN Ordnungsamt, Zoll, Polizei und TÜV waren mit 60 Mitarbeitern in Klarenthal beim
Zirkus "Fliegenpilz" im Einsatz. Aus Sicht der Behörden gibt es einiges zu bemängeln:
Zirkuswagen wurde zwangsweise stillgelegt, es besteht der Verdacht illegaler Beschäftigung.
"Ich kämpfe mit dem Brechreiz", sagt ein Zollbeamter. Angewidert wühlt
er in einem Berg von Unrat und Klamotten. Der marode Zirkuswagen, den er durchsucht, ist ein
versifftes Dreckloch. Man will nicht glauben, dass hier Menschen untergebracht sind. Sie hausen
in Wohnboxen, und diese Zustände sind schlichtweg menschenunwürdig. Wie würden
wohl die Zirkus-Besucher reagieren, wenn sie das hier sehen oder riechen würden, was abseits
des Viermastzeltes anzufinden ist. Wie etwa die Kloake der Gelände-Toilette? "Alles
vollgeschissen", sagt ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Auch er ist angewidert. Kommentieren
will Zirkussprecher Reto Hütter weder diese Zustände noch die Umstände der Razzia.
Die Direktion, meint er, habe kein Interesse, dass der Kurier-Redakteur weiter Zeuge ist. "Bitte
verlassen Sie das Gelände!"
Zirkusdirektor Bodo Hölscher hatte sich zuvor noch in Prophezeiungen ergangen: Dem Beamten,
der den Großeinsatz zu verantworten hätte, drohe sicher die "Strafversetzung".
Hölscher fühlt sich schikaniert, als Opfer - und im Recht. In Stuttgart sei das Ordnungsamt
mit den Zirkusleuten ähnlich verfahren, nach drei Tagen habe die Behörde dann klein
beigeben müssen. So werde es auch in Wiesbaden kommen, glaubt er. Seine zum Teil maroden
Zirkus-Fahrzeuge bräuchten für die Art, wie sie im Straßenverkehr bewegt würden,
weder TÜV, noch Versicherung oder Zulassung, meint er. Das wisse er "ganz genau",
nur die Behörden hätten "halt keine Ahnung".
Gegen sieben Uhr waren die meisten der "Fliegenpilz"-Mitarbeiter aus dem Schlaf gerissen
worden. Polizei und Ordnungsamt waren im Wege der Amtshilfe aktiv für die Verwaltung im
Ohrekreis in Sachsen-Anhalt. "51 der Zirkuswagen waren seit Anfang des Jahres zur Fahndung
ausgeschrieben", erklärt Hans-Peter Erkel vom Ordnungsamt der Stadt Wiesbaden. Sie
seien nicht mehr versichert und ohne TÜV. Die Verwaltung im Ohrekreis habe den Beschluss
über die Stilllegung aber nicht zustellen können, weil niemand wusste, wo der Zirkus
gastierte. Am Mittwochabend wurden Polizei und Ordnungsamt in Wiesbaden eingeschaltet, als
bekannt wurde, dass "Fliegenpilz" hier gastiert.
Als sich nach Beginn der Razzia der Verdacht der Schwarzarbeit stellt, wird der Zoll eingeschaltet,
der gegen 9.30 Uhr an der Carl-von-Linde-Straße auftaucht. Rund 50 Zirkus-Leute werden
überprüft, die Wagen durchsucht. Für Hölscher "illegal", wie
er Erkel vorwirft. "Fliegenpilz" gebe es nicht mehr, ,, wo "Fliegenpilz"
drauf stehe, sei längst der Zirkus "Aquapark" drin. Der Beschluss richte sich aber gegen "Fliegenpilz".
