Thema Zirkus

+++++++

Hintergrundwissen zur Aktion


MHT fordert Gastspielverbot für Zirkusse die mit Tieren auftreten in Worms+++++++++++++++++++++++++++

Jedes Jahr ziehen ca. 300 Zirkusse durch Deutschland...+++++++Was tut die Stadt Worms?++++++++++++

Stellungnahme zur Tierhaltung des Zirkus Charles Knie von MhT Worms e.V ++++Der Panther von Rainer Maria Rilke


Zirkus Giovanni Althoff ++++Zirkus Charles Knie (Bilder)++++Zirkus Krone (Bilder)++++Zirkus Simoneit-Barum (Bilder)

Zirkus Alberti (Bilder)++++Zirkus Universal Renz (Bilder)++++Zirkus Fliegenpilz++++Mahnwache

Zirkus Busch-Roland (Bilder) ++++Zirkus Probst (Bilder) ++++Zirkus Baronn (Bilder) ++++Zirkus Renz (Bilder)


22.08.2014

Weiße Löwen im Zirkus: Sensationsgier statt Artenschutz

Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert
Circus Krone scharf für dessen sensationsheischende Inszenierung der Geburt vier weißer Löwen. Solche Tiere kommen in der Natur äußerst selten vor, werden in Zirkussen aber bewusst gezüchtet, meist durch Inzucht, um neue Publikumsmagneten zu produzieren. Teilweise überleben die Jungtiere nicht, einige leiden unter Fehl- oder Missbildungen und organischen Schäden. Circus Krone gibt zudem an, die Löwen seien Teil eines Artenschutzprogramms – doch dieses existiert nicht, stattdessen legt es der Zirkus regelrecht auf die Produktion dieser Tiere an, nimmt trächtige Tiere mit auf Tournee und zieht viele Tiere von Hand auf. Aus Sicht des Tierschutzbundes ein weiteres Signal für ein Wildtierverbot in Zirkussen.
„Weiße Löwen sind keine eigene Art, ihre Zucht ist daher auch kein Beitrag zum Artenschutz, sondern lediglich der Sensationsgier der Zirkusbetreiber geschuldet“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Löwenzucht von Martin Lacey (Circus Krone) hat seit 2011 bereits 25 Jungtiere „produziert“, bei den meisten wurde mit der Flasche nachgeholfen, um die Tiere auf den Menschen zu prägen – eine Grundvoraussetzung für die spätere Dressur. Dieser Vorgang ist widernatürlich und kann bei vielen Tieren letztlich zu massiven Verhaltensstörungen führen. Neben stereotypen Verhaltensweisen treten häufig Aggressionen gegen sich selbst, gegen Artgenossen und auch Menschen auf.

Schröder nimmt die Politik in die Pflicht: „Wir brauchen jetzt ein Wildtierverbot - ohne Kompromisse. Es kann nicht sein, dass ein Circus über Artenschutz schwadroniert und gleichzeitig Großkatzen produziert damit es in der Kasse klingelt.“ Mehrere Städte in Deutschland verweigern sich mittlerweile Zirkusunternehmen mit Wildtieren. Zudem hat sich der Bundesrat bereits 2003 und 2011 mehrheitlich für ein Verbot von Affen, Elefanten und Großbären in Zirkusbetrieben ausgesprochen. Darüber hinaus gibt es schon 15 EU-Staaten mit Wildtierverboten für den Zirkus, in mehreren weiteren sind entsprechende Regelungen vorgesehen.

Hintergrund weiße Löwen

Weiße Löwen sind zwar auch in freier Wildbahn schon vorgekommen, doch ist die Wahrscheinlichkeit dafür extrem gering. In manchen Tierparks oder Zirkussen wird diese dagegen durch bewusste Verpaarung von Individuen, die die jeweiligen Gene in sich tragen, vorangetrieben, leider meist durch Inzucht. Denn dadurch wird die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass der Nachwuchs ebenfalls die Weißfärbung trägt. Inzucht sowie die Hybridisierung bewirken jedoch auch andere Genmutationen, die oftmals tödliche Auswirkungen haben und Deformierungen verursachen können.


Quelle: prowildlife

Pro Wildlife erstattet Strafanzeige gegen Schausteller
München, 27.6.2013. Der Tod des Zirkuselefanten Mädi in einem See in Estland hat ein juristisches Nachspiel. „Mädi könnte noch am Leben sein. Der Schausteller ging mit dem Elefanten völlig verantwortungslos um. Anstatt Hilfe zu holen und Mädis Kopf über die Wasseroberfläche zu bringen, damit sie Luft bekommt, trampelte er für seine Badeshow auf ihr herum“, sagt Daniela Freyer von Pro Wildlife. Die Tier- und Artenschutzorganisation hatte den Fall aufgedeckt und erstattet Anzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Auch die Behörden in Estland ermitteln wegen Tierquälerei.

Experten: Mädi ist ertrunken
Elefant Mädi war am 7. Juni in der estnischen Stadt Narva in einem See gestorben. Gegenüber der Presse stellte der Schausteller René R. den Tod von Mädi als tragisches Unglück dar, Mädi habe einen Herzinfarkt erlitten. Doch 47-minütige Videoaufnahmen von Mädis Tod aus Estland legen andere Schlussfolgerungen nahe: Elefantenexperten, denen Pro Wildlife das Video zur Analyse vorgelegt hat, bestätigten, dass Mädi keine Luft bekam, weil Mund und Rüssel unter dem Wasser lagen. „Mädis Rüssel war bekanntermaßen gelähmt, deshalb konnte sie ihn nicht aus dem Wasser heben. Gleichzeitig war sie zu schwach, um wieder auf die Beine zu kommen. Anstatt rechtzeitig Hilfe zu leisten, sprang R. auf Mädi herum, während sie längst um ihr Leben kämpfte“ so Daniela Freyer. Laut Expertenaussagen starb die Elefantenkuh durch Ertrinken in Verbindung mit Kreislaufschwäche. Erst als Mädi bereits fast bewegungslos im Wasser lag, hielt R. ihren Rüssel über die Wasseroberfläche. Auch dann konnte sie aber keine Luft holen, weil der Rüssel voll Wasser war. Dass R. während des Todeskampfes Hilfe holte, ist auf dem Video nicht zu erkennen. Die estnischen Behörden hatten das tote Tier ohne vorherige Obduktion vergraben lassen.

Mädi war in schlechter gesundheitlicher Verfassung
Auf Videoaufnahmen aus Mädis letzten Lebenswochen ist zu sehen, dass sie stark abgemagert war. Sie bewegte sich nur langsam und vorsichtig. Offensichtlich hatte sie erhebliche Schmerzen beim Gehen. Auf der Haut sind zahlreiche Verletzungen und Narben erkennbar – vermutlich Zeichen von Misshandlungen. Die lebenslange Haltung im Zirkus, die belastenden Transporte und die Rüssellähmung, die sie beim Essen und Trinken behinderten, hatten sie erkennbar körperlich stark beansprucht. „R. hätte Mädi in ihrer schlechten körperlichen Verfassung niemals nach Estland bringen und im Zirkus sowie unzähligen weiteren Veranstaltungen vorführen dürfen. Sie hätte dringend Schonung und stationäre tiermedizinische Behandlung gebraucht“, so Freyers Kritik.

Wem gehörte Mädi?
Pro Wildlife fordert, den Verantwortlichen die Genehmigung zur gewerblichen Tierhaltung zu entziehen. Ungeklärt ist bisher, wem Mädi zuletzt überhaupt gehörte und wie sie in die Hände der Familie R. gelangte. Auf Videos und Fotos aus Estland ist erkennbar, dass auch der Sohn (René R. Junior) mit auf Tournee war. René R. Senior und Junior führen im hessischen Friedberg eine Reptilienshow. „Eine Genehmigung zur Elefantenhaltung haben sie offenbar nicht“, sagt Freyer. Daniel R. betreibt auf demselben Gelände den Circus Universal Renz und hält unter anderem Elefanten. Er hatte gegenüber der Presse erklärt, er habe mit der Angelegenheit nichts zu tun. Allerdings hatte Mädis Vorbesitzer, die Zirkusfamilie Weisheit, gegenüber den zuständigen Veterinärbehörden angegeben, sie würde bei der Familie R. zusammen mit anderen Elefanten gehalten. Angeblich hätte hierdurch die bisherige tierquälerische Einzelhaltung beendet werden sollen.

Diskussion um Wildtiere im Zirkus
„Der Tod von Mädi zeigt, wie sich Zirkusbetreiber den gesetzlichen Vorgaben und Bestimmungen entziehen und wie überfordert die Behörden mit der Kontrolle der Haltungsbedingungen sind“, sagt Freyer. „Die Bundesregierung muss die Haltung von Wildtieren endlich verbieten, um die systematische Tierquälerei in der Manege endlich zu beenden.“ Bereits 15 europäische Länder verbieten die Haltung von Wildtieren in Zirkussen ganz oder teilweise. Bereits zweimal hatte sich der Bundesrat einstimmig für ein Wildtierverbot in der Manege ausgesprochen. Die Bundesregierung hat sich bisher geweigert, dies umzusetzen.

Pro Wildlife nimmt den Fall Mädi zum Anlass, um an die Unionsfraktion zu appellieren, ihre Blockade gegen ein Wildtierverbot im Zirkus endlich aufzugeben.


Protestaktion an die CDU/CSU


10.08.2011

Wormser Hauptausschuss beschliesst teilweises Wildtierverbot im Zirkus

Heute beschloß der Haupt- und Finanzausschuß der Stadt Worms, dass in Zukunft bei gastierenden Zirkussen nicht mehr alle Wildtiere mitgeführt werden dürfen. Ausnahmeregelungen sind nicht statthaft. Es werden mit den einzelnen Zirkussen Platzüberlassungsverträge geschlossen. Verstöße werden mit Geldbußen in Höhe von 6 000 Euro geahndet.

Orientierungshilfe war hier das "Heidelberger Modell", allerdings dürfen in Worms in Zukunft auch keine Elefantenkühe mehr mitgeführt werden. Ein sinnvoller Entschluß, denn Kühe wie auch Bullen haben genau die gleichen Anforderungen. Die Stadt Worms hat hier einen mutigen und wegweisenden Schritt getan, wofür wir den Verantwortlichen sehr dankbar sind. Leider sind von díeser Regelung Großkatzen ausgenommen, die leider gehäuft bei Zirkussen mitgeführt werden. Die Haltung dieser Tiere gemäß der Leitlinie erweist sich als kaum durchführbar. Auch die Aufstellung und Benutzung ausbruchsicherer und artgerecht ausgestatteter Aussengehege wird leider oft zu wenig beachtet.

Gerade bei den Großkatzen wird verstärkt Nachwuchs produziert, was unbedingt unterbunden werden muß. Es ist an der Zeit, dass sich nun endlich Landesregierungen und auch die Bundesregierung ihrer Verantwortung stellen und Gesetze auf den Weg bringen, die die Nachzucht und Haltung von Wildtieren in Zirkussen verbietet. Das Recht auf Berufausführung bedeutet nicht gleichzeitig, dass das Tierschutzgesetz ausgehebelt werden darf und Tiere des Kommerzes Willen mißbraucht werden dürfen!


Nein zu Wildtieren im Zirkus - Wormser Hauptausschuss fordert neue Satzung
25.05.2011 19:07 Uhr - WORMS


Von Susanne Müller

In Heidelberg darf ein Zirkus, der etwa Nashörner oder Elefantenbullen mitführt, nicht auftreten. Außerdem, so regelt es die Satzung zur Platzvergabe dort, muss ein Unternehmen, das die Regeln verletzt, mit einer Vetragstrafe von 6.000 Euro rechnen. Auch in Worms soll dies künftig möglich sein. Die Mitglieder des Hauptausschusses sprachen sich dafür aus, dass Worms eine Satzung nach dem Vorbild Heidelbergs formuliert. Damit soll es dann möglich sein, Unternehmen abzulehnen, die bestimmte Wildtiere mit sich führen. Und das trotz der Tatsache, dass es ein generelles gesetzliches Verbot zur Wildtierhaltung in Zirkussen nicht gibt.

Oberbürgermeister Michael Kissel focht dies nicht an. Er betonte, dass Wildtiere in Zirkussen niemals artgerecht gehalten werden könnten: „Es gibt genug domestizierte Tiere, es hat mit Unterhaltung nichst zu tun, wenn etwa ein Elefant auftritt, das greift in die Würde der Tiere ein“. Er sei mit dem Landestierschutzverband der Auffassung, dass ein Wildtier-Verbot nicht mit der Berufsfreiheit kollidiere. Es handle sich bei Satzungen, die Städte erließen, allenfalls um Berufsausübungsregeln: „Wir müssen den politischen Mut haben, in den rechtlichen Grenzbereich zu gehen“, so Kissel.

Alle Fraktionen für Zulassungsverbot

In der Debatte um eine neue Satzung hatten sich alle Fraktionen des Ausschusses für ein Zulassungsverbot von „Wildtier-Zirkussen“ ausgesprochen. Jens Guth (SPD), dessen Fraktion im Stadtrat den Anstoß zur Debatte gegeben hatte, erneuerte seine Forderung, dass Zulassungsmodalitäten geregelt werden, eine Satzung angegegangen werden müsse. Er präferiere eine Lösung, wie sie Heidelberg gefunden habe.

Kurt Lauer (Grüne) erinnerte an die Zustände in der Güterhallenstraße, wo 2002 Zirkustiere unter erbärmlichen Zuständen ihr Dasein hatten fristen müssen, und sprach sich ebenfalls dafür aus, eine Satzung nach Heidelberger Muster zu erstellen. Er dankte
Waltraud Phul vom Verein „Menschen helfen Tieren“ für ihren jahrelangen Einsatz, „der oft schwierig war, weil es gegen eine Mehrheitsmeinung ging“.

Jürgen Neureuther (FDP) erinnerte daran, dass es auch „Pro-Reaktionen“ von Zirkusfreunden gebe, und meinte, dass die in Heidelberg von einem Auftrittsverbot belegten Tiere sowieso „schon seit Jahren nicht mehr in Zirkussen sind“. Deshalb könne die FDP dem Wunsch, auch für Worms eine solche Satzung zu erstellen, zustimmen. Zu diskutieren sei aber, ob sie auch Elefantenbullen oder Antilopen aufführe.

Ihm machten Verbote von Kommunen, die „rechtswidrig“ seien, Bauchschmerzen, sagte Klaus Karlin (CDU). Er habe „erhebliche Bedenken“, in die Gewerbefreiheit einzugreifen. Eine Satzung solle dennoch ausgearbeitet werden, „denn wir wollen etwas unternehmen“.
Quelle: Wormser Zeitung


Wildtiere im Zirkus - Tierquälerei oder Tradition? 23.05.11

SPD-Chef Jens Guth will, dass sich die Stadt Worms eine Satzung gibt, die es ermöglicht, Zirkusse mit bestimmten Tierarten nicht zuzulassen. Schon im September reichte er einen Antrag ein, der jetzt bearbeitet wird. Die Stadt lässt nur zwei Zirkus-Gastspiele pro Jahr zu. Bei der Auswahl werde darauf geachtet, dass es sich um seriöse Zirkusunternehmen handle.


Pressemitteilung von MHT Worms e.V. vom 23.05.11

Es ist endlich an der Zeit, dass ein Politiker das heiße Eisen anfaßt. Ihn dafür zu zerreißen zeugt nicht gerade von gutem Stil. Wildtiere gehören nun einmal nicht in den Zirkus, da sie dort niemals artgerecht gehalten werden können. Dies ist inzwischen jedem bekannt, wird aber ignoriert. Ein Zirkus mit Tieren ist kein Kulturgut, sondern eine Kulturschande. Mit Schrecken denken wir an die Tiere in der Güterhallenstraße. Von April bis November wiesen wir immer wieder auf die Mißstände hin und zur Beschlagnahmung kam es mehr oder weniger unfreiwillig. Die Rechnung für die schlechte Haltung zahlten die Tiere, viele mit ihrem Leben. Affen die eingeschläfert werden mußten weil sie krank waren, der Mandrill, der seine Rettung nur kurz überlebte..... Muss es immer erst zum Allerschlimmsten kommen, bevor sich etwas ändert? Wenn bei der Vergabe des Platzes Seriösität gefordert ist, fragt man sich doch ernsthaft, wieso Zirkusse wie Krone, dessen Besitzerin Christel-Sembach Krone, wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verurteilt wurde, oder Daniel Renz, der ebenfalls eine Geldbuße auferlegt wurde, in Worms als seriöse Unternehmen bezeichnet werden. Wenn schon das Thema Tierleid nicht zählt, vielleicht haben die Wormser doch etwas Angst um ihre Sicherheit? Unzählige Vorfälle in der jüngsten Vergangenheit belegen, dass Wildtiere in Zirkussen auch eine Gefahr für die Bevölkerung werden können. Vor einem Hund, der ohne Leine durch die Stadt läuft, hat man Angst. Es werden Bußgelder verteilt und die armen sogenannten "gefährlichen Hunde" werden mit hohen Steuern belegt. Vor einem Raubtier geht keine Gefahr aus? Der vielgepriesene und hochgelobte Zirkus Knie hat doch tatsächlich seine Elefantin in Zürich verloren! Sabu verursachte eine Beinahe-Katastrophe!
Die Löwin Nala des Zirkus Humberto wurde im März d.J, von der Polizei nach einem Ausbruch erschossen. Ebenfalls im März 2011 lief die Kamelherde des Zirkus Kaiser nachts durch Haßloch.Im April 2010 gab es einen Nashornzwischenfall während der Vorstellung bei Krone.Im September 2010 wurde ein junger Vater durch einen Angriff der Elefantenkuh Benjamin des Zirkus Luna lebensgefährlich verletzt. 2009 brachen 2 Bärinnen des Zirkus Universal Renz in Kassel aus,eine Bärin wurde erschossen.Im Februar 2010 griff ein Tiger des Zirkus Probst seinen Dompteur an und verletzte ihn schwer....Man kann die Liste beliebig lange fortsetzen.Eine Tierhaltung im Zirkus als vorbildlich zu bezeichnen, ist ein Hohn, sie kann im äußersten Fall entsprechend der Leitlinie sein - und die setzt lediglich Mindestanforderungen fest und wird von Fachleuten in Frage gestellt. Ob die Attraktivität eines Zirkuses ohne Wildtiere für das Publikum noch interessant ist, darüber zu entscheiden sollte mit Sicherheit nicht Aufgabe der Stadt sein. Fragen wir mal ein Wildtier im Zirkus, ob es sich so ein artgerechtes Leben vorstellt!

W.Phul
TSV "Menschen helfen Tieren Worms e.V."


Zirkus Krone vom 06.10. bis 12.10. in Worms

Die Aufstallung der Pferde in Einzelboxen.

Als Auslauf wird die Rückwand der Box aufgeklappt.

Der Paddock ist nicht größer als die Rückwand breit ist.

Der Auslauf der Elefanten

Die Außenanlage der Pferde

In einem zweiten Zelt fanden wir 7 Pferde

in Einzelboxen. Die Tiere hatten nicht einmal ein Paddock!

Pferde ( Lauftiere) dazu verurteilt ihr

Leben in kleinen Boxen zu beschließen.

In Ketten! Während unseres Besuchs waren

4 Elefanten im Zelt angekettet.

Die weiteren 4 Elefanten waren im Freien in einer

kleinen Absperrung.

Alle Elefanten webten!

Der Lächerlichkeit preisgegeben! Vier

Elefanten vor ihrer Zurschaustellung zur

Belustigung des Publikums.

Lama

3 Kamele teilen sich ihr Zelt mit Pony´s,

Ziegen,Lamas + 1 Wildschwein.

Selten haben wir so traurige Pferde gesehen.

Wildschwein

Tonga der Einsame. Seit Jahren vegetiert er

in einem kleinen Wagen mit Mini-Außengehe.

Kleiner kann ein Auslauf nicht mehr sein!

Im Wechsel werden die Pony´s einzeln umgesetzt.

Sie drehen ihre Kreise, mehr geht nicht.

Die Löwen, in einem reizarmen viel zu

kleinem Außengehege.

Tsavo, das arme Nashorn.

Ziegen

Lamas

Ein trauriger Esel

Zirkus Krone hat den kompletten Festplatz gemietet. Dieser Platz ist eigentlcih groß genug, um große Außengehege aufzubauen. Statt dessen werden die Tiere durch seinen Fuhrpark abgeschirmt. Auslauf auf Gras, wie das andere Zirkusse in Worms wenigstens praktizierten, gönnt man keinem Tier. Krone macht Werbung mit dem Satz: Vergessen Sie alles, was Sie über Zirkus wissen! Ja, vergessen Sie es und sehen Sie in die Augen dieser geschundenen Tiere. Sehen Sie ihr Leid und ihre Hoffnungslosigkeit! 700 Freikarten hat Krone für Sozialbetreute und Heimkinder verteilt. Er macht aggressiv Werbung und stellt sich als Wohltäter hin. Durch Zirkusbesuche wird Kindern ein falsches Bild vom Wesen der Tiere vermittelt. Wie ihr Leben nach der Vorstellung aussieht, danach fragt keiner. Wenn wir Kinder daran gewöhnen, dass es normal ist, dass Tiere nach unserer Peitsche tanzen, vermitteln wir ihnen nicht den Respekt vor der Würde und dem Recht auf Leben dieser Mitgeschöpfe.


Zirkuschef muss für ausgebüxte Bären büßen
Eine Geldbuße von 1000 Euro muss Zirkusdirektor Daniel Renz zahlen. Vor einem Jahr waren ihm zwei Braunbären aus einem Gehege entkommen. Einer biss einen Polizisten und wurde erschossen.
Der Fall machte Schlagzeilen: Vor knapp einem Jahr, im April 2009, entkamen in Kassel zwei Braunbären aus einem Gehege des Zirkus Universal Renz. Während im Zelt die Vorstellung im Gange war, liefen die Tiere frei an einer Bundesstraße umher. Autofahrer alarmierten die Polizei. Als die herbeieilte, biss einer der Bären einem Polizisten ins Bein. Die Beamten erschossen das Tier. Die Polizei erstattet Anzeige.
Am kommenden Donnerstag nun hätte der Bären-Ausbruch vor dem Kasseler Landgericht verhandelt werden sollen. Der Zirkusdirektor und einer seiner Mitarbeiter, der für die Sicherheit des Geheges zuständig war, sollten sich wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung verantworten. Ihnen wurde vorgeworfen, die Vorschriften zur Haltung der Bären nicht ausreichend beachtet zu haben. Neun Zeugen sollten dazu gehört werden.
Dazu kommt es nicht mehr. Das Verfahren sei eingestellt worden, teilte die Kasseler Staatsanwaltschaft gestern mit. Der Zirkusdirektor solle ein Geldbuße von 1000 Euro zahlen; sein Mitarbeiter habe einen Strafbefehl über 50 Tagessätze erhalten. Über die Höhe der Tagessätze wurden keine Angaben gemacht.
Nach dem Vorfall waren nicht nur Vorwürfe gegen Zirkusdirektor Daniel Renz laut geworden. Auch die Frage, ob Bären überhaupt in einen Zirkus gehören, wurde diskutiert. Die Tierschutzbeauftragte des Landes Hessen, Madeleine Martin, forderte ein Verbot verschiedener Wildtiere im Zirkus - darunter Bären, Elefanten und Affen.
Das Thema sei nach wie vor aktuell, sagte Martin gestern der FR. In anderen Ländern gebe es solche Verbote. Es gehe dabei nicht nur um Tierschutz, sondern auch um die öffentliche Sicherheit. Zum Beispiel sei es nicht zu akzeptieren, dass Elefanten, für die jeder Zoo stabile Gehege haben müsse, "mitten in der Stadt hinter einem Elektrodraht" gehalten werden dürften.


Zirkus Renz vom 10.12. bis 13.12.09 in Worms-Herrnsheim

Wer das elende Leben von Zirkustieren sich ansehen will, kann dies in Worms-Herrnsheim tun. Auf einem privaten Platz hat Zirkus Renz seine Zelte aufgeschlagen.Der Zirkus führt 1 Kamel,4 Ponys, 1 Büffel, Ziegen und zwei Pferde mit. Von einem Außengehege ist nirgendwo auch nur eine Spur zu sehen. Ebensowenig ein Tier. Weggesperrt in einem Zelt, sehen wir nur kurz den Kopf des Kamels, das zwischen Dach und Rückwand Frischluft schnuppert. Der Platz ist viel zu klein, um Außengehege aufstellen zu können. Der unbefestigte Boden eine riesige Wasserwüste. Zwei Transportwagen mit offenen Rampen sind zu sehen. Für den Betrachter ein Horror. Laut Zirkusleitlinie sind Außengehege ein unabdingbares "muß". Sind die Plätze zu klein, um Außengehe aufzubauen, sind sie schlichtweg ungeeignet und dürfen nicht angefahren werden. Es kann nicht sein, dass Tiere die Zeche zahlen, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen.

Es ist schon schlimm genug, dass sie Tag für Tag über unsere Straßen gekarrt werden.

Das Außengehege eines Kamels darf nicht unter 150 qm sein, so die Zirkusleitlinie.Man sollte sich einmal Gedanken darüber machen.

"Neben Zirkuswagen und Manege müssen für alle Tiere zusätzliche techn. Einrichtungen vorhanden sein, die weitere Fläche sowie zusätzliche Reize wie Witterungseinwirkungen, unterschiedliche Bodenstruktur usw. anbieten.(z.B. Veranden, Außengehege oder kombinierte Innen-Außengehege)."Leitlinien Stand:04.August 2000


Zirkus Baronn vom 03.10.08 bis 12.10.08 in Worms

Jeder, der einen Zirkus mit Tieren besucht, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er Tierleid unterstützt! In fahrenden Unternehmen können Tiere nie artgerecht gehalten werden! Selbst die Mindestanforderungen, die die Zirkusleitlinie vorschreibt, werden regelmäßig nicht eingehalten. Wenn die Lichter in der Manege ausgehen, verschwinden die Zirkustiere in ihren engen Käfigen. Tiger, die in der freien Wildbahn riesige Reviere durchstreifen, werden in Transportwagen weggesperrt. Reizarme Umgebung und lebenslanger Knast führen oftmals zu massiven Verhaltensstörungen. Wer gibt uns das Recht dazu? Es wird Zeit, dass diese Tierquälerei ein Ende hat!

In aneinander gereihten Boxen sind die Lamas..

+++++

....Ponys und Großpferde jeweils zu zweit untergebracht.

Eine minimale Einstreu, durchsetzt mit Unrat.

Wassertränken, unerreichbar für die Tiere!

In diesem Transportwagen fristen die Tiger ihr Dasein.

Ein Außengehege, nach der Zirkusleitlinie unbedingt erforderlich, ist nicht aufgebaut!

Die leeren Wassertränken der Ponys, Lamas + Großpferde

Täglich standen Tierschützer der Tierrechtsinitative Rhein-Main und des Tierschutzvereins "Menschen helfen Tieren Worms e.V." vor dem Zirkus und protestierten.

Nach den anhaltenden Protesten wurde für den Tiger ein nach oben offenes Außengehege am 7.10.08 aufgebaut. Es hatte wederBeschäftigungsmöglichkeiten noch erhöhte Liegeflächen. Der Tiger wurde von uns nie darin gesehen. Ponys,Pferde + Lamas erhielten einen Freilauf.

Baronn Frankenthal 18.10.2008

Nachfolgende Bilder boten sich uns, als Baronn kurz nach seinem Gastspiel in Worms in Frankenthal gastierte.

Der einzeln gehaltene Tiger in seinem Gefängnis.

Weit und breit ist kein Außengehege zu sehen, obwohl genügend Platz vorhanden ist ein Gehege aufzubauen.





Eine Verhöhnung des Tierschutzes und der Behörden. Baronn scheint nur auf massiven Druck seinen Tieren die minimalsten Freiräume einzugestehen. Eine Schande für jeden mitfühlenden Menschen - eine Quälerei höchsten Grades!