Hölscher plagen nach knapp acht Stunden Razzia auch andere Sorgen: Draußen stehen
nur einige wenige Besucher, die auch noch verunsichert sind, ob die Nachmittagsvorstellung
statt findet. Als sie beginnt, trauen die für die Bekämpfung der Schwarzarbeit zuständigen
Zollbeamten ihren Augen nicht: Angebliche "Touristen" mit polnischem oder russischem
Pass, die nach Einschätzung der Behörden nicht arbeiten dürften, und auch nur
"zufällig" da gewesen sein wollen, verwandeln sich im Handumdrehen in emsige
Zirkusmitarbeiter. "Dreister geht es nimmer", meint ein Beamter zu diesem Auftritt.
Die Vorstellung geht weiter, obwohl der Zoll belogen und hintergangen wird.
Nach Kurier-Informationen läuft auch beim Wiesbadener Veterinäramt ein Verfahren
gegen den Zirkus "Fliegenpilz". Es geht um Fragen des Tierschutzes.
Quelle: Wiesbadener Kurier
Zirkus Fliegenpilz in Worms
Es ist nicht zu fassen aber wahr. Die Stadt Worms hat wieder einmal einem Zirkus mit Tieren, diesmal Zirkus Fliegenpilz, ein Gastspiel genehmigt. Wir hofften eigentlich, dass der Fall Güterhallenstrasse, wo sich einige Tiere aus dem ehemaligen Besitz des Zirkus Fliegenpilz befanden, der Stadt eine Lehre und Anlass genug sei dies nicht mehr zu tun.
"Circus unter Wasser" nennt sich die ganze Tierquälerei und es sind rund 150 Tiere mit dabei, eine Elefantenkuh, Schweine, Ziegen, eine Kuh, Zebras, eine Giraffe, Guanakos, Steppenrinder, Trampeltiere, Nashörner, Seelöwen, Schwäne und am bekanntesten das wohl ärmste Zwergflusspferd "Elsbeth". Im Jahr 2000 machten wir Kontrolle in diesem Zirkus und uns wurde schlecht. Elsbeth`s Lebensraum ist ein Verschlag mit einer stinkenden Dreckbrühe in der sie sich gerade mal um die eigene Achse drehen kann. Das arme Tier läuft einmal durch die Manege und das war es dann. Ihre ganze Abwechslung an einem Tag. Von den so gepriesenen Wasserbecken mit angeblich 20000 Liter Wasser, in dem sich die Seelöwen tummeln, nichts zu sehen. Ausserdem wird von den 3 Seelöwen eines in Einzelhaft gehalten. Da war ein Leoparde mit gebrochenem Schwanz, mit dem nicht gearbeitet sondern der nur zur Schau gestellt wurde. Bei 150 Tieren ist es eigentlich unmöglich für den Zirkus einen so grossen Platz zu finden, wo alle Tiere nach den Zirkusleitlinien oder, was bei den meisten Tieren zutrifft da nicht mit ihnen gearbeitet wird, dem Säugetiergutachten gehalten werden können. Wir können nur hoffen das die Stadt Worms endlich wach wird und eine solche Tierquälerei nicht mehr unterstützt.
Und Sie liebe Mitbürger, besuchen Sie keinen Zirkus mit Tieren, geben Sie Ihr Geld nicht für Tierquälerei aus. Protestieren Sie mit uns bei der Stadt Worms für ein Ende solcher Darbietungen.
Zirkus "Luna" gesucht
Das Veterinäramt Weimar bittet um Mitteilung über den gegenwärtigen Aufenthaltsort
des Zirkus "Luna". Nach Auskunft des Veterinäramtes ignoriere der Betreiber
die "Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben
oder ähnlichen Einrichtungen". Er tauche unangemeldet am Gastspielort auf, ohne die
offenbar vorhandenen Außengehege aufzubauen, verschiedene Veterinärämter hätten
dies in der Vergangenheit bereits beanstandet.
Der Zirkus hält unter anderem 2 Braunbären (denen kein Außengehege zur Verfügung
gestellt werde), einen Affen (angekettet in einem dunklen Wagen oder an einer kurzen Leine
gehalten), einen Elefanten, Kamele und Pferde, die im Stallzelt gehalten werden. Das Veterinäramt
Weimar musste die Polizei hinzuziehen um die tierärztliche Kontrolle vornehmen zu können.
Mittlerweile sei der Zirkus mit unbekanntem Ziel weitergereist.
Das Veterinäramt bittet um Mitteilung unter Tel.: 03643 / 90 28 28
Gut informiert!
Hintergrundwissen zur Aktion
Das Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen ist sowohl aus Gründen des Tier- als auch
des Artenschutzes eine längst überfällige Maßnahme. Die vom Land Hessen
initiierte Bundesratsinitiative für ein Haltungsverbot von Affen, Bären und Elefanten
ist ein erster konsequenter Schritt, um den Vollzug tier- und artenschutzrechtlicher Vorschriften
zu sichern und dem Staatsziel Tierschutz Rechnung zu tragen. In die Verbotsliste sollten in
jedem Fall die in Zirkussen häufig gehaltenen Großkatzen aufgenommen werden. Auch
Wölfe, Nashörner, Flusspferde, Robben und Giraffen, die heute erfreulicherweise nur
noch selten in Menagerien zu finden sind, sollte das Verbot umfassen.
Da zur Zeit keine politischen Mehrheiten für ein generelles Verbot der Haltung von Wildtieren
in Zirkussen zu gewinnen sind, begrüßt der Bundesverband Menschen für Tierrechte
die hessische Initiative als eine erste wichtige Etappe auf dem Weg hin zu einem tierlosen
Zirkus. Unter Berücksichtigung der vom Agrarausschuss eingebrachten Empfehlungen hat nun
am 17. Oktober 2003 der Bundesrat mehrheitlich Folgendes beschlossen:
Grundsätzliches Verbot der Haltung bestimmter wild lebender Tiere, insbesondere von Affen,
Elefanten und Großären, in Zirkussen.
- Das grundsätzliche Verbot erlaubt die Aufnahme weiterer Tierarten in die Verbotsliste.
- Es ermöglicht aber auch Ausnahmeregelungen von dem Verbot für Zirkusse, die z.
B. die Anforderungen der so genannten Zirkusleitlinien* erfüllen.
- Für vorhandene Tiere soll es Übergangsregelungen geben.
Einführung eines Zentralregisters zur Erfassung von Zirkusbetrieben mit Tierhaltung sowie
von mobilen Tierschauen.
Nun ist Bundesministerin Künast aufgefordert, einen entsprechenden Verordnungsentwurf
vorzulegen.
Wir begrüßen den Beschluss des Bundesrates grundsätzlich als Schritt in die
richtige Richtung, zeigen uns jedoch darüber enttäuscht, dass zum einen ein Verbot
der Haltung bestimmter Wildtierarten mit Erlaubnisvorbehalt vorgesehen ist und zum anderen
die geforderten festgesetzten Übergangszeiten durch flexibel gestaltete Übergangsregelungen
ersetzt wurden.
Position
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte verfolgt langfristig das Ziel, ein Verbot der
Tierdressuren und Tierhaltungen in Zirkussen zu erwirken. Wildtiere gehören in ihren natürlichen
Lebensraum. Nur dort können sie so leben, wie es ihrer Art entspricht. Es gibt aus ethischer
Sicht keine Rechtfertigung, sie zu Zwecken des Gelderwerbs gefangen zu halten, zu dressieren
und zum Freizeitvergnügen der Menschen in der Manege vorzuführen. Nachdem der Tierschutz
seit August 2002 Verfassungsrang genießt, müssen die Interessen der Tiere bei Gericht
ebenso Berücksichtigung finden, wie der Rechtsanspruch des Dompteurs oder Tierlehrers
auf Ausübung seines Berufes.
Blick auf Deutschland und in andere EU-Staaten
Dänemark, Finnland, Österreich und Schweden haben schon vor Jahren Haltungsverbote
für bestimmte Tierarten beschlossen (z. B. Affen, Elefanten, Großkatzen Robben,
Nashörner, Wölfe). Doch in Deutschland dürfen Zirkusse noch immer alle Tierarten
mitführen. Es wird lediglich empfohlen, einige Arten nicht in Zirkussen zu halten (u.a.