Protest gegen Zirkus
Tierschützer kritisieren Baronn / Stadt macht Auflagen

Vom 07.10.2008
 
Von
Susanne Müller
"Artgerecht ist nur die Freiheit" und "Kein Applaus für Tierquälerei": Mit deutlichen Sprüchen, großformatigen Transparenten und Megafon-Durchsagen protestierten gestern Demonstrierende der "Tierrechtsinitiative Rhein-Main" und Mitglieder des Wormser Vereins "Menschen helfen Tieren". Sie hatten sich vor der Kasse des Zirkus Baronn postiert, der noch bis zum kommenden Sonntag auf dem Festplatz gastiert. Und genau so lange soll auch der Protest gegen die Tierhaltung dauern. Bis zum 12. Oktober wollen die im Tierschutz Engagierten täglich einige Stunden vor dem Zirkuszelt Stellung beziehen.
Sie wollen die Besucher und Passanten darauf aufmerksam machen, wie Tiere leben müssen, die in der Manege für die Besucher nur wenige Minuten zu sehen sind - ihrer Meinung nach keinesfalls artgerecht. Zirkus Baronn führt in Worms einen Tiger, zwei Pferde, Ponys, Lamas und Guanacos mit. "Wie der Zirkus Baronn sie hält, ist ein ziemlich starkes Stück", sagte Victor Hahn von der Tierrechtsinitiative, "wir werden Anzeige erstatten - die Zirkusleitlinie wird bei weitem nicht eingehalten". So gebe es kein vorgeschriebenes Außengehege für den Tiger, die anderer Tiere hätten nicht ständig Zugang zu Wasser. "Dass die Zirkusleitlinien nicht eingehalten werden, ist doch wohl ungeheuerlich", bekräftigte auch Waltraud Phul von "Menschen helfen Tieren". Ein Besuch der Tierschau sei nur möglich, wenn man die Vorstellung besucht, "somit hält man sich neugierige Tierschützer vom Leibe". Ein Außengehege für Tiger müsste sofort nach Ankunft am neuen Gastspielort aufgebaut werden. "Bei unserer Kontrolle am Samstagnachmittag war davon aber weit und breit nichts zu sehen." Auch bei den Lamas, Ponys und Pferden seien Missstände festzustellen.
Reinhold Lieser, als stellvertretender Abteilungsleiter des Bereichs Umweltschutz und Landwirtschaft auch für den Tierschutz zuständig, betonte, dass Zirkus Baronn gemeinsam mit dem zuständigen Amtsveterinär Dr. Michael Lay überprüft worden sei: "Wir hatten nur leichte Beanstandungen und haben hier auch Auflagen gemacht, die kontrolliert werden - so wurde ein Hufschmied beauftragt, Hufpflege vorzunehmen". Ein Auslauf für den Tiger sei am vergangenen Mittwoch aufgebaut gewesen, "es ist aber richtig, die Tiere hatten kein Wasser". Die Zirkusleute hätten aber versichert, alle Tiere etwa alle drei Stunden zu tränken. Schon vor dem Gastspiel des Zirkus sei dieser - gemäß einem entsprechenden Stadtratsbeschluss und dem vorliegenden Fragenkatalog - überprüft worden: "Und hier hatten wir nichts zu bemängeln."
Und der Zirkus? Er wolle nicht mit den Demonstranten diskutieren, sagte Jerome Frank von Baronn: "Die Tiere haben es bei uns besser als in einem Stall. "

Waltraud Phul vom Wormser Verein Menschen helfen Tieren, Christine Jeck, Victor Hahn und Nadine Hornung (von links) wollen ihren Protest bis zum Ende des Gastspiels von Baronn aufrechterhalten.Foto: Niepötter / masterpress


Zirkus Krone in Hagen

Westfälische Rundschau 25.07.08!!!

Jubilee•: Glanzvolle Premiere gestern im Circus Krone auf dem Höing. Das Publikum war von den tierischen Stars und ihren Dompteuren, von atemberaubender Artistik und der klassischen Clowns-Nummer begeistert.
Weniger begeistert dagegen soll Hagens Amtsveterinär beim Besuch der Tiergehege gewesen sein.
Tierarzt Bell hatte mehrere Beanstandungen notiert, bestätigte Gerd Siskowski vom Amt des Oberbürgermeisters auf Anfrage – unter anderem sei die Boxengröße der Pferde bemängelt worden. Es ging dabei um mehrere konkrete Einzelpunkte, nicht um grundsätzliche Vorbehalte gegen Tierhaltung im Zirkus. Bürgermeisterin Brigitte Kramps, Tierschützerin aus ganzem Herzen, hatte das dazu veranlasst, der abendliche Premiere fern zu bleiben, bis die Angelegenheit geklärt ist.
Die Pressesprecherin des Zirkus, Dr. Susanne Matzenau, zeigte sich überrascht: Sie wusste von keinen Beanstandungen. Was die Boxengröße der Pferde betreffe, liege dem Zirkus eine behördliche Duldung bis 2009 vor.
Circus Krone - Krone - Jubilee
Tatsächlich war der über 100 Jahre alte Vorzeigezirkus Krone bereits im Dezember 2006 von der Organisation „Menschen für Tierrechte• angezeigt worden. Die Stadt Darmstadt hatte daraufhin eine Geldstrafe von 2 500 Euro verhängt. Das Unternehmen legte Einspruch ein und zahlte nicht. Ein Termin vor dem Amtsgericht war geplatzt.

Westfälische Rundschau 29.07.2008!
Der Pool fürs Vier-Tonnen-Flusspferd eine bessere Badewanne, das Wildschwein ohne Rotte...
Waren Sie auch im Zirkus? Stadttierarzt Wolfram Bell war zweimal da. Und nicht begeistert. Er schrieb dem Vorzeige-Zirkus Krone zig Mängel ins Buch (WR vom 25. Juli). Oder besser: hätte geschrieben, denn das Veterinärbuch lag gar nicht vor.
Dass vieles Show ist, was scheinbar glänzt? Bell und damit die Stadt Hagen drohen Krone Zwangsgelder in Höhe von rund 3 000 € an, wenn Auflagen nicht erfüllt werden. Der größte Mangel: das Platzangebot für die Tiere. So sei der „Pool• für Poppäa, ein reines Schautier ohne Manegenauftritt, zu klein. Auch Elefanten und Pferde hätten weder genug Platz noch ausreichend Bewegung. Auf dem angemahnten Paddock hatte Bell auch bei einer zweiten Visite keinen der 60 Hengste gesehen. Bedenklich - notierte er zum Zustand besonders eines Elefanten: Verdacht auf Tuberkulose. Nicht nachprüfbar übrigens, weil besagtes Veterinärbuch in München sei. Auch Elefanten, die Kopfstehen, will ein Tierarzt so nicht sehen.
Der Zirkus selbst beruft sich auf Ausnahme-Genehmigungen - auch in Sachen Artenschutz. Er war bereits im Dezember 2006 von „Menschen für Tierrechte• angezeigt worden. Die Stadt Darmstadt hatte daraufhin eine Geldstrafe von 2 500 Euro verhängt.


Pressemitteilung
Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
19.05.2008

Zirkus Krone vor Gericht

Darmstadt/Aachen. Am Dienstag, den 20.05.2008, muss sich Christel Sembach-Krone, die Direktorin des Zirkus Krone, vor dem Amtsgericht Darmstadt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Tierschützer des Vereins Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Hessen – Mitgliedsverein des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte – hatten, als der Zirkus in Darmstadt gastierte, Anzeige erstattet.
Zirkus Krone, nach eigenen Angaben Europas größter Zirkus, rühmt sich einer vorbildlichen Tierhaltung. Doch gerade daran zweifeln Tierschützer seit Jahren. Nun steht der Zirkus in Darmstadt wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz vor Gericht.
Die Menschen für Tierrechte Hessen erstatteten Anzeige, nachdem sie bei einem Besuch der Tierschau sieben Elefanten in Ketten angetroffen hatten und diese ausgeprägte Stereotypien (Verhaltensstörungen) zeigten. Diese deutet der Elefantenexperte Prof. Fred Kurt als Symptom sozialer Vereinsamung unter Kettenhaltung. Zudem zeigten die Tierschützer an, dass Pferde und Ponys im Stallzelt in Einzelboxen gehalten wurden. Auslaufmöglichkeiten hätten nicht bestanden. Eine Gruppe Schweinsaffen wäre in einem vergitterten mit Plexiglasscheiben versehenen Transportwagen gehalten worden. Lediglich ein Ast und ein Reifen dienten den bewegungsfreudigen Tieren als Beschäftigungsmöglichkeit.
Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, hofft auf eine Verurteilung: “Es ist erbärmlich, dass in einem so wohlhabenden Zirkus Tiere unter solch schrecklichen Bedingungen gehalten werden. Dies zeigt einmal mehr, dass eine artgerechte Haltung von Wildtieren im Zirkus auch mit entsprechenden Mitteln nicht möglich ist.“ Deswegen fordert der Bundesverband den Zirkus Krone auf, die Haltung von Wildtieren einzustellen.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit Jahren für ein grundsätzliches Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus ein, wie es in anderen Ländern, z. B. Österreich, bereits existiert.


Pressemitteilung
Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

19.05.2008 - 12.15 Uhr

Sehr geehrte Medienvertreter,

soeben erfuhren wir, dass die mit unserer heutigen Presseinformation angekündigte
Gerichtsverhandlung in Sachen Zirkus Krone ohne weitere Terminangabe vertragt worden ist.

Mit freundlichen Grüßen

Bundesverband Menschen für Tierrechte


MHT fordert Gastspielverbot für Zirkusse die mit Tieren auftreten in Worms

Offizielles Schreiben an die Stadt Worms am 12.10.2002

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren !

Wir beantragen, dass der Stadtrat ein Gastspielverbot für Zirkusse, die mit Tieren auftreten, erlässt. Die Städte Heidelberg

und Neustadt gehen mit gutem Beispiel voran. In Neustadt dürfen Zirkusse mit Tieren bereits nicht mehr gastieren und

auch die Stadt Heidelberg hat in einer beispiellosen Aktion in der jüngsten Vergangenheit bereits neun von zehn Anträgen

von Zirkussen abgelehnt.

Wir haben über Jahre hinaus in Worms gastierende Zirkusse überprüft und dabei immer gravierende Verstöße gegen die

Zirkusleitlinie und das Säugetiergutachten feststellen können. Problematisch wird es dann für das zuständige Amt für

Umwelt bzw. das Veterinäramt einzuschreiten, da die Beschlagnahmung der Tiere diese Ämter vor schier unlösbare

Probleme stellt. Wohin mit den Tieren ? Es fehlen Auffangstationen und Plätze die Tiere artgerecht unterzubringen. Dies

ist zudem mit großem finanziellen Aufwand verbunden. Uns Tierschützern liegt natürlich in erster Linie das Wohl der Tiere

am Herzen. Wie inzwischen allen bekannt sein dürfte, ist es für Zirkusbetreiber unmöglich, an den jeweiligen Standorten

auch nur annähernd die erforderlichen Min-destanforderungen zur Haltung der Tiere zu erlangen. Auch weisen wir auf die

Gefährlichkeit für die Bevölkerung hin, die durch nicht artgerechte Haltungsbedingungen Wildtiere derart unter Stress

stellen, dass es schon oft genug zu Unfällen, auch tödlichen, gekommen ist. Seit Monaten steht die Stadt vor dem großen

Problem, den Tiere in der Güterhallenstraße in Worms eine artgerechte Haltungsform zu ermöglichen. Entscheidungen

werden immer wieder hinausgeschoben, weil man nicht weiß, wie man entscheiden soll. Für die Stadt momentan ein Einzelfall,

für uns Tierschützer ein Beispiel von vielen. Nicht artgerechte Haltungsbedingungen und massive Verstöße gegen das

Tierschutzgesetz. Hier ist es nicht einmal möglich den Mindestanforderungen der Zirkusleitlinie gerecht zu werden,

geschweige denn dem Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren, das für diese Tiere

uneingeschränkt greifen müsste. Die Situation dieser Tiere wird sich in den kommenden kalten Monaten extrem

verschlechtern.Wir weisen hier nochmals eindringlich auf die Einzelhaltung des Mandrills hin, der zudem auf der Liste der

stark bedrohten Tiere steht!

Die Käfige für die Tiere sind immer zu klein. Sie können ihren natürlichen Bewegungsdrang in den beengten Haltungssystemen

nicht ausleben. Stressfaktoren wie reizarme Ausstattung, Einzelhaltung und die Transporte von Ort zu Ort verschlimmern

diese Situation.Verhaltensstörungen sind bei Zirkustieren sehr stark ausgeprägt. Tierwidrige Dressuren und oft unzureichende

und unsachgemäße Versorgung führen bei Zirkustieren zu schwerwiegenden körperlichen Beeinträchtigungen.Tiere, die im

Zirkus gezeigt werden sind weder niedlich noch süß, sondern Lebewesen mit ganz spezifischen Bedürfnissen.

Überlegungen, die die Existenz der Zirkusbetreiber als gefährdet sehen, dürfen hier nicht greifen. Diese Menschen haben sich

freiwillig für diesen Beruf entschieden, haben entschieden ihren Unterhalt mit Tieren zu verdienen. Die Tiere hatten diese Wahl

nicht. Wir müssen dafür Sorge tragen, dasss die gesetzlichen Möglichkeiten zum Tragen kommen, zum Schutz der Tiere, für

die wir Verantwortung haben. Sicher ist es für Kinder schön, Tiere hautnah zu sehen. Dies bedeutet aber nicht, dass dies auf

Kosten von Leiden der Tiere geschehen darf. Kinder, die Erwachsenen von Morgen, sollten sensibilisiert werden für die

Bedürfnisse der Tiere, und diese in ihrem natürlichen Lebensraum sehen, um sie zu begreifen. Ein nicht unmögliches

Unterfangen im Zeitalter des Fernsehens.

Am 1.8.2002 wurde das Staatsziel Tierschutz rechtswirksam. Der Artikel 20a in seiner neuen Fassung räumt somit dem

ethischen Tierschutz Verfassungsrang ein. Die allgemeinen auf das Tierschutzgesetz gestützten Grundsätze der Tierhaltung

gelten uneingeschränkt auch für Zirkustiere.

Ihrer Entscheidung sehen wir mit Interesse entgegen und verbleiben

mit freundlichem Gruß
Waltraud Phul
1. Vorsitzende


Zirkus +++++++ Bilder zum Thema

Jedes Jahr ziehen ca. 300 Zirkusse durch Deutschland. Zirkusse mit Tieren, die ihrer natürlichen Lebensräume entrissen,

in engen Zirkuswagen gehalten, über Deutschlands Straßen rollen. Ein Leben als Unterhaltungsobjekte. Viele Besucher der

Zirkusse denken leider immer noch nicht darüber nach, dass ihretwegen diese Tiere ein jämmerliches Leben führen müssen.

Für Zirkustiere gibt es keine Gesetze - nur Zirkusleitlinien ! Selbst diese Mindestanforderungen umgehen die meisten

Zirkusbetreiber. Auflagen von Amtsveterinären entziehen sie sich, indem sie sehr schnell ihre Zelte abbrechen und

weiterziehen. Eine artgerechte Haltung ist in Zirkussen nicht möglich. Die Gefangenhaltung und Dressur von Tieren ist

immer mit erheblichen Leiden verbunden. Schläge und Futterentzug sind Mittel, den Willen der Tiere zu brechen. Gern

gehaltene Publikumsmagnete sind Elefanten, Tiger, Bären, Kamele, Affen und Giraffen. Ein exotischer Tierbestand verspricht

volle Kassen. Oftmals sind schon die klimatischen Bedingungen bei uns für viele Zirkustiere denkbar ungeeignet.

Viele Tiere erleiden Erfrierungen, weil die Zirkusse nicht die Möglichkeit haben, sie ihren Bedürfnissen entsprechend zu halten.

Kaum einer denkt darüber nach, dass hier Tiere aus ihren Familienverbänden gerissen werden. Das Tierkinder brutal von

ihren Müttern getrennt werden. Kein Tier fühlt sich in Gefangenschaft wohl. Kein Elefant liebt die Fussfessel, die ihn am

Weglaufen hindert. Elefanten, die einen stark ausgeprägten Familiensinn und ein festgefügtes Sozialverhalten haben,

werden nur zu oft als Einzeltiere gehalten. Obwohl die Zirkusleitlinie eine Einzelhaltung nur in Ausnahmefällen gestattet,

ist die Einzelhaltung an der Tagesordnung. Kein Zirkustier liebt die Peitsche, die es zum Gehorchen zwingt.

Würden wir unseren Kindern die volle Wahrheit über das Leben eines Zirkustieres sagen, wir fänden bei Ihnen sicher kein

Verständnis.

Leider gibt es für misshandelte Zirkustiere immer noch zu wenig Auffangstationen. Hier ist der Gesetzgeber gefragt.

Solange Zirkusse exotische Tiere mitführen dürfen, muß gewährleistet sein, dass für ihre Unterbringung im Falle der

Beschlagnahmung gesorgt ist.

Wenn Sie einem armen Zirkustier helfen wollen, besuchen Sie keinen Zirkus
mit Tieren mehr. Damit endlich ein Umdenken

stattfindet und Tiere nicht für oberflächliches Amusement leiden müssen.

Bilder zum Thema


Zirkus Probst vom 17.10.07 bis 21.10.07 in Worms

Das Mitführen eines Giraffenbullens ist aus tierschützerischen Aspekten zu verurteilen. Der ständige Transport von Gastspielort zu Gastspielort ist für diese Tiere aufgrund ihrer Anatomie eine ungeheuere Belastung.

Die Löwen waren in einem dreigeteilten Transportwagen untergebracht. Sie hatten zum Zeitpunkt unseres Besuches keinen Zugang zum Außengehege. Es fehlten erhöhte Liegeflächen, Kratzbäume und Spielzeug.Dem Außengehege fehlte eine Sicherheitsabdeckung.

Das Nashorn hatte einen einsam umherliegenden Holzblock im Außengehege. Ein tristes und karges Leben ohne Beschäftigung.

Mehrere Kamele, Rinder und Pony´s im Stallzelt.

Eine Elefantenkuh (im Bild) hatte ein steifes Vorderbein und mehrere Vernarbungen an Körper und im Gesicht.

Bundesweit laufen Bestrebungen gegen eine Haltung von exotischen Tieren in Zirkussen. Um dies auch in den Gedanken der Wormser Bürger zu manifestieren halten wir es für unsere Pflicht, über das Leben von Zirkustieren aufzuklären. Der Besucher muß sich darüber im Klaren sein, dass durch seinen Besuch Tiere ein Leben in Gefangenschaft fristen. Vergnügen für 2 Stunden rechtfertigt keine lebenslange Haft von Wildtieren!
Was beim Zirkus Probst auffiel waren zwar größere Gehege als üblich, die Ausstattung dieser war alledings karg und reizarm.


Zirkus Busch-Roland in Worms vom 25.04.07 bis 29.04.07

Da Busch-Roland keine Tierschau hatte,

konnten wir die Unterbringung der Tiere

nur aus der Ferne begutachten.

Ein einsamer Löwe auf einer Terrasse...

Abgestellt.....

Verwahrt.......

-----------

Die einzigen Tiere die wir in einem Auslauf

vorfanden

Die Rückseite des Raubtierwagens. Dahinter

das Außengehege. Nutzlos ohne Verbindung

zum Wagen, ohne Ausstattung, keine

erhöhten Liegeflächen, keine Abdeckung

nach oben. Als Attrappe aufgebaut.

Armselig.......

Der Zirkus ist im Besitz eines Mönchsgeiers.

Wo das Tier untergebracht war, entzieht sich

unserer Kenntnis. Laut Gutachten steht ihm

Außengehege von 24 qm zu. Eine falknerische

Haltung ist aus tierschützerischen Gründen

abzulehnen.

Das Gelände in Worms bietet jede Menge Platz

um große Außengehege aufzubauen. Platz-

mangel kann in Worms nie ein Argument für

zu kleine oder fehlende Außengehege sein!


Zirkus Simoneit-Barum in Worms vom 08.11.06 bis 12.11.06

Pferdehaltung

++++++++++++

Die Pferde und Ponys werden bei Barum in Boxen gehalten.

Für Pferde, die Fluchttiere sind, eine Tortur. Die Dromedare

fanden wir in einem überdachten Außengehege, ebenso die

Boxen der Ponys.

Tsavo, das einsame Nashorn

++++++++++++

Tsavo wurde 1974 in Holland geboren und ist seit 1978 im

Besitz von Barum. Sein Lebensraum ist ein Zirkuswagen

und ein Außengehege. Lt. Leitlinie soll im Stall eine

Mindesttemperatur von 18 Grad C sichergestellt sein,

wichtig sind Scheuerbalken aus Weichholz,

schwere Holzblöcke, frische Äste und Zweige zur

Beschäftigung. Das Aussengehege muß mindestens

125 qm groß sein.

Davon träumt Tsavo wohl nur.

Kamele und Dromedare

++++++++++++

Lieber nie geboren,

als so zu leben !

Tiger und Löwen

++++++++++++

Die gemischte Raubtiergruppe des Zirkus Barum. Reizarme

Umgebung, keine erhöhten Liegeflächen, keine Spielgeräte.


Zirkus Universal Renz in Worms vom 01.10.09 bis 04.10.09

In Worms gehen die Uhren anders - wenn wundert das?! Während in anderen Städten ernsthafte Bestrebungen laufen, für Zirkusse mit exotischen Tieren ein Auftrittsverbot zu erwirken, breitet Worms seine Arme aus. Auch wenn man durch Zeitungsberichte, jahrelange Aufklärungsarbeit durch Tierschutzvereine über das Elend der Zirkustiere informiert wurde - man trottet in den Zirkus. Tierschschützern verwehrt man den Zutritt zur Tierschau, weil man genau weiß, dass diese Mißstände finden und aufdecken.Als wir Flyer vor dem Zirkus verteilten, um wenigstens den ein oder anderen Besucher wachzurütteln, versuchte man uns unter Polizeiandrohung zu vertreiben. Das Recht nehmen Zirkusleute nur für sich in Anspruch. Aber wo bleiben die Rechte der Tiere? Hunde werden an kurzen Ketten an den Wohnwägen angebunden und Außengehege für Zirkustiere nur so lange aufgebaut, wie die Behörden Dienst haben.Sieht man sich diese Außengehege genauer an, bekommt man es oftmals mit der Angst zu tun. Wie konnten 2 Bärinnen des Universal Renz in Kassel ausbrechen, wenn die Sicherheitsbestimmungen in Ordnung waren? Aber die Zeche zahlte ja nur die Bärin mit ihrem Leben. In Worms kümmert das anscheinend niemand, bis etwas passiert..Hut ab vor der Amtsveterinärin Flohr, diese Frau zeigt Zivilcourage, etwas, was es heute in unserer Gesellschaft nur noch selten gibt. Im Jahre 2006 hatte Renz nur einen Elefanten - 2009 waren gleich3 Elefanten präsent. Tiere, die von einem Zirkus in den nächsten verschoben werden. Elefanten, die  normal  in Familienverbänden leben, werden je nach Bedarf von einem Zirkus zum nächsten geschoben.. Noch während am Sonntagmittag die Vorstellung lief, war das Außengehege der Bärinnen abgebaut und die Hälfte des Wagen bereits geschlossen. Eingekerkert, damit der Zirkusbesucher sich zwei schöne Stunden machen kann. Welches Tier würde die Gefangenschaft wählen, wenn es die Wahl hätte? Und glauben Sie nicht an das Märchen vom Training mit Belohnung, die Wildtiere gehorchen, werden ihrer Würde beraubt, weil sie Angst vor Bestrafung haben! Jeder, der einen Zirkus besucht, macht sich mitschuldig.

Ein idyllisches Bild das trügt

Auch das ist Alltag im Zirkus. Angekettete

Hunde am Wohnwagen.

Bärenkäfig am Donnerstag,01.10.

Bärenkäfig am Sonntag, 04.10. als

man wusste, die Ämter haben geschlossen

Das Aussengehege war abgebaut und der

Wagen war halb geschlossen


Krokodil beisst Zirkuschef Daumen ab

Laut dpa-Meldung vom 4.12.06 wurde in einer Vorstellung des Zirkus Universal Renz in Le Mans/Frankreich dem Zirkusdirektor Daniel Renz der rechte Daumen von einem Krokodil während der Reptilienshow abgebissen.
Als Universal Renz vom 10.-14.5.06 in Worms gastierte waren keine Krokodile dabei.
Anders im Februar 2002. Damals warb Universal Renz noch mit Europas größter Reptilienshow und posierte mit einem Krokodil vor der Kamera bei der Übergabe von Freikarten mit dem damaligen OB der Stadt. Der hatte wohl Glück, dass er noch alle fünf Finger behielt!

Zirkus Universal Renz in Worms vom 10.05.06 bis 14.05.06

Wir statteten dem Zirkus Universal Renz einen Besuch ab, um uns die Tierhaltung genauer anzusehen. Da wir nach dem ersten Versuch zu fotografieren, sehr agressiv aufgefordert wurden dies zu unterlassen, konnten wir nur wenige Bilder ausserhalb des Geländes machen. Durchweg war es eine katastrophale Tierhaltung.

Die Ziegenhaltung des Zirkus


Der Lebensraum der Tiger. wie auch bei den Bären, kein Trinkwasser, keine Beschäftigung innerhalb des Käfigs sowie kein Zugang zum Aussengehege.


Das alte Kamel wie auch der Elefant in Einzelhaltung

In diesem Wagen waren die Bären untergebracht. Sie hatten kein Trinkwasser, keine Bademöglichkeit, keine Beschäftigungsmöglichkeit und kein Zugang zum Aussengehege. Ein Bär hatte eine Verletzung an der Pranke.


In Einzelhaltung



Zirkus Althoff

Managerin darf keine Elefanten halten
Ex-Zirkus-Mitarbeiterin muss wegen Verstoßes gegen Tierschutzgesetz 600 Euro Strafe zahlen
BAD KREUZNACH/HEIDELBERG (jä/sum).

600 Euro Geldstrafe und für die Dauer von drei Jahren das Verbot, Elefanten zu halten: So lautete gestern das Urteil des Amtsgerichts Bad Kreuznach für die ehemalige Zirkus-Managerin wegen vorsätzlichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 48-Jährige gemeinsam mit dem Betreiber des ehemaligen „Circus Giovanni Althoff“ Halterin der inzwischen verstorbenen Elefantenkuh Maya gewesen war. Der 30 Jahre alte Elefant war 2005 ohne Futter und ohne funktionierende Heizung bei Guldental zurückgelassen worden. Zuvor war der Zirkus in Oppenheim, Bodenheim, Mommenheim und Bingen gewesen. Die Kreisverwaltung Bad Kreuznach hatte die Abgabe des Tieres in eine geeignete Haltung zu erwirken versucht, insbesondere nachdem ein Elefanten-Sachverständiger im Juli 2005 das Tier begutachtet hatte. Der Sachverständige Dr. Olaf Behlert hatte bei Maya eine chronische Gelenkentzündung festgestellt, die er auf Skelettveränderungen durch die mehrjährige Zirkusarbeit zurückführte. Die Kreisverwaltung hatte daraufhin ein Reiseverbot für Maya erteilt, ausgenommen davon war der Transport in eine Pflegestelle.

Bei seinem Abzug hatte der Zirkus nicht dafür gesorgt, dass die für die Haltung von Elefanten vorgeschriebene Mindesttemperatur von 15 Grad Celsius im Zelt gewährleistet war. Die Kreisverwaltung beschaffte einen Ersatz für die defekte Zeltheizung und übernahm auch die Kosten der tierärztlichen Versorgung. Mit Spenden aus der Bevölkerung wurde das Futter für Maya finanziert. Als unverantwortlich hatte der Sachverständige auch das Zurücklassen von Maya ohne ein weiteres Tier bezeichnet, da Elefanten in hohem Maße auf ihre Herde angewiesen seien.

Das kranke Tier war nach längerem Hin und Her schließlich in den Zoo Heidelberg gebracht worden, wo es aber nach kurzer Zeit starb.

Die Feststellung, dass die 48-Jährige Halterin des Tieres war, begründete das Gericht auch mit einem Verfahren gegen die ehemalige Zirkusmitarbeiterin vor dem Landgericht Hanau im Juni 2006. Die 48-Jährige hatte dort in einer Erklärung ihres Verteidigers eingeräumt, Halterin des Elefanten Maya zu sein. Wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Tierschutzgesetz hatte sie damals das Hanauer Landgericht zu einer Geldstrafe von 1300 Euro verurteilt.

Die Feststellung des Kreuznacher Gerichts, dass der Zirkus schon seit längerem unter finanziellen Problemen leide und daher die sachgemäße Haltung der Tiere nicht mehr habe gewährleisten können, führte gestern im Gerichtssaal zu einem Wutausbruch des Zirkusbetreibers, der als Zeuge geladen war. Der 71-Jährige unterbrach mehrfach den Richter und wurde gegenüber einem Vertreter der Tierrechtsorganisation Peta, Dr. Edmund Haferbeck, verbal ausfällig und bedrohte ihn. Haferbeck kritisierte nach dem Urteil erneut Städte und Kreise auf der Leidenstour des Tieres des Zirkus’, „die nichts gegen diese Missstände unternommen hatten, im Gegenteil“: Lokale Politiker hätten sich sogar noch hinter den Zirkus gestellt und so die Tierschützer desavouiert. Dieses Fehlverhalten sei mit erheblichen Leiden für die Tiere verbunden gewesen, da diese durch Unterlassung behördlicher Amtshandlungen nicht abgestellt wurden.

Im Sommer 2004 kam der ehemalige „Circus Giovanni Althoff“ nach Oppenheim – mit ihm fünf indische Elefanten. In der Mitte die verstorbene Elefantenkuh Maya, von zwei weiteren Tieren fehlt nach Auskunft von Tierschützern bis heute jede Spur.

Zirkus Althoff

Staatsanwalt: Zirkus ließ Maya leiden
Anklage in Bad Kreuznach / Schicksalsweg der Elefantenkuh endet im Heidelberger Zoo

Vom 27.01.2009

BAD KREUZNACH/HEIDELBERG. Vor drei Jahren hatte Elefantenkuh Maya aus dem ehemaligen Zirkus Giovanni Althoff für Furore gesorgt. Sie war ohne Futter zurückgelassen worden - Betreiberehepaar und Direktionsassistentin müssen sich verantworten.
Von
Christine Jäckel

Der Vorwurf vor dem Amtsgericht in Bad Kreuznach: Giovanni Althoff , Evelyn Althoff und Barbara Rothmund haben als Eigentümer und Halter des Zirkuselefanten "einem Wirbeltier lange anhaltende Schmerzen und Leiden zugefügt". Das Tier war nicht angemessen versorgt, sie hätten in Kauf genommen, dass die Elefantenkuh Schmerzen erleiden musste. Zum Prozessauftakt am gestrigen Montag erschien aber lediglich die ehemalige Mitarbeiterin; das Verfahren gegen sie wurde daraufhin abgetrennt. Der Anwalt des Zirkusbetreibers legte ein Attest vor, wonach dessen Ehefrau erkrankt ist.