Menschenaffen, Nashörner, Pinguine)
Die Fakten liegen auf der Hand:
1. Dem Bundesverband Menschen für Tierrechte ist kein Zirkus bekannt, der die mitgeführten
Tiere ohne jede tier- oder artenschutzrechtliche Beanstandungen hält.
2. Nur wenige Amtstierärzte kontrollieren die Zirkusse umfassend, erteilen Auflagen und
verfolgen ihre Umsetzung.
3. Zirkusse erhalten häufig von Amtstierärzten eine Genehmigung zur Haltung der Tiere
und zum Betreiben des Zirkusses, obwohl sie tier- und artenschutzrechtliche Bestimmungen nicht
einhalten.
4. Nur ausnahmsweise werden Tiere durch die Behörden beschlagnahmt. Eine solche Verfügung
erfolgt in der Regel aufgrund eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz und eher
selten wegen Missachtung tierschutzrechtlicher Vorschriften. Dabei bestätigen Studien,
dass aus verhaltenskundlicher Sicht zumindest die Haltung der häufig mitgeführten
Wildtiere wie Affen, Bären, Elefanten und Großkatzen, in Zirkussen nicht möglich
ist.
5. Die Wegnahme der Tiere gelingt nur in Ausnahmefällen. Sie scheitert bereits daran,
dass die Behörden nicht wissen, wo sie das Tier unterbringen sollen. In der Regel ermitteln
Tierrechts- und Tierschutzorganisationen solche Auffangplätze und übernehmen die
nicht unerheblichen Kosten für Unterbringung und Versorgung. In anderen Fällen entzieht
sich der Zirkus dem Zugriff der Behörden etwa durch Abreise mit unbekanntem Ziel oder
durch Verschwindenlassen des Tieres. Auch tätliche Angriffe auf Behördenvertreter
sowie Widerstand gegen die Staatsgewalt sind nicht ungewöhnlich, um den Vollzug der Rechtsvorschriften
erfolgreich zu vereiteln.
Bitte setzen Sie sich gemeinsam mit dem Bundesverband Menschen für Tierrechte dafür
ein, dass Bundesminister Seehofer schnellstmöglich die Erarbeitung eines Verordnungsentwurfes
auf den Weg bringt.
Wie die Praxis zeigt, ist es den Behörden nicht möglich, die Umsetzung bestehender
Haltungsvorgaben sicherzustellen. Die Leidtragenden sind immer die Tiere; lassen Sie uns bitte
gemeinsam dafür sorgen, dass die Leidenstragödien der Tiere endgültig der Vergangenheit
angehören.
Unterstuetzen Sie die Aktion - Bitte klicken


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Noch immer hat der Wormser Stadtradt über ein Gastpielverbot für Zirkusse, die mit Tieren Reisen nicht entschieden. Der Antrag wurde in einen Ausschuss verwiesen und dabei ist es bisher geblieben. Eigentlich sollten unseren Stadtratsmitgliedern die Tiere aus der Güterhallenstraße eine Warnung sein.Wenn man schon tierschützerische Gründe nicht gelten lassen will, sollten die damit verbundenen Kosten, die nun auf der Stadt lasten, alleine schon Grund sein, darüber nachzudenken, ein Gastspielverbot auszusprechen. Wir Tierschützer werden mit Sicherheit jeden hier gastierenden Zirkus unter die Lupe nehmen und tierschutzwidrige Haltungen anprangern. Wie wird sich die Stadt dann verhalten? Wegschauen - oder handeln?
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Der Zirkus "Alberti" gastierte in Worms und wir haben uns die Tierschau angesehen. Kamele, ein Elefant, ein Baer, Aeffchen ...... Eine heile Welt?
Keinegswegs! Geht man offenen Auges durch diese Zirkuswelt, springt einem das Elend aus den Augen der Tiere foermlich an!