2005 war mit dem etwa 30 Jahre alten Tier auch ein Tierpfleger auf dem Gelände geblieben, der im ehemaligen Zirkus Giovanni Althoff gearbeitet hatte. Der Mann hatte ebenfalls nicht über Mittel zur Versorgung des Tieres verfügt, schließlich spendeten Bürger. Die Kreisverwaltung übernahm die Kosten der tierärztlichen Versorgung und sorgte für eine Zeltheizung, da die zirkuseigene Heizung nicht betriebssicher war.

Wie Amtstierärztin Dr. Petra Bänsch erläuterte, habe sich damals die Kreisverwaltung veranlasst gesehen, schon bald nachdem der Zirkus auf den Breitenfelser Hof umgezogen war, aus tierschutzrechtlichen Gründen tätig zu werden. Mit insgesamt fünf Elefanten und 17 Pferden war der Zirkus vom rheinhessischen Mommenheim nach Guldental umgesiedelt. Der Zustand der Elefantenkuh Maya sei problematisch gewesen, da sie chronische Schäden am Skelettsystem hatte und vor Erschöpfung mehrmals zusammengebrochen war. Die Kreisverwaltung hatte daraufhin die Abgabe des Tieres verfügt. Die Zirkusleitung war außerdem der Forderung der Verwaltung nicht nachgekommen, ein Konzept für den weiteren Betrieb vorzulegen. Bei all diesen Verhandlungen sei in erster Linie die Direktionsassistentin ihre Ansprechpartnerin gewesen, sagte Bänsch.

Der Sachverständige Dr. Olaf Behlert hatte am 16. Juli eine Begutachtung der kranken Elefantenkuh vorgenommen. Das Tier litt unter einer chronischen Gelenkentzündung, die sich im Laufe seiner Zirkusarbeit über Jahre verstärkt hatte, erklärte der Gutachter. Im Zelt auf dem Breitenfelser Hof hatte Maya zudem unter der kalten Witterung gelitten. Für die Haltung vorgeschrieben ist eine Mindesttemperatur von 15 Grad Celsius. Dass man das Tier darüber hinaus ohne einen weiteren Elefanten dort zurückgelassen habe, bezeichnete der Sachverständige als unverantwortlich, da Elefanten als soziale Tiere auf ihre Herde angewiesen seien. Für Oberstaatsanwalt Norbert Grieser stand nach der Beweisaufnahme fest, dass sich die Angeklagte eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz schuldig gemacht hatte. Durch die unsachgemäße Haltung seien dem Tier erhebliche Leiden zugefügt worden, für die auch die 48-Jährige eine Mitverantwortung treffe. Grieser beantragte in ihrem Fall eine Geldstrafe von 600 Euro und ein Halteverbot für Elefanten. Der Verteidiger der ehemaligen Direktionsassistentin, die derzeit arbeitslos ist, begründete dagegen seinen Antrag auf einen Freispruch damit, dass seine Mandantin gegenüber der Verwaltung lediglich in einer Funktion als Sekretärin Weisungen ihres damaligen Arbeitgebers ausgeführt habe. Er stellte zudem den Antrag, zu diesem Punkt den Zirkusbetreiber als Zeugen zu hören. Richter Wolfram Obenauer kündigte für Montag, 2. Februar, 12 Uhr, eine Entscheidung über den Antrag und eventuell einen Urteilsspruch an.


Kranker Zirkuselefant bei Paris gerettet

Verwundetes Althoff-Tier nach Suchaktion beschlagnahmt und in einen Zoo überführt

Vom 31.01.2006

cb. PARIS/OPPENHEIM/MOMMENHEIM Tierschutzorganisationen und Behörden haben in Frankreich eine weitere Elefantenkuh des früheren "Circus Giovanni Althoff" beschlagnahmt. Das teilen französische Nachrichtenagenturen und der Bundesverband der Tierversuchsgegner mit.

Die französische Organisation "One Voice" und die Initiative Tierschutz für Pferde (ITP) aus Vechta hatten die vier Elefanten in den vergangenen Wochen in Frankreich aufgespürt, nachdem sie der geplanten Beschlagnahme in Deutschland entzogen worden waren. Sie wurden im November von Bingen aus heimlich nach Frankreich transportiert und dort bei einem Zirkusunternehmen untergebracht. Mit Hilfe eines Tierpflegers, der die Elefanten zu Althoff-Zeiten betreut hatte, wurden die Tiere anhand von Fotos zweifelsfrei identifiziert. Daraufhin informierten die Tierschützer die französischen Behörden, doch wieder wurde ein Tier, die kranke und geschwächte Elefantenkuh Vicky, dem behördlichen Zugriff entzogen und an einen anderen Ort transportiert. Jetzt fanden Mitarbeiter von "One Voice" das Tier beim Zirkus "Willie Zavatta", wo es, so der Bundesverband der Tierversuchsgegner, in einem Lastwagen angekettet gewesen sei.

Vicky habe mehrere Wunden und zeige stereotypes Verhalten. Daraufhin nahm die Organisation erneut Kontakt mit den Behörden auf, die das Tier jetzt beschlagnahmten und zunächst in den Zoo von Thoiry brachten. Dort wurde es von einem Wildtierspezialisten betreut. Gestern kam Vicky nach AZ-Informationen wohlbehalten an ihrem endgültigen Aufenthaltsort, einem Zoo außerhalb von Frankreich, an.

Der französische Zirkus, bei dem Vicky beschlagnahmt worden war, hatte nach Auskunft der Tierversuchsgegner keine Papiere, die ihn zur Haltung des Elefanten berechtigten. Der Direktor des französischen Zirkusunternehmens muss sich nun vor dem Strafgericht Melun südwestlich von Paris verantworten.

Bereits im November war Elefantenkuh Maja in Guldental bei Bad Kreuznach gerettet worden, nachdem Giovanni Althoff das kranke Tier dort zurückgelassen und nur mit vier Elefanten nach Bingen-Kempten weitergezogen war. Maja lebt heute im Heidelberger Zoo.

Der frühere "Circus Giovanni Althoff" saß seit Juli 2004 mehrere Wochen auf der Oppenheimer Festwiese fest, reiste von dort ins Bodenheimer Unterfeld und fand schließlich ein Winterquartier in Mommenheim, wo er mehrere Monate blieb. Im Juni 2005 ging es dann weiter nach Guldental und von dort nach Bingen. Dort leben die Zirkusfamilie und die verbliebenen Tiere noch immer, gespielt wird aber bislang nicht. Am gestrigen Montag soll im Zirkus nach AZ-Informationen ein Pony gestorben sein.

Allgemeine Zeitung Mainz/Oppenheim


Pressemitteilung
Menschen fuer Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.


Kranker Elefant 'Maja' des Giovanni Althoff endlich in Sicherheit -
Couragierte Amtstieraerztin setzt Tierschutz durch



Der ehemalige Zirkus Giovanni Althoff geriet insbesondere wegen
schlechter Tierhaltung vor knapp zwei Jahren in die Schlagzeilen.
Die Genehmigung fuer Auftritte wurde ihm entzogen, das Gros der
schlecht gehaltenen Tiere jedoch nicht. Der Bundesverband Menschen fuer Tierrechte freut sich daher ueber das zielstrebige Handeln der Bad Kreuznacher Amtstieraerztin Dr. Petra Baensch, die heute in einer gut vorbereiteten Aktion die schwer kranke Elefantin 'Maja' dem ehemaligen Zirkus Giovanni Althoff weggenommen und in den Heidelberger Zoo gebracht hat.


"Das vorbildliche Handeln von Frau Dr. Baensch hat in Deutschland
Seltenheitswert, die meisten Amtstieraerzte kneifen beide Augen zu und warten, dass der Zirkus in einen anderen Kreis zieht. Um das Leiden der Zirkustiere in Deutschland zu beenden, brauchen wir dringend ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen," so Dr. Christiane Baumgartl-Simons, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Menschen fuer Tierrechte.

Nach Aussagen des Tierrechtsverbandes haette der Landrat des
Kreises Mainz-Bingen, Claus Schick, bereits im Fruehjahr des
Jahres die 5 Elefanten, 11 Haflingerhengste und 6 Shetlandponys
dem voellig mittellosen Giovanni Althoff wegnehmen muessen, als
sich dieser in Mommenheim niedergelassen hatte. Doch Schick handelte
nicht. Zurzeit halte sich Giovanni Althoff wieder mit den Tieren im Kreis Mainz Bingen auf. Nach der heutigen Wegnahme der Elefantin 'Maja', die aufgrund ihrer Erkrankung im Kreis Bad Kreuznach verblieb, muesse nun auch Landrat Claus Schick taetig werden und die restlichen Althoff-Tiere einziehen. Es duerfe nicht geduldet werden, dass ein Landrat den Tierschutz nach eigenem Ermessen umsetzen wuerde.

Jahrelang schon steht der seit Generationen bekannte Zirkus Giovanni
Althoff in der Kritik. Insbesondere die Elefantenhaltung wird angeprangert. Elefanten starben oder wurden eingeschlaefert, die unterernaehrte Elefantenkuh 'Sikim' wurde auf behoerdlichen Druck hin an den Osnabruecker Zoo abgegeben. Vor gut einem Jahr wurde der Zirkusbetrieb endlich stillgelegt. Einige Tiere wurden beschlagnahmt, etliche verblieben jedoch bei Althoff. Gegen drei Verantwortliche des Unternehmens will die Staatsanwaltschaft Hanau Anklage wegen Tierquaelerei erheben.


Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes vom 10.06.2005

Elefant aus dem früheren Zirkus Giovanni Althoff muss in Tierklinik - Wanderzirkus darf mit Elefant nicht weiterziehen.

Der Deutsche Tierschutzbund appeliert an die für Tierschutz zuständige rheinland-pfälzische Landesministerin Margit Conrad, die Elefantenkuh "Maja" des früheren Wanderzirkus Giovanni Althoff unverzüglich in eine Tierklinik zu überweisen. Die Weiterreise des Tieres nach Bad-Kreuznach muss gestoppt werden, da erhebliche Zweifel bestehen, dass Elefantenkuh reisefähig ist.

Das Elefantenweibchen "Maja" des ehemaligen Zirkus Giovanni Althoff verletzte sich vor wenigen Tagen offenbar schwer. Nur mit Hilfe der Feuerwehr konnte das Tier wieder auf die Beine gestellt werden, so Medienberichte. bereits vor drei Wochen habe das gleiche Tier ebenfalls nicht aus eigener Kraft aufstehen können. Auch wenn beide Ereignisse ganz eindeutig zeigen, dass der Elefant krank und transportunfähig ist, teilte der Zirkus der Öffentlichkeit nun mit, im Laufe der nächsten Woche nach Bad Kreuznach weiter zu ziehen und auf Tournee zu gehen.

"Der Weitertransport der Elefantenkuh muss gestoppt werden. Das Tier muss unverzüglich in eine Tierklinik eingewiesen und eine gesicherte tierärztliche Diagnose gestellt werden", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Apel fordert die Landesministerin Margot Conrad auf, die Behörde entsprechend zu unterweisen. Der Deutsche Tierschutzbund macht in seinem Schreiben an die Ministerin deutlich, dass es unerträglich sei, dass das zuständige Veterinäramt Kreis Mainz-Bingen die Haltungssituation in den Mommenheimer Hallen immer noch als tiergerecht bezeichne, obwohl nicht einmal das vorgeschriebene Freigehege vorhanden sei.

Die dramatische Zuspitzung der Situation zeigt auch, dass das Thema Wanderzirkus und Wildtiere dringend gesetzlich geregelt werden muss. Die Haltung von Wildtieren in den über 310 Zirkusunternehmen in Deutschland ist aus Gründen des Tierschutzes generell abzulehnen. Europas grösste Tier- und Naturschutzorganisation erneuert zudem die Forderung nach einem Verbot der Haltung von Elefanten, Affen und Grossbären in Zirkusbetrieben sowie einem Bundes-Zirkuszentralregister, damit auch länderübergreifend Informationen über Verstösse gesamelt und ausgetauscht werden können.


Thema Circus Althoff

Zwei Ponys beschlagnahmt

Die Staatsanwaltschaft Hanau hat am Freitag den 20.08.04 zwei Ponys bei Circus Althoff in Bodenheim wegen mangelhafter Haltung beschlagnahmt. Ausser der Stadt Osnabrück, die wegen steuerlichen Unregelmässigkeiten tätig geworden war, ermittelt die Staatsanwaltschaft Hanau gegen den Circus Althoff wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz. Ein Gutachten hatte ergeben, das die beiden Ponys nicht sachgemäss gehalten und leiden würden. Die Ermittlungen zu weiteren Vorwürfen dauern unterdessen an. Ein weiteres Elefanten-Gutachten wird in den nächsten Tagen erwartet. Mittlerweile läuft ein weiteres Verfahren, da die Tierschutzbeauftragte, die bei der Beschlagnahme der beiden Ponys mitgewirkt hat, von Zirkusmitarbeitern aufs übelste attackiert und bedroht worden ist, so ein Behördensprecher.


Der Zirkus Giovanni Althoff erhielt Auftrittsverbot!
Der in Oppenheim gastierende Zirkus Giovanni Althoff hat endlich ein Auftrittsverbot erhalten. Seit langem fordern Tierschützer die Schließung des Zirkuses. G. Althoff hat durch die Stadt Osnabrück die Auftrittserlaubnis entzogen bekommen. Dies hinderte ihn jedoch nicht in Oppenheim seine Zelte aufzuschlagen und Vorstellungen zu geben. Die Vorstellung wurde dann unter Polizeieinsatz beendet. Die Reisegewerbekarten des Unternehmens wurden eingezogen. Außerdem wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Erst wenige Wochen zuvor wurde ein Elefant des Zirkuses im Zoo Osnabrück untergebracht. Ein Insolvenzverfahren wurde Mangels Masse eingestellt. Ein Gutachten über den Zustand der Elefanten wurde erstellt, bei dem gravierende Mängel festgestellt wurden.




Am 01.08.04 fand eine Demo in Oppenheim auf dem Marktplatz statt. Eine Demo vor dem Zirkus wurde von der Polizei und Ordnungsbehörde nicht gestattet.

MhT war an diesem Tag auch vertreten.

Hier einige Bilder




Bilder der Demo gegen den Verbleib der Tiere bei Circus Althoff

+++++


+++++


+++++



Pressemitteilung
Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

Zum Fall Zirkus Giovanni Althoff

Tierrechtler bestärken Vorgehen der Stadt Osnabrück

Mit einem ermutigenden Unterstützungsschreiben hat der Bundesverband
Menschen für Tierrechte sich an den Oberbürgermeister und die Fraktionen der Stadt Osnabrück gewendet und seinen Dank gegenüber der stringenten Handlungsweise des Ordnungsamtes im Fall der Tierhaltung Giovanni Althoff unterstrichen. Gleichzeitig appelliert er an die Bevölkerung, der Stadt Osnabrück durch Zuschriften den Rücken zu stärken.
Der Bundesverband betont, dass die Umsetzung des Staatsziels Tierschutz von
der Behörde konsequent in Angriff genommen wurde und hebt die Notwendigkeit der Umsetzung des Bundesratsbeschlusses vom Oktober 2003 hervor. Dieser
beauftragt die Bundesregierung, eine Rechtsvorschrift zu erarbeiten, die ein
grundsätzliches Haltungsverbot für Wildtiere, insbesondere für Elefanten, Affen und Bären vorsieht.

Vier tote Dickhäuter, eine todkranke Elefantin, eine durch Elefanten zu Tode
getrampelte 80 Jahre alte Frau und nicht zuletzt ein enormer Schuldenberg erübrigen nach Auffassung des Bundesverband Menschen für Tierrechte jede Diskussion um eine Fortführung der Tierhaltung bei Althoff. Auch das Verwaltungsgericht Osnabrück hat bereits die Rechtmäßigkeit des verhängten
Auftrittsverbots bestätigt. Dass sich trotzdem Politiker für die
Elefantenhaltung im Zirkus Althoff engagieren, grenzt für den Verband schon fast an Rechtsbeugung.
Ob die 5 Elefanten und 18 Pferde des Zirkus Giovanni Althoff aus der Manege
ausziehen dürfen, entscheidet sich voraussichtlich am 15. August. Dies ist das Ende der Frist, innerhalb welcher das Zirkusunternehmen sich äußern muss, ob es den erteilten Auflagen, u. a. Elefantenhaltung nach dem Säugetiergutachten, nachkommen muss.

Die Tiere brauchen jetzt Ihre Hilfe


Pressemeldung des Deutschen Tierschutzsbundes

11.08.04 - Keine Rückkehr der Althoff-Tiere in die Qual-Zirkusmanege – Deutscher Tierschutzbund fordert dauerhafte Lösung für die Elefanten und Pferde

Offenbar steht der Transport der Tiere des Zirkus Althoff von ihrem derzeitigen Standort in Oppenheim in eine vermutlich großzügigere Unterbringung an einem noch nicht genannten Ort unmittelbar bevor. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an die verantwortlichen Behörden, die Tiere keinesfalls wieder an die bisherigen Besitzer zu geben, sondern den beschrittenen Weg weiterzugehen und die Tiere dauerhaft außerhalb eines Wanderzirkus unterzubringen. Dabei sollte über die Sorge um das Wohlergehen der Elefanten aber nicht vergessen werden, dass auch für die 18 Pferde und Ponys eine artgerechte Bleibe gefunden werden muss. Der Deutsche Tierschutzbund bittet zudem den Bürgermeister, den zukünftigen Aufenthaltsort bekannt zu geben.

„So erfreulich diese Zwischenlösung auch ist: Es darf jetzt nicht rückwärts, sondern es muss im Sinne der Tiere vorwärts gedacht werden. Alle Beteiligten müssen jetzt ernsthaft und glaubwürdig die Option prüfen, die Tiere zukünftig tiergerecht außerhalb eines Wanderzirkus unterzubringen. Bei der Qualhistorie des Zirkus Althoff darf es keine Rückkehr in das Zirkuszelt geben“, fordert Wolfgang Apel , Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Seit vielen Jahren schon stand die Tierhaltung des Zirkus Giovanni Althoff in der Kritik des Deutschen Tierschutzbundes und der Behörden. Immer wieder klagte der Deutsche Tierschutzbund die tierwidrigen Haltungsbedingungen an. Und auch die Behörden wiederholten seit langem ihre Kritik an den Zuständen. Die Situation für die Elefanten ist besonders dramatisch, da deren Unterbringung die Behörden vor besondere Herausforderungen stellt. Über dem Leid der Elefanten darf aber die Not der Pferde nicht vergessen werden. Auch die 18 Pferde und Ponys benötigen eine artgerechte und dauerhafte Bleibe. Denn auch diese Tiere haben unter der Althoff-Regie gelitten und brauchen eine artgerechte Unterkunft an einem festen Standort, erklärt Apel weiter. Den bisherigen Besitzern muss die Erlaubnis zur Haltung von Tieren nach §11 Tierschutzgesetz endgültig verweigert werden.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert die beteiligten Behörden zudem auf, den zukünftigen Aufenthaltsort der Tiere rasch bekannt zu geben, damit die beunruhigte Öffentlichkeit sich vergewissern kann, dass hier eine akzeptable Zwischenlösung gefunden wurde. Da es sich bei den fünf Elefanten offenbar um zwei Gruppen handelt, die nur getrennt voneinander gehalten werden können, werden an die Unterbringung besonders hohe Anforderungen gestellt. Ein Martyrium wie in der Vergangenheit darf sich nicht wiederholen. Unter anderem wird den bisherigen Besitzern vorgeworfen, die Tiere nicht vernünftig gepflegt und betreut zu haben. Die Elefanten würden u.a. entgegen der aus Tierschutzsicht nur als Minimalanforderung zu bezeichnenden Haltungsvorschriften über einen längeren Zeitraum angekettet. Über die Vorwürfe der Tierqual ist ein Verfahren anhängig.

Dass die Behörden erst jetzt eingreifen konnten, zeigt eindringlich, wie wichtig ein Zirkuszentralregister ist. Wenn Verstöße länderübergreifend gesammelt und ausgetauscht würden, könnte Tierleid schneller erkannt und beendet werden, erklärt der Deutsche Tierschutzbund. Er fordert zudem ein grundsätzliches Verbot der Wildtierhaltung in den rund 200 Wanderzirkus-Unternehmen in Deutschland.


Zirkus Charles Knie gastiert

vom 30.09.05 bis 03.10.05

in Worms auf der Kisselswiese


Hier einige Bilder


+++++

In der rechten Hälfte des Wagens sind untergebracht: 9 Ziegen,

5 Enten, 15 Tauben sowie 1 Ziege und 1 Taube im Wagen isoliert.

In der linken Hälfte des Wagens befindet sich der Lebensraum eines

roten Riesenkänguruhs. Die Aussengehege gehen weit unter das

Mindestmass der Empfehlungen der Zirkusleitlinien oder des

Säugetiergutachtens. Man beachte auch das Aussengehege

der Tauben und das Badebecken der Enten.

+++++

Laut Säugetiergutachten, benötigt ein

Riesenkänguruh ein Aussengehege von mind.

300 qm und ein Innengehege von mind. 20 qm.

Ausserdem ist eine Gruppenhaltung angezeigt.

Dieses Känguruh heisst Alfred und hat noch

ca. 20 Jahre ein solches Leben vor sich.

+++++

Dies ist der Lebensraum von 2 Zebras und

2 Kamelen. Laut Zirkusleitlinie muss das

Aussengehege für Zebras mind. 250 qm

gross sein. Ausserdem muss sichergestellt

sein, dass die Stalltemperatur nicht unter

10 Grad fällt. Das Aussengehege für Kamele

soll eine Mindestgrösse von mind. 150 qm

aufweisen. Im Innengehege ist pro Tier eine

Mindestfläche von 12 qm pro Tier und für

jedes weitere Tier 8 qm angezeigt.

Im Wagen von Seelöwen ist ein Becken von

mind. 4 x 2,2 x 1m zu errichten. im

Aussengehege muss zusätzlich ein

Schwimmbecken von mind. 50 qm errichtet

werden, wo die Tiere tagsüber gehalten

werden müssen. Dieses Becken muss

mit einer Liegefläche von mind. 2 qm

pro Tier verbunden sein.


+++++

+++++

Das ist Norbert, der Tapir. Er ist 5 Jahre alt

und hat eine Lebenserwartung von 35 Jahren.

In der rechten Hälfte des Wagens lebt er, in

der anderen Hälfte 2 Kakadus und 4 Aras.

Ein Tapir benötigt einen Platzbedarf im

Innenbereich von mind. 10 qm pro Tier. Das

Aussengehege muss mind. 100 qm pro Tier

betragen. Tapirs sind wärmebedürftig und die

Stalltemperatur darf 18 Grad nicht unterschreiten.

Desweiteren muss aussen und innen eine

Bademöglichkeit vorhanden sein. Auch dieses ist

hier nicht der Fall. Die Haltung ist immer paarweise

oder in Gruppen angezeigt.

In diesem Wagen fristen 2 Emus und 5 Lamas

ihr Dasein. Für Lams gilt eine Mindestfläche im

Innenbereich von mind. 8 qm pro Tier, für

jedes weitere Tier 2 qm. Dies wären in diesem

Fall 16 qm Innenbereich. Das Aussengehege für

Lamas muss für 3 Tiere mind 75 qm und für

jedes weitere Tier 15 qm betragen. In diesem Fall

wäre dies 105 qm.

+++++

+++++

Desweiteren stehen in einem Stallzelt 3 Zwergponys,

2 Ponys und 6 Araber.

Keines der Tiere hatte zum Zeitpunkt unseres Besuches

Wasser zur Verfügung.

Alle Tiere des Zirkusses im Aussenbereich, standen auf

Asphalt oder Kieselsteinen. Es waren keinerlei

Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere vorhanden.

Eine total reizarme Umgebung.


Stellungnahme zur Tierhaltung des Zirkus Charles Knie von MhT Worms e.V

Am 30.9.05 sahen wir uns den Tierbestand des in Worms gastierenden Zirkuses Charles Knie an. Wie erwartet fanden wir wieder einmal Verstöße gegen das Gutachten über die Haltung von Säugetieren wie auch gegen die Zirkusleitlinie. Die Tiere des Zirkus werden auf engstem Raum gehalten. Die Außengehege sind vielfach zu klein und ohne Rückzugs- bzw. Beschäftigungsmöglichkeiten. Oftmals werden verschiedene Tierarten in einem Transportwagen gehalten, wie z.B. das Rote Riesenkänguruh und die Ziegen und Enten. Das dabei das Platzangebot für die Tiere auf der Strecke bleibt, versteht sich von selbst. Unverständlich auch, daß Zebras und Kamele oder Lamas und Emus als Unterkunft der Transportwagen zugemutet wird. Auch hier waren die Außengehege definitiv zu klein. Allein bei den Kamelen wäre ein Außengehege von 150 qm notwendig bzw. bei den Zebras sogar 250 qm. Das Außengehege des Känguruhs müßte alleine schon 300 qm groß sein. Ein einsamer Tapir fristet sein Dasein in der einen Hälfte eines Transportwagens und von einem 100 qm großen Außengehege kann er nur träumen. Da bei den Seelöwen die Liegeflächen an dem Außenschwimmbecken fehlen, müßen sich die Tiere eben auf dem schmalen Beckenrand über Wasser halten. Alles in allem gesehen, eine traurige Tierhaltung. Ein einziges Stallzelt fanden wir bei den Ponys und Pferden, alle anderen Tiere mußten ihren Transportwagen als Unterkunft nutzen. Charles Knie hält wohl nicht viel von Säugetiergutachten und Zirkusleitlinie, wir halten aber auch nicht viel von einer derartigen Tierhaltung. Unsere Dokumentationen haben wir an das zuständige Umweltamt und das Veterinäramt gemeldet.

Waltraud Phul
1.Vorsitzende
Tierschutzverein "Menschen helfen Tieren Worms e.V."


Zirkus Krone

Hamburg, 10.02.2009 - Vor dem Amtsgericht Darmstadt ist heute Zirkusdirektorin Christel Sembach-Krone zu einem Bußgeld von 1000 Euro verurteilt worden. Das Urteil attestiert Krone, dem laut Eigenwerbung größten Zirkus Europas, Tierschutzmängel bei der Haltung von Pferden und Elefanten. “Der Gerichtsentscheid beweist, dass die Tierhaltung bei Krone alles andere als vorbildlich ist³ stellt VIER PFOTEN Experte Thomas Pietsch klar. Vor diesem Hintergrund fordert VIER PFOTEN erneut ein gesetzliches Wildtierverbot in Zirkusunternehmen.


Das Veterinäramt in Darmstadt hatte bei der Krone-Tournee 2006 Tierschutzmängel insbesondere bei der Elefantenhaltung festgestellt und ein Bußgeld verhängt. Da Sembach-Krone dagegen Widerspruch eingelegt hat, kam es zur Verhandlung. Das Gericht sah es heute als erwiesen an, dass die Elefanten des Zirkus Krone nicht ausreichend beschäftigt waren und die Tiere aufgrund dessen Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Nach Ansicht des Gerichts wurde auch den Krone-Pferden nicht genügend Auslauf geboten. VIER PFOTEN begrüßt das Urteil. Es bestätigt, dass Tiere unter den Bedingungen eines fahrenden Zirkus leiden. Auch an anderen Orten der Krone-Tournee 2008 stellten Behörden bei Routinekontrollen gravierende Verstöße gegen das deutsche Tierschutzgesetz und die Zirkusleitlinien fest. “Das selbst der größte Zirkus Europas entgegen eigenen Angaben nicht auf die Bedürfnisse seiner Tiere Rücksicht nimmt, spricht für sich³, resümiert Thomas Pietsch, Wildtierexperte bei VP. “Ein Haltungsverbot für Wildtiere ist ein erster wichtiger Schritt, um weiteres Leid zu verhindern.

In Deutschland gibt es rund 400 Zirkusse, von denen viele Wildtiere mitführen. Bereits vor fünf Jahren hatte der Bundesrat ein Verbot insbesondere für Affen, Elefanten und Großbären angemahnt. Passiert ist bis heute nichts, obwohl 60 Prozent der Deutschen ein solches Verbot befürworten ­ das belegt eine Integral-Umfrage für VIER PFOTEN aus dem Jahr 2008. Viele Länder haben die Haltung von Wildtieren im Zirkus bereits verboten oder eingeschränkt, wie etwa Österreich, Bulgarien oder Schweden.

Mit der aktuellen Kampagne “Stop it ­ Keine Wildtiere im Zirkus³ setzt sich VIER PFOTEN für ein EU-weites Mitführverbot in Zirkusbetrieben ein. Neben klassischen Kampagnenaktionen können sich Unterstützer auch aktiv im Internet beteiligen. Über 50.000 Menschen haben bereits den politisch Verantwortlichen eine ROTE KARTE gezeigt. Unter www.vier-pfoten.de/stopit <http://www.vier-pfoten.de/stopit> dokumentiert VIER PFOTEN in einer einzigartigen Video- und Fotosammlung die katastrophalen Lebensbedingungen von Wildtieren im Zirkus.