Halten Sie Ihre Katze den ganzen Tag in ihrer Transportbox? Nein, nun warum muss ein sechsjaehriger Baer dann so gehalten werden? Vier Schritte kann er gehen, dann stoesst er an die Wand seines Wagens. Zwei Schritte nach vorne, dann sieht er unsere Welt durch die Gitter seines Gefaengnisses. Das Aussengehege - verschlossen durch eine Tuer. Aber selbst wenn es geoeffnet ist, viel Abwechslung bietet es ihm sicher nicht. Tiere, die ihr Leben lang Gefangene der Menschen bleiben - keine Aussicht auf Begnadigung!
Baeren sind sehr neugierige Tiere, sie sind verspielt - ein Zeichen ihrer Intelligenz. Warum dulden wir, dass ihnen solche Grausamkeit angetan wird? Was ist mit dem vierzigjaehrigen Elefanten? Machen wir uns Gedanken darueber, wie sein Leben bisher aussah! Laut Zirkussleitlinie duerfen Elefanten waehrend des Gastspieles nur mitgefuehrt werden, wenn ihnen ein Stallzelt und ein Auslauf zur Verfuegung stehen. Der Transportwagen ist kein Ersatz fuer ein Stallzelt. Nur, wen kuemmert das? Man reist von Gastspielort zu Gastspielort. Und findet sich vielleicht einmal ein Veterinaer, der die Augen nicht vor dem Elend der Tiere zumachen kann, reist man schnell weiter. Zirkusse der herkoemmlichen Art gehoeren schlichtweg verboten. Sie sind ein Relikt aus der Vergangenheit und koennen mit Argumenten wie z.B. Tradition, Arbeitsplaetze, etc. nicht mehr entschuldigt werden. Der Ausspruch "tierliebend" zu sein, empfinden wir Tierrechtler als Hohn! Wie lange wollen wir uns noch mitschuldig machen?
MhT-Besuch bei Zirkus Alberti am 12.07.02
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Am Dienstag, den 05.10.04 hielten wir eine Mahnwache am Eingang der Festwiese in WormsIn Gedenken an die vielen gequälten und ausgebeuteten Tiere in den unzähligen Zirkussen, den Tieren aus der Güterhallenstrasse und den armen Geschöpfen in der Kaiserpassage. An diesem Tag hatte der Circus Fliegenpilz Premierentag. "Circus unter Wasser" nannte sich die ganze Tierquälerei und es waren rund 150 Tiere mit dabei, eine Elefantenkuh, Schweine, Ziegen, eine Kuh, Zebras, eine Giraffe, Guanakos, Steppenrinder, Trampeltiere, Nashörner, Seelöwen, Schwäne und am bekanntesten das wohl ärmste Zwergflusspferd "Elsbeth". Im Jahr 2000 machten wir Kontrolle in diesem Zirkus und uns wurde schlecht. Elsbeth`s Lebensraum ist ein Verschlag mit einer stinkenden Dreckbrühe in der sie sich gerade mal um die eigene Achse drehen kann. Das arme Tier läuft einmal durch die Manege und das war es dann. Ihre ganze Abwechslung an einem Tag. Von den so gepriesenen Wasserbecken mit angeblich 20000 Liter Wasser, in dem sich die Seelöwen tummeln, nichts zu sehen. Ausserdem wird von den 3 Seelöwen eines in Einzelhaft gehalten. Da war ein Leoparde mit gebrochenem Schwanz, mit dem nicht gearbeitet sondern der nur zur Schau gestellt wurde. Bei 150 Tieren ist es eigentlich unmöglich für den Zirkus einen so grossen Platz zu finden, wo alle Tiere nach den Zirkusleitlinien oder, was bei den meisten Tieren zutrifft da nicht mit ihnen gearbeitet wird, dem Säugetiergutachten gehalten werden können. Wir können nur hoffen das die Stadt Worms endlich wach wird und eine solche Tierquälerei nicht mehr unterstützt. |
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