Zirkus Krone vom 04.05.05 bis 09.05.05 in Worms

Erstaunlich - sobald man die Zeitung aufschlägt, fast täglich wird Werbung für den Zirkus Krone gemacht, obwohl gerade in Worms eine Sensibilität zu diesem Thema vorhanden sein müsste. Eine Tierhaltung in der Gefangenschaft kann niemals eine artgerechte Tierhaltung sein. Giraffe, Löwen, Tiger, Elefanten, Flusspferd etc. die Palette der Tierarten ist groß. Je exotischer das Tier, um so mehr verspricht man sich an Besucherzahlen. In Zirkussen werden Tiere zu Schauobjekten degradiert und ihrer natürlichen Würde beraubt. Es gibt keine Rechtfertigung sie zu Gelderwerbeszwecken ein Leben lang unter nicht art-gerechten Bedingungen gefangen zu halten, damit der Zirkusbesucher sich einen schönen Abend machen kann. Auch sollte man die Gefahr, die von Wildtieren ausgeht nicht unterschätzen.Schon oft wurden Menschen durch nicht mehr kontrollierbare Wildtiere lebens-gefährlich verletzt und es gab auch Tote. Ein Elefantenbulle kommt mit ca. 20 Jahren in die Musth, und diese Musthphase kehrt alljährlich wieder. Während dieser Zeit ist er für den Menschen nicht kontrollierbar. Uninteressant? Bis etwas passiert, dann werden Schuldige gesucht. Nur selten werden Zirkustiere beschlagnahmt, da die Behörden nicht wissen, wo sie die Tiere unterbringen sollen. Deshalb wird oftmals weggeschaut und die Tiere in ihrem Elend belassen. Zirkus mit Tieren, insbesondere Wildtieren, ist längst nicht mehr zeitgemäß. Wir sollten uns unserer ethischen Verpflichtung den Tieren als Mitgeschöpfe zu begegnen stellen und einer derartigen Haltung die rote Karte zeigen.

Die nachfolgenden Bilder wurden am 04.05.05 im Zirkus Krone in Worms gemacht. Durch eine Fehler beim Einstellen der Kamera wurde ein falsches Datum eingegeben.

Elefantenkühe beim andauernden Weben, welches eine Verhaltensstörung ist, hervorgerufen durch nicht artgerechte Haltung, die im Zirkus oder Zoo gar nicht möglich ist und in Gefangenschaft.

Diese drei Elefantenkühe waren in Kettenhaltung, obwohl weder Pflegemassnahmen noch Fütterung durchgeführt wurde.


Das Elefantenstallzelt ist zwar gross, aber für diese hochintelligenten Tiere total reizarm. Es befindet sich weder Spielzeug noch Scheuermöglichkeiten zur Hautpflege (Zirkusleitlinien) darin. Bei schlechten Witterungsverhältnissen befinden sich die Elefanten den ganzen Tag in diesem trostlosen Zelt. Rechts im Bild das Aussenpaddock der Elefanten.

Laut Zirkusleitlinien: "Durch Einbringen von Sand, dem Anwässern eines Teilbereiches des Paddocks (Suhle), dem Aufstellen z.B. eines wassergefüllten Baustoffcontainers, dem Anbieten von Ästen sowie der Bereitstellung von Scheuermöglichkeiten wird den Tieren im Paddock selbständige Hautpflege und zusätzliche Beschäftigung ermöglicht." Dieses Bild zeigt wieder einmal, dass die Zirkusleitlinie auch hier nicht eingehalten wurde.



Dieser arme Esel darf eine Kutsche in der Manege ziehen. Genau eine Runde dann gehts zurück in die Trostlosigkeit.


Affen in ihrem lebenslangen Gefängnis. mit ihnen wird nicht gearbeitet und sie fristen ihr Dasein in einem Wagen mit kleiner Terasse.


Der Lebensraum des Flusspferdes ist ein Wasserbecken, so gross wie es selbst und in den gleichen Abmessungen ein Trockenplatz. Der Freilauf ist ca. 4 x 8 Meter gross. Auch mit diesem Tier wird in der Manege nicht gearbeitet.


King Tonga, der weisse Löwe darf in der Vorstellung auf eine Schaukel, wird in die Höhe gezogen und vier-, fünfmal hin- und hergeschaukelt. Und dafür ein Leben in Einzelhaft, ohne irgendwelche Reize, keine Rückzugsmöglichkeit, keine erhöhte Liegefläche aber vor allem ohne Artgenossen.


Dieser Wagen der wahre Hohn. Links im Bild drei asiatische Schweine, daneben ein einsames Stachelschwein.


Der gleiche Wagen. Links sitzt ein einsamer Affe, daneben Ziegen, die dritte Abteilung ist der Lebensraum der Schweine, daneben das Stachelschwein und zum Abschluss des ganzen befindet sich ganz rechts eine kleine Terasse, in der Aras ihr erbärmliches Leben fristen.

Stereotypien: Auffallende und mitunter stundenlang anhaltende Bewegungsstereotypien, z.B. Kopfdrehen, Hin- und Herschwingen oder Dreh- und Wendebewegungen des ganzen Körpers, Hin- und Herlaufen in festen Bahnen, treten insbesondere bei in Menschenobhut gehaltenen Tieren auf. Sie können die Folge einer Haltung in zu kleinen Käfigen, der Einzelhaltung von sozialen Tieren oder einer unzureichenden Beschäftigung sein.


Zirkus Fliegenpilz

Viel Elend und Dreck hinter der Fassade
Rund acht Stunden dauerte am Westcenter die Razzia im Zirkus "Fliegenpilz"

Morgens um sieben Uhr kam unangemeldet eine "Besuchergruppe", die den Zirkus am Westcenter auf den Kopf stellte.
RMB/Müller

WIESBADEN Ordnungsamt, Zoll, Polizei und TÜV waren mit 60 Mitarbeitern in Klarenthal beim Zirkus "Fliegenpilz" im Einsatz. Aus Sicht der Behörden gibt es einiges zu bemängeln: Zirkuswagen wurde zwangsweise stillgelegt, es besteht der Verdacht illegaler Beschäftigung.

"Ich kämpfe mit dem Brechreiz", sagt ein Zollbeamter. Angewidert wühlt er in einem Berg von Unrat und Klamotten. Der marode Zirkuswagen, den er durchsucht, ist ein versifftes Dreckloch. Man will nicht glauben, dass hier Menschen untergebracht sind. Sie hausen in Wohnboxen, und diese Zustände sind schlichtweg menschenunwürdig. Wie würden wohl die Zirkus-Besucher reagieren, wenn sie das hier sehen oder riechen würden, was abseits des Viermastzeltes anzufinden ist. Wie etwa die Kloake der Gelände-Toilette? "Alles vollgeschissen", sagt ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Auch er ist angewidert. Kommentieren will Zirkussprecher Reto Hütter weder diese Zustände noch die Umstände der Razzia. Die Direktion, meint er, habe kein Interesse, dass der Kurier-Redakteur weiter Zeuge ist. "Bitte verlassen Sie das Gelände!"

Zirkusdirektor Bodo Hölscher hatte sich zuvor noch in Prophezeiungen ergangen: Dem Beamten, der den Großeinsatz zu verantworten hätte, drohe sicher die "Strafversetzung". Hölscher fühlt sich schikaniert, als Opfer - und im Recht. In Stuttgart sei das Ordnungsamt mit den Zirkusleuten ähnlich verfahren, nach drei Tagen habe die Behörde dann klein beigeben müssen. So werde es auch in Wiesbaden kommen, glaubt er. Seine zum Teil maroden Zirkus-Fahrzeuge bräuchten für die Art, wie sie im Straßenverkehr bewegt würden, weder TÜV, noch Versicherung oder Zulassung, meint er. Das wisse er "ganz genau", nur die Behörden hätten "halt keine Ahnung".

Gegen sieben Uhr waren die meisten der "Fliegenpilz"-Mitarbeiter aus dem Schlaf gerissen worden. Polizei und Ordnungsamt waren im Wege der Amtshilfe aktiv für die Verwaltung im Ohrekreis in Sachsen-Anhalt. "51 der Zirkuswagen waren seit Anfang des Jahres zur Fahndung ausgeschrieben", erklärt Hans-Peter Erkel vom Ordnungsamt der Stadt Wiesbaden. Sie seien nicht mehr versichert und ohne TÜV. Die Verwaltung im Ohrekreis habe den Beschluss über die Stilllegung aber nicht zustellen können, weil niemand wusste, wo der Zirkus gastierte. Am Mittwochabend wurden Polizei und Ordnungsamt in Wiesbaden eingeschaltet, als bekannt wurde, dass "Fliegenpilz" hier gastiert.

Als sich nach Beginn der Razzia der Verdacht der Schwarzarbeit stellt, wird der Zoll eingeschaltet, der gegen 9.30 Uhr an der Carl-von-Linde-Straße auftaucht. Rund 50 Zirkus-Leute werden überprüft, die Wagen durchsucht. Für Hölscher "illegal", wie er Erkel vorwirft. "Fliegenpilz" gebe es nicht mehr, ,, wo "Fliegenpilz" drauf stehe, sei längst der Zirkus
"Aquapark" drin. Der Beschluss richte sich aber gegen "Fliegenpilz".

Hölscher plagen nach knapp acht Stunden Razzia auch andere Sorgen: Draußen stehen nur einige wenige Besucher, die auch noch verunsichert sind, ob die Nachmittagsvorstellung statt findet. Als sie beginnt, trauen die für die Bekämpfung der Schwarzarbeit zuständigen Zollbeamten ihren Augen nicht: Angebliche "Touristen" mit polnischem oder russischem Pass, die nach Einschätzung der Behörden nicht arbeiten dürften, und auch nur "zufällig" da gewesen sein wollen, verwandeln sich im Handumdrehen in emsige Zirkusmitarbeiter. "Dreister geht es nimmer", meint ein Beamter zu diesem Auftritt. Die Vorstellung geht weiter, obwohl der Zoll belogen und hintergangen wird.

Nach Kurier-Informationen läuft auch beim Wiesbadener Veterinäramt ein Verfahren gegen den Zirkus "Fliegenpilz". Es geht um Fragen des Tierschutzes.

Quelle: Wiesbadener Kurier


Zirkus Fliegenpilz in Worms

Es ist nicht zu fassen aber wahr. Die Stadt Worms hat wieder einmal einem Zirkus mit Tieren, diesmal Zirkus Fliegenpilz, ein Gastspiel genehmigt. Wir hofften eigentlich, dass der Fall Güterhallenstrasse, wo sich einige Tiere aus dem ehemaligen Besitz des Zirkus Fliegenpilz befanden, der Stadt eine Lehre und Anlass genug sei dies nicht mehr zu tun.

"Circus unter Wasser" nennt sich die ganze Tierquälerei und es sind rund 150 Tiere mit dabei, eine Elefantenkuh, Schweine, Ziegen, eine Kuh, Zebras, eine Giraffe, Guanakos, Steppenrinder, Trampeltiere, Nashörner, Seelöwen, Schwäne und am bekanntesten das wohl ärmste Zwergflusspferd "Elsbeth". Im Jahr 2000 machten wir Kontrolle in diesem Zirkus und uns wurde schlecht. Elsbeth`s Lebensraum ist ein Verschlag mit einer stinkenden Dreckbrühe in der sie sich gerade mal um die eigene Achse drehen kann. Das arme Tier läuft einmal durch die Manege und das war es dann. Ihre ganze Abwechslung an einem Tag. Von den so gepriesenen Wasserbecken mit angeblich 20000 Liter Wasser, in dem sich die Seelöwen tummeln, nichts zu sehen. Ausserdem wird von den 3 Seelöwen eines in Einzelhaft gehalten. Da war ein Leoparde mit gebrochenem Schwanz, mit dem nicht gearbeitet sondern der nur zur Schau gestellt wurde. Bei 150 Tieren ist es eigentlich unmöglich für den Zirkus einen so grossen Platz zu finden, wo alle Tiere nach den Zirkusleitlinien oder, was bei den meisten Tieren zutrifft da nicht mit ihnen gearbeitet wird, dem Säugetiergutachten gehalten werden können. Wir können nur hoffen das die Stadt Worms endlich wach wird und eine solche Tierquälerei nicht mehr unterstützt.

Und Sie liebe Mitbürger, besuchen Sie keinen Zirkus mit Tieren, geben Sie Ihr Geld nicht für Tierquälerei aus. Protestieren Sie mit uns bei der Stadt Worms für ein Ende solcher Darbietungen.


Zirkus "Luna" gesucht
Das Veterinäramt Weimar bittet um Mitteilung über den gegenwärtigen Aufenthaltsort des Zirkus "Luna". Nach Auskunft des Veterinäramtes ignoriere der Betreiber die "Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen". Er tauche unangemeldet am Gastspielort auf, ohne die offenbar vorhandenen Außengehege aufzubauen, verschiedene Veterinärämter hätten dies in der Vergangenheit bereits beanstandet.
Der Zirkus hält unter anderem 2 Braunbären (denen kein Außengehege zur Verfügung gestellt werde), einen Affen (angekettet in einem dunklen Wagen oder an einer kurzen Leine gehalten), einen Elefanten, Kamele und Pferde, die im Stallzelt gehalten werden. Das Veterinäramt Weimar musste die Polizei hinzuziehen um die tierärztliche Kontrolle vornehmen zu können. Mittlerweile sei der Zirkus mit unbekanntem Ziel weitergereist.
Das Veterinäramt bittet um Mitteilung unter Tel.: 03643 / 90 28 28


Gut informiert!
Hintergrundwissen zur Aktion


Das Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen ist sowohl aus Gründen des Tier- als auch des Artenschutzes eine längst überfällige Maßnahme. Die vom Land Hessen initiierte Bundesratsinitiative für ein Haltungsverbot von Affen, Bären und Elefanten ist ein erster konsequenter Schritt, um den Vollzug tier- und artenschutzrechtlicher Vorschriften zu sichern und dem Staatsziel Tierschutz Rechnung zu tragen. In die Verbotsliste sollten in jedem Fall die in Zirkussen häufig gehaltenen Großkatzen aufgenommen werden. Auch Wölfe, Nashörner, Flusspferde, Robben und Giraffen, die heute erfreulicherweise nur noch selten in Menagerien zu finden sind, sollte das Verbot umfassen.
Da zur Zeit keine politischen Mehrheiten für ein generelles Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkussen zu gewinnen sind, begrüßt der Bundesverband Menschen für Tierrechte die hessische Initiative als eine erste wichtige Etappe auf dem Weg hin zu einem tierlosen Zirkus. Unter Berücksichtigung der vom Agrarausschuss eingebrachten Empfehlungen hat nun am 17. Oktober 2003 der Bundesrat mehrheitlich Folgendes beschlossen:


Grundsätzliches Verbot der Haltung bestimmter wild lebender Tiere, insbesondere von Affen, Elefanten und Großären, in Zirkussen.
- Das grundsätzliche Verbot erlaubt die Aufnahme weiterer Tierarten in die Verbotsliste.
- Es ermöglicht aber auch Ausnahmeregelungen von dem Verbot für Zirkusse, die z. B. die Anforderungen der so genannten Zirkusleitlinien* erfüllen.
- Für vorhandene Tiere soll es Übergangsregelungen geben.

Einführung eines Zentralregisters zur Erfassung von Zirkusbetrieben mit Tierhaltung sowie von mobilen Tierschauen.
Nun ist Bundesministerin Künast aufgefordert, einen entsprechenden Verordnungsentwurf vorzulegen.

Wir begrüßen den Beschluss des Bundesrates grundsätzlich als Schritt in die richtige Richtung, zeigen uns jedoch darüber enttäuscht, dass zum einen ein Verbot der Haltung bestimmter Wildtierarten mit Erlaubnisvorbehalt vorgesehen ist und zum anderen die geforderten festgesetzten Übergangszeiten durch flexibel gestaltete Übergangsregelungen ersetzt wurden.

Position
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte verfolgt langfristig das Ziel, ein Verbot der Tierdressuren und Tierhaltungen in Zirkussen zu erwirken. Wildtiere gehören in ihren natürlichen Lebensraum. Nur dort können sie so leben, wie es ihrer Art entspricht. Es gibt aus ethischer Sicht keine Rechtfertigung, sie zu Zwecken des Gelderwerbs gefangen zu halten, zu dressieren und zum Freizeitvergnügen der Menschen in der Manege vorzuführen. Nachdem der Tierschutz seit August 2002 Verfassungsrang genießt, müssen die Interessen der Tiere bei Gericht ebenso Berücksichtigung finden, wie der Rechtsanspruch des Dompteurs oder Tierlehrers auf Ausübung seines Berufes.

Blick auf Deutschland und in andere EU-Staaten
Dänemark, Finnland, Österreich und Schweden haben schon vor Jahren Haltungsverbote für bestimmte Tierarten beschlossen (z. B. Affen, Elefanten, Großkatzen Robben, Nashörner, Wölfe). Doch in Deutschland dürfen Zirkusse noch immer alle Tierarten mitführen. Es wird lediglich empfohlen, einige Arten nicht in Zirkussen zu halten (u.a. Menschenaffen, Nashörner, Pinguine)

Die Fakten liegen auf der Hand:
1. Dem Bundesverband Menschen für Tierrechte ist kein Zirkus bekannt, der die mitgeführten Tiere ohne jede tier- oder artenschutzrechtliche Beanstandungen hält.
2. Nur wenige Amtstierärzte kontrollieren die Zirkusse umfassend, erteilen Auflagen und verfolgen ihre Umsetzung.
3. Zirkusse erhalten häufig von Amtstierärzten eine Genehmigung zur Haltung der Tiere und zum Betreiben des Zirkusses, obwohl sie tier- und artenschutzrechtliche Bestimmungen nicht einhalten.
4. Nur ausnahmsweise werden Tiere durch die Behörden beschlagnahmt. Eine solche Verfügung erfolgt in der Regel aufgrund eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz und eher selten wegen Missachtung tierschutzrechtlicher Vorschriften. Dabei bestätigen Studien, dass aus verhaltenskundlicher Sicht zumindest die Haltung der häufig mitgeführten Wildtiere wie Affen, Bären, Elefanten und Großkatzen, in Zirkussen nicht möglich ist.
5. Die Wegnahme der Tiere gelingt nur in Ausnahmefällen. Sie scheitert bereits daran, dass die Behörden nicht wissen, wo sie das Tier unterbringen sollen. In der Regel ermitteln Tierrechts- und Tierschutzorganisationen solche Auffangplätze und übernehmen die nicht unerheblichen Kosten für Unterbringung und Versorgung. In anderen Fällen entzieht sich der Zirkus dem Zugriff der Behörden etwa durch Abreise mit unbekanntem Ziel oder durch Verschwindenlassen des Tieres. Auch tätliche Angriffe auf Behördenvertreter sowie Widerstand gegen die Staatsgewalt sind nicht ungewöhnlich, um den Vollzug der Rechtsvorschriften erfolgreich zu vereiteln.

Bitte setzen Sie sich gemeinsam mit dem Bundesverband Menschen für Tierrechte dafür ein, dass Bundesminister Seehofer schnellstmöglich die Erarbeitung eines Verordnungsentwurfes auf den Weg bringt.

Wie die Praxis zeigt, ist es den Behörden nicht möglich, die Umsetzung bestehender Haltungsvorgaben sicherzustellen. Die Leidtragenden sind immer die Tiere; lassen Sie uns bitte gemeinsam dafür sorgen, dass die Leidenstragödien der Tiere endgültig der Vergangenheit angehören.


Unterstuetzen Sie die Aktion - Bitte klicken




Noch immer hat der Wormser Stadtradt über ein Gastpielverbot für Zirkusse, die mit Tieren Reisen nicht entschieden. Der Antrag wurde in einen Ausschuss verwiesen und dabei ist es bisher geblieben. Eigentlich sollten unseren Stadtratsmitgliedern die Tiere aus der Güterhallenstraße eine Warnung sein.Wenn man schon tierschützerische Gründe nicht gelten lassen will, sollten die damit verbundenen Kosten, die nun auf der Stadt lasten, alleine schon Grund sein, darüber nachzudenken, ein Gastspielverbot auszusprechen. Wir Tierschützer werden mit Sicherheit jeden hier gastierenden Zirkus unter die Lupe nehmen und tierschutzwidrige Haltungen anprangern. Wie wird sich die Stadt dann verhalten? Wegschauen - oder handeln?





Der Zirkus "Alberti" gastierte in Worms und wir haben uns die Tierschau angesehen. Kamele, ein Elefant, ein Baer, Aeffchen ...... Eine heile Welt?

Keinegswegs! Geht man offenen Auges durch diese Zirkuswelt, springt einem das Elend aus den Augen der Tiere foermlich an!

Halten Sie Ihre Katze den ganzen Tag in ihrer Transportbox? Nein, nun warum muss ein sechsjaehriger Baer dann so gehalten werden? Vier Schritte kann er gehen, dann stoesst er an die Wand seines Wagens. Zwei Schritte nach vorne, dann sieht er unsere Welt durch die Gitter seines Gefaengnisses. Das Aussengehege - verschlossen durch eine Tuer. Aber selbst wenn es geoeffnet ist, viel Abwechslung bietet es ihm sicher nicht. Tiere, die ihr Leben lang Gefangene der Menschen bleiben - keine Aussicht auf Begnadigung!

Baeren sind sehr neugierige Tiere, sie sind verspielt - ein Zeichen ihrer Intelligenz. Warum dulden wir, dass ihnen solche Grausamkeit angetan wird? Was ist mit dem vierzigjaehrigen Elefanten? Machen wir uns Gedanken darueber, wie sein Leben bisher aussah! Laut Zirkussleitlinie duerfen Elefanten waehrend des Gastspieles nur mitgefuehrt werden, wenn ihnen ein Stallzelt und ein Auslauf zur Verfuegung stehen. Der Transportwagen ist kein Ersatz fuer ein Stallzelt. Nur, wen kuemmert das? Man reist von Gastspielort zu Gastspielort. Und findet sich vielleicht einmal ein Veterinaer, der die Augen nicht vor dem Elend der Tiere zumachen kann, reist man schnell weiter. Zirkusse der herkoemmlichen Art gehoeren schlichtweg verboten. Sie sind ein Relikt aus der Vergangenheit und koennen mit Argumenten wie z.B. Tradition, Arbeitsplaetze, etc. nicht mehr entschuldigt werden. Der Ausspruch "tierliebend" zu sein, empfinden wir Tierrechtler als Hohn! Wie lange wollen wir uns noch mitschuldig machen?


MhT-Besuch bei Zirkus Alberti am 12.07.02

Affen in Kettenhaltung


Shenka


Braunbaer


Kamele

Wir besuchten heute zwischen 11 und 12 Uhr die Tierschau des Zirkusses Alberti in Heßheim. Was wir sahen, war fürchterlich.

Der Elefant Shenka war bei Temperaturen von ca. 30 Grad in seinem Transportwagen gefangen. Das arme Tier kann sich nicht einmal um die eigene Achse drehen.Luft erhält Shenka durch eine herausgenommene Tür. Laut Zirkusleitlinie muss für den Elefanten ein Stallzelt und ein Auslauf (Paddock) zur Verfügung stehen. Der Transportwagen ist kein Ersatz für ein Stallzelt !.....Er kann als Schlafmöglichkeit genutzt werden, wenn die nutzbare Breite des Transportwagens mindestens 5o cm mehr beträgt als die Rückenhöhe des Elefanten !

Der Braunbär sitzt in dem gleichen engen Wagen in Einzelhaltung wie vor 2 Jahren in Worms. Als wir kamen war der Zugang zum Aussengehege geschlossen. Dann öffnete man den Schieber und der Bär ging auch sofort in das Aussengehege. Der Schieber wurde sofort wieder verschlossen und das Tier hatte nunmehr keinen Zutritt mehr zum Wagen, war der prallen Sonne ausgesetzt und steckte mehrfach seinen Kopf in das Badebecken, dass somit auch schon ausgefüllt war.Laut Zirkusleitlinie muss das Badebecken eine Mindestfläche von 2x2 m und eine Wassertiefe von mindestens 80 cm aufweisen. Der Zugang zum Aussengehege sowie zum Zentralkäfig muss grundsätzlich für alle Tiere sichergestellt sein.Dies trifft nicht bei Zirkus Alberti zu.

Ein Bild des Jammers ist die Haltung der Affen !!! 2 Affen sitzen in einer hundehüttegroßen Holzbox. Durch ein Schlupfloch können sie in einen kleinen Freilauf. Ein Tier ist am Gitter des Freilaufes mit einer Kette angebunden. Wasser oder Futter war nicht vorhanden. Getränkt wurden die Tiere in unserem Beisein mit einem Wasserschlauch, der ihnen an den Mund geführt wurde. Hinter dem Holzverschlag stand eine Hundetransportbox, deren Lüftungsschlitze mit Holz vernagelt waren. An der offenen Tür war an einer ca. 2 m Kette ein kleiner Affe angebunden. Das Tier versuchte verzweifelt Schatten zu erreichen und drückte sich hinter die Holzbox, die ihm teilweise etwas Schatten spendete. Auch er bekam den Wasserschlauch kurz angeboten.Da Affen, unsere engsten Verwandten, im Zirkus nicht mehr mitgeführt werden sollen, greift für diese Tiere nicht mehr die Zirkusleitlinie, sondern das Säugetiergutachten. Bei allen Affenarten ist als Gehegeeinrichtung viele vertikale und horizontale Äste, viele Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten zwingend vorgeschrieben. Einzelhaltung untersagt. Die Tiere bei Alberti wären froh, wenn sie nicht wenigstens in der Sonne gegrillt würden und Wasser hätten, um ihren Durst zu stillen.

Die Ponys und Pferde standen in Ständern ohne Stallzelt und ohne Schatten.

Die 5 Kamel waren teilweise trächtig in einem kleinen Zelt, dessen Wände hochgerollt waren.Laut Zirkusleitlinie darf das Aussengehege für bis zu 3 Großkamelen nicht unter 150 qm groß sein, für jedes weitere Tier müssen 25 qm dazukommen.

Bei den Ponys, dem Rotwild und den Eseln dient ebenfalls der Transportwagen als ständige Unterkunft an den sich kleine Freiläufe anschließen.

Der vor zwei Jahren in Worms am Wagen angebundene Rottweiler hängt nach wie vor an der Kette. Hier wird eindeutig an die Hundehalteverordnung verstoßen.

Pferde und Ponys




Mahnwache


Wie bei jedem Zirkus der in Worms gastiert hielten wir auch bei Zirkus Busch-Roland am 27.04.07 eine Mahnwache ab.

Es ist immer wieder erschreckend wie viele Menschen immer noch in einen Zirkus mit Tieren gehen, ohne sich Gedanken zu machen und mal hinter die Fassade der ach so schönen, bunten Welt des Zirkus zu schauen. Da hört man Sätze wie, " ich bin auch Tierlieb, ich habe einen Hund Zuhause" oder "ihr würdet euch lieber um die Menschen kümmern".

Fakt ist, die Tiere leiden ihr Leben lang unter nicht artgerechter Haltung und zu allem Übel müssen sie auch noch den Menschen mit Kunststückchen belustigen.

Wir wollten die Tierhaltung kontrollieren, aber bei uns hiess es, es gäbe keine Tierschau. Auch von aussen war nicht viel zu sehen, da sich der Zirkus, nachdem ihm von der Stadt mitgeteilt wurde, dass wir wohl kämen um zu kontrollieren, hermetisch abgeriegelt hat.

Wir werden weiter für die Zirkustiere kämpfen, kontrollieren und Mahnwachen abhalten. Diesmal haben wir wenigstens erreicht, dass zwei Menschen trotz Freikarten sich Gedanken machten und nicht in die Vorstellung gingen.


Am Dienstag, den 05.10.04 hielten wir eine Mahnwache am Eingang der Festwiese in WormsIn Gedenken an die vielen gequälten und ausgebeuteten Tiere in den unzähligen Zirkussen, den Tieren aus der Güterhallenstrasse und den armen Geschöpfen in der Kaiserpassage.

An diesem Tag hatte der Circus Fliegenpilz Premierentag. "Circus unter Wasser" nannte sich die ganze Tierquälerei und es waren rund 150 Tiere mit dabei, eine Elefantenkuh, Schweine, Ziegen, eine Kuh, Zebras, eine Giraffe, Guanakos, Steppenrinder, Trampeltiere, Nashörner, Seelöwen, Schwäne und am bekanntesten das wohl ärmste Zwergflusspferd "Elsbeth". Im Jahr 2000 machten wir Kontrolle in diesem Zirkus und uns wurde schlecht. Elsbeth`s Lebensraum ist ein Verschlag mit einer stinkenden Dreckbrühe in der sie sich gerade mal um die eigene Achse drehen kann. Das arme Tier läuft einmal durch die Manege und das war es dann. Ihre ganze Abwechslung an einem Tag. Von den so gepriesenen Wasserbecken mit angeblich 20000 Liter Wasser, in dem sich die Seelöwen tummeln, nichts zu sehen. Ausserdem wird von den 3 Seelöwen eines in Einzelhaft gehalten. Da war ein Leoparde mit gebrochenem Schwanz, mit dem nicht gearbeitet sondern der nur zur Schau gestellt wurde. Bei 150 Tieren ist es eigentlich unmöglich für den Zirkus einen so grossen Platz zu finden, wo alle Tiere nach den Zirkusleitlinien oder, was bei den meisten Tieren zutrifft da nicht mit ihnen gearbeitet wird, dem Säugetiergutachten gehalten werden können. Wir können nur hoffen das die Stadt Worms endlich wach wird und eine solche Tierquälerei nicht mehr unterstützt